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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Will denn niemand diesen Ausweis?
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Täglicher Kampf um Parklücken: Stadt befragte Anwohner zu Bewohnerparken
Artikel:
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Originaltext:
Osnabrück Die alltägliche Suche nach dem Parkplatz gehört für viele Bewohner in Osnabrück mittlerweile zur Routine. Aufgrund des hohen Parkdrucks befragte die Stadt jetzt Anwohner in der vorderen Wüste, wie sie zur möglichen Einführung eines Bewohnerparkens stehen. Aus Sicht der Verwaltung lassen die Ergebnisse nur einen Schluss zu.

Um was geht es? Die vordere Wüste gehört zu den Orten in der Stadt, in denen zu verschiedenen Tageszeiten ein Kampf um die Parkplätze tobt. Das Problem: Es gibt viele Mehrfamilienhäuser mit entsprechend vielen Bewohnern, aber nur sehr begrenzten Parkraum. Private Parkplätze oder Garagenhöfe sind nur vereinzelt zu finden. Gleichzeitig nutzen Pendler und Besucher beispielsweise von Arztpraxen die Straßenzüge rund um die Parkstraße als kostenlosen Parkraum. Per Postwurfsendung befragte die Stadt in den vergangenen Monaten Bewohner in der vorderen Wüste nach ihrer Meinung zum Bewohnerparken.

Welcher Bereich ist betroffen? Konkret geht es um den Bereich, den die Stadt in ihren Planungen als Bewohnerparkgebiet 19″ bezeichnet. Grob gesagt wird der Bereich im Norden von der Martinistraße begrenzt, im Osten von der Parkstraße beziehungsweise der Herderstraße. Die Grenze verläuft südlich vom Hoffmeyerplatz, an der Rehmstraße entlang bis zur Einmündung der Kiwittstraße. Die Linie zieht sich weiter über die Kiwittstraße, den Schnatgang, die Wüstenstraße, die Jahnstraße entlang, am Sportzentrum der Uni vorbei und endet schließlich an der Einmündung der Schreberstraße in den Heinrich-Lübke-Platz.

Wie haben die Wüstenbewohner abgestimmt? Sechs Wochen hatten die Menschen Zeit, den Fragebogen ausgefüllt an die Stadt zurückzusenden. Rund 2100 Postkarten flatterten in die Briefkästen der Leute lediglich 617 wurden zurückgeschickt, was einer Rücklaufquote von 29, 4 Prozent entspricht. Dabei stimmten 50, 83 Prozent der Befragten für die Einführung eines Bewohnerparkens. In einer Beschlussvorlage der Verwaltung, die in der kommenden Woche im Stadtentwicklungsausschuss behandelt wird, heißt es: Die geringe Rücklaufquote und die nur geringfügige Mehrheit zur Einführung des Bewohnerparkens stellen ein Indiz dafür dar, dass der Parkdruck nicht zu hoch ist und keine Notwendigkeit zur Einführung einer Bewohnerparkregelung gesehen wird.″ Daher gebe die Verwaltung die Empfehlung ab, das Bewohnerparken in der vorderen Wüste nicht einzuführen. Das letzte Wort hat nun die Politik.

Wie geht es allgemein mit Bewohnerparkgebieten weiter? Ein Augenmerk hatte die Stadt auch auf das Gebiet südlich der Rehmstraße gelegt. Doch bei einer Untersuchung kam sie zu dem Schluss, dass bestimmte rechtliche Rahmenbedingungen nicht erfüllt werden. So gebe es hier keinen ganztägigen hohen Parkdruck, zudem sei kein erheblicher Mangel an privaten Stellplätzen vorzufinden.

Weil auch weiter östlich zwischen Parkstraße und Schlosswall kein Bewohnerparken eingeführt wird, würde es laut Verwaltung zu einer Insellage kommen, die nicht vermittelbar ist″.

Bewohnerparkgebiete gibt es in Osnabrück in der gesamten Innenstadt, in Teilen des Westerbergs sowie rund um den Rosenplatz und den Arndtplatz in der vorderen Wüste.

Das Thema, das im städtischen Masterplan Mobilität verankert ist, ist nach Angaben der Stadt zunächst abgeschlossen. Lediglich im Bereich Hansastraße/ Wachsbleiche/ Am Bürgerpark/ Wittkopstraße soll es nach Abschluss der Bauarbeiten in der Bramscher Straße weitere Untersuchungen geben.

Bildtext:
Knöllchen-Schreck: In einigen Teilen Osnabrücks gibt es Bewohnerparkgebiete und nur wer einen entsprechenden Ausweis hat, darf sein Auto entspannt dort längerfristig abstellen.
Foto:
Jörn Martens
Autor:
Sebastian Philipp


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