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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Überschrift:
Was fehlt dem Nussknacker?
Zwischenüberschrift:
Auf dem historischen Weihnachtsmarkt klafft eine Lücke
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Osnabrück Der historische Weihnachtsmarkt in Osnabrück ist am Montagabend eröffnet worden. Aufmerksamen Besuchern dürfte aufgefallen sein, dass ein alter Bekannter″ fehlt: der sechs Meter hohe Nussknacker. Was ist mit ihm passiert?

Die riesige Figur auf dem Domhof gehört traditionell zu den besonderen Attraktionen auf dem Osnabrücker Weihnachtsmarkt schließlich zählt er zu den größten vollfunktionsfähigen Holz-Nussknackern Deutschlands. Bei der Eröffnung des diesjährigen Weihnachtsmarkts am Montagabend fehlte er jedoch, auch am darauffolgenden Tag war er nicht an seinem gewohnten Platz zu sehen.

Was ist mit dem Nussknacker geschehen? Wird er in diesem Jahr nicht Teil des Marktes sein? Bernhard Kracke, Vorsitzender des Schaustellerverbandes Weser-Ems, klärt auf Anfrage unserer Redaktion das Rätsel auf. Demnach habe man beim Aufbau des meterhohen Holzkonstrukts bemerkt, dass der Kopf des Nussknackers stark beschädigt sei. Die Figur wurde laut Kracke auf dem Grundstück eines Schaustellers gelagert.

Dort hätten sich Borkenkäfer über den Kopf hergemacht, die zuvor schon einige Bäume auf dem Grundstück beschädigt hatten. Daher sei man gezwungen gewesen, den Nussknacker reparieren zu lassen. Es hätte zwar kein Sicherheitsrisiko für die Besucher bestanden, wenn wir die Figur so aufgestellt hätten, aber es hätte sein können, dass sie Teile im Gesicht verliert″, so Kracke.

Mit der Reparatur wurde der Bramscher Tischler Richard Revermann betraut. Wie Kracke betont, soll die Figur spätestens am Freitag wieder an ihrem ursprünglichen Standort stehen. Wenn alles gut läuft, wird sie schon am Mittwoch wieder zu sehen sein″, betont er. Die Reparatur des Kopfes, dessen Durchmesser einen Meter beträgt, sei sehr aufwendig und nicht nur das. Die Kosten werden wohl in die Tausende Euro gehen″, erklärt er.

Tischler Revermann betont am Dienstagmittag, dass nur noch ein bisschen was″ an der Figur gemacht werden müsse. Knapp drei Tage haben die Arbeiten an dem Holzkoloss benötigt, berichtet er im Gespräch mit unserer Redaktion. Er musste neue Teile in das Gesicht einfügen, da andere herausgebrochen waren. Augenbrauen und Bart habe ich in diesem Zuge auch erneuert, da sie schon etwas brüchig waren″, sagt er weiter. Zudem galt es, das Gesicht zu lackieren und neu zu bemalen. Das musste alles auf die Schnelle gehen, aber es hat sehr gut geklappt″, so der Tischler. Für den Transport des tonnenschweren Nussknackers hat er eine Stahlplatte bestellt. Ich hoffe, dass sie am Mittwoch geliefert wird″, sagt er. Wenn dies geschehen ist, kann die Figur wieder an ihren angestammten Platz auf dem Osnabrücker Weihnachtsmarkt zurückkehren und die Besucher erfreuen.

Bildtexte:
Der Kopf vom großen Nussknacker wird bei der Tischlerei Revermann in Bramsche auf die Schnelle restauriert. Angelika Albers pinzelt rosafarbenen Lack auf das Gesicht.
Besonderer Hingucker: der sechs Meter hohe Nussknacker.
Fotos:
Michael Gründel, Archiv/ Jörn Martens
Autor:
Christian Lang


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