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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Überschrift:
380-kV-Leitung als Erdkabel?
Zwischenüberschrift:
Bundesparteitag billigt Antrag der örtlichen CDU
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Bissendorf Der Antrag der CDU-Ortsverbände Bad Essen, Bissendorf, Hilter und Melle auf eine weitestgehende Erdverkabelung der geplanten 380-kV-Leitung im Landkreis Osnabrück ist vom CDU-Bundesparteitag angenommen worden. Wie geht es nun weiter? Wie es in einer Pressemitteilung des CDU-Kreisverbandes Osnabrück-Land heißt, folgten die 1001 Delegierten beim Bundesparteitag in Leipzig dem Votum der Antragskommission und stimmten mit großer Mehrheit″ für eine direkte Weiterleitung des Antrages an die CDU-Bundestagsfraktion.

Signal nach Berlin

Bisher plant der Netzbetreiber Amprion die Trasse von Bad Essen-Wehrendorf über Osnabrück-Lüstringen nach Gütersloh als Freileitung. Einzige Ausnahme sind der Osnabrücker Stadtteil Lüstringen und der Bissendorfer Ortsteil Natbergen: Dort sollen Erdkabel verlegt werden. Das geht den vier CDU-Ortsverbänden allerdings nicht weit genug. Sie setzten sich dafür ein, dass die gesamte 380-kV-Leitung erdverkabelt wird. Mit dem Antrag wollten die Verbände ein Signal nach Berlin senden. Nach Angaben des CDU-Kreisverbandes Osnabrück-Land wird nun bei der CDU-Bundestagsfraktion über die Ausführung des Antrags entschieden.

Ansgar Deters, CDU-Kreisgeschäftsführer, zeigt sich im Gespräch mit unserer Redaktion erfreut darüber: Es ist für uns ein Erfolg, dass der Antrag beim Parteitag behandelt und an die Bundestagsfraktion weitergeleitet wurde, wo er auch hingehört.″

Auch André Berghegger, CDU-Bundestagsabgeordneter aus dem Landkreis Osnabrück, findet es gut, dass nun der Antrag in der Fraktion besprochen wird. Er sieht nun Wirtschaftsminister Peter Altmaier in der Pflicht, Druck auf den Netzbetreiber Amprion auszuüben. Im Gespräch mit unserer Redaktion verlangt er vom Netzbetreiber, den Begriff Pilotprojekt″ ernst zu nehmen: Die Trasse wurde im Energieleitungsausbaugesetz als Pilotvorhaben ausgewiesen. Das bedeutet, dass es bei der Leitung auch so viel Erdverkabelung geben soll wie möglich. Außerdem sollen neue Verlegetechniken getestet werden. Was eignet sich besser dafür als ein Pilotprojekt? Neben dem Antrag auf eine Erdverkabelung der 380-kV-Leitung stellte die Kreis-CDU nach eigenen Angaben beim Bundesparteitag auch einen Antrag auf eine Festsetzung eines Verkehrslärmgrenzwertes bei Neufahrzeugen für Autos und Motorräder auf 80 Dezibel. Auch dieser Antrag wurde mit großer Mehrheit angenommen.

Wie die Initiatoren des Antrages um Martin Bäumer und Christian Calderone mitteilen, könnten so leichter als bisher auch an Straßen mit großer Lärmbelästigung zum Beispiel in Wohngebieten ganz oder tageszeitabhängig Geschwindigkeitsbeschränkungen umgesetzt oder bauliche Maßnahmen getroffen werden.

CDU-Kreischef Calderone sagte laut Mitteilung, man sei sehr zuversichtlich, dass beide Anträge mit in künftige Arbeitsprogramme von CDU und Fraktionen aufgenommen würden.

Bildtext:
Statt als Freileitung soll die neue 380-kV-Leitung weitgehend als Erdkabel durchs Osnabrücker Land verlegt werden, fordern die örtlichen CDU-Verbände.
Foto:
Archiv/ David Ebener
Autor:
Olga Zudilin


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