User Online: 1 | Timeout: 21:20Uhr ⟳ | Ihre Anmerkungen | NUSO | Info | Auswahl | Ende | AAA  Mobil →
Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Datensätze des Ergebnis
Suche: Auswahl zeigen
Treffer:1
Sortierungen:
Anfang der Liste Ende der Liste
1. 
(Korrektur)Anmerkung zu einem Zeitungsartikel per email Dieses Objekt in Ihre Merkliste aufnehmen (Cookies erlauben!)
Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Überschrift:
Stolpersteine für ermordete Kinder
Zwischenüberschrift:
Sechs neue Gedenkplatten werden verlegt
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
OSNABRÜCK. Am Freitag, 23. September, werden in Osnabrück weitere sechs Stolpersteine verlegt, die an die Opfer des Nationalsozialismus erinnern sollen. Am Ort der jeweils letzten freiwilligen Wohn- oder Wirkungsstätte der Betroffenen werden Messingplatten in den Gehweg eingelassen, auf denen Namen und Schicksale zu lesen sind.
Die Route der Verlegung beginnt in der Innenstadt und geht dann über die Weststadt zum Stadtteil Hafen. Erstmals wird es auch Steine geben, die ermordeten behinderten Kindern aus Osnabrück gewidmet sind. So wird um 9 Uhr ein Stolperstein in Erinnerung an den vierjährigen Jungen Harald Fritz Fleddermann verlegt, der am heutigen Johannistorwall 19a wohnte und 1945 in der Kinderfachabteilung″ der Landes-Heil- und - Pflegeanstalt Lüneburg getötet wurde. Die Patenschaft für den Stein hat die Thomas-Morus-Schule übernommen, und die Verlegung wird durch die Schüler begleitet.
Das gleiche Schicksal wie Harald erlitt das ebenfalls erst vier Jahre alte Mädchen Maria Westendorf, für das um 9.30 Uhr am Neuen Graben 30 ein Stolperstein ins Pflaster eingelassen wird. Patin für diesen Stolperstein ist Brigitte Neumann.
Die Jüdin Ida Stern verlor ihr Leben in Theresienstadt. Für sie wird um 10 Uhr ein Stolperstein am Kamp 47 averlegt. Die Patenschaft übernehmen Benita und Uwe Dreher. Auch Sara Frank wurde ermordet, weil sie Jüdin war. Patin des Steins (10.30 Uhr vor der Krahnstraße 34) ist Monika Ress-Stadje.
Um 11 Uhr wird an der Herderstraße 29 an das Mädchen Christa Feldkamp mit einem Stein erinnert. Sie war ebenfalls ein Euthanasieopfer und wurde kurz nach ihrem dritten Geburtstag im Jahr 1944 in Lüneburg ermordet. Die Patenschaft übernimmt das Ehepaar Ingrid und Günther Detering.
Am Ende der Route wird um 11.30 Uhr der Stolperstein für Karl Brake an der Natruper Straße 154 verlegt, der als Patient der Osnabrücker Heil- und Pflegeanstaltin Hadamar getötet wurde. Patin ist Roswitha Erfling.
Ein für den 22. September angekündigter Vortrag von Dr.Raimond Reiter zum Thema Kindereuthanasie am Beispiel das Kinderfachabteilung Lüneburg″ fällt aus.
Weitere Informationen zum Projekt Stolpersteine sind unter Tel. 05 41/ 3 23-22 87 und im Internet unter www.osnabrueck.de/ stolpersteine erhältlich.
Autor:
pm


Anfang der Liste Ende der Liste