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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Überschrift:
Warum am Schinkelberg die Bäume fallen
Zwischenüberschrift:
Westnetz schlägt „Schutzstreifen″ frei : „Fällen nur so viel wie nötig″
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Osnabrück An der Nordstraße am Schinkelberg in Osnabrück werden im Bereich des Funkturms derzeit in größerem Umfang Bäume gefällt. Diesmal ist nicht die Trockenheit der Grund.

Das Unternehmen Westnetz will eine neue 110-Kilovolt-Freileitung zur Stromversorgung in Osnabrück und Belm bauen, und zwar als Verbindung zwischen dem großen Umspannwerk in Lüstringen und der Anlage in Belm-Powe nördlich der neuen B 51. Bis Mitte 2020 sollen auf der Trasse 15 Hochspannungsmasten errichtet werden, die Strecke ist 4, 3 Kilometer lang und verläuft entlang der Autobahn beziehungsweise Umgehungsstraße.

Auf der Trasse wird ein sogenannter Schutzstreifen angelegt, in den keine Bäume ragen dürfen, um die künftige Hochspannungsleitung nicht zu beschädigen. Und genau diese Bäume werden auf dem kompletten Streifen nun gefällt. Genehmigt wurde dies bereits im Mai 2016. Seit Oktober 2016 ist der Planfeststellungsbeschluss nicht mehr anfechtbar.

Wir fällen nur so viel wie nötig″, sagte Karin Vogel aus der Kommunikationsabteilung der Westnetz GmbH unserer Redaktion auf Anfrage. Es wird mit Bedacht gearbeitet.″

An der Nordstraße ist der Eingriff deutlich sichtbar, im weiteren Trassenverlauf seien die Arbeiten wesentlich kleiner″.

Es handelt sich bei den Arbeiten an der Nordstraße um den ersten Bauabschnitt der neuen 110-kV-Leitung, die für die Versorgung der Osnabrücker und Belmer Haushalte mit Strom zuständig ist. Mit dem geplanten Bau der 380-kV-Leitung von Wehrendorf über Lüstringen nach Gütersloh hat das nichts zu tun.

Ein zweiter Abschnitt der neuen 110-kV-Leitung wird von der Baumstraße in Gretesch ebenfalls zur Anlage in Powe führen. Am Ende kann die zurzeit direkte Verbindung von Gretesch nach Lüstringen verschwinden, die mitten durch Wohngebiete in Schinkel und Schinkel-Ost führt. Die neue Dreiecksverbindung wird mit 10, 8 Kilometer Länge dann mehr als doppelt so lang sein wie die aktuelle direkte Verbindung.

Im Dezember werden auf dem Schinkelberg weitere Bäume gefällt das hat dann aber nichts mehr mit der 110-kV-Leitung zu tun, sondern mit der Trockenheit der vergangenen beiden Jahre. Wie der Fachbereich Umwelt der Stadt Osnabrück unserer Redaktion Ende Oktober auf Anfrage mitteilte, sind auf dem Schinkelberg rund 40 Bäume, überwiegend Buchen, betroffen. Forstleute haben die teils abgestorbenen Exemplare bereits mit roten Punkten markiert. Sie müssen gefällt werden, weil die Gefahr besteht, dass Äste abbrechen und Spaziergänger davon erschlagen werden. Dasselbe Problem besteht auf dem Schölerberg. Dort sind 60 Bäume betroffen und werden laut Fachbereichsleiter Detlef Gerdts Ende November gefällt. Sie haben auf dem kargen Boden auf den Berghügeln die Trockenheit nicht überlebt.

Bildtext:
Kahlschlag: Am Schinkelberg neben der Nordstraße werden Bäume für eine 110-kV-Stromleitung gefällt.
Foto:
Jörn Martens
Autor:
Sandra Dorn


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