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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Überschrift:
Das Glück ist zurück in Osnabrück
 
Ich komm zum Glück...
Zwischenüberschrift:
Plakate, Kleidung und mehr: Warum Osnabrück seine „Glücks-Kampagne″ neu aufleben lässt
Artikel:
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Originaltext:
Osnabrück Vor rund 16 Jahren sorgte Osnabrück mit seinem Slogan Ich komm zum Glück aus Osnabrück″ bundesweit für Aufsehen. Nach Informationen unserer Redaktion will die Stadt die einst erfolgreiche Kampagne jetzt neu auflegen. Erste Beweisstücke in Form von Postkarten spürte unsere Redaktion am Dienstag in der Osnabrücker Innenstadt auf. In den kommenden Wochen sollen dann auch Werbemittel eintreffen, die für viele Einheimische deutlich attraktiver sein dürften. Die Osnabrücker Glück-Kampagne stammt ursprünglich aus dem Jahr 2003. Seinerzeit hatte eine Umfrage des Magazins Stern″ ergeben, dass die zufriedensten Deutschen in Osnabrück zu Hause sind. Nun will die Stadt den Erfolg von vor 16 Jahren mit einer breit angelegten Kampagne wiederholen.

Osnabrück Wer in den vergangenen Tagen mit offenen Augen das soziale Netzwerk Instagram durchforstete und auch am Bielefelder Hauptbahnhof aufmerksam die Plakatwerbung zur Kenntnis nahm, der konnte es erahnen: Der Ich komm zum Glück aus Osnabrück″-Slogan soll in den kommenden Tagen ein bislang unerwartetes Comeback feiern. Es stimmt, wir wollen die Kampagne wiederaufleben lassen″, bestätigte Stadtsprecher Sven Jürgensen unserer Redaktion am Dienstag.

Auch wenn Jürgensen noch nicht zu sehr ins Detail gehen will: Die Stadt plant eine breite Kampagne mit allem Drum und Dran. Ähnlich wie im Jahr 2003 soll es nicht nur Plakatwerbung geben, sondern auch Kleidungsstücke, die so hofft es der Stadtsprecher von vielen Osnabrückern gern getragen werden.

In den kommenden Tagen werden dann an allen größeren Hauptbahnhöfen auf der Strecke zwischen Berlin und Osnabrück Plakate angebracht, die auf die Friedensstadt hinweisen.

Schon bald können sich die Osnabrücker dann auch entsprechend einkleiden. Neben T-Shirts und Sweatern hat die Stadt laut Jürgensen auch Turn- und Jutebeutel bestellt, die käuflich erworben werden können. Der Verkaufsstart soll passend zur Eröffnung des Weihnachtsmarktes sein, eventuell etwas früher.

Die Kampagne sei in den vergangenen Monaten immer wieder Thema in der Verwaltung gewesen, sagt Jürgensen. Hintergrund: Ein Pullover aus der damaligen Kampagne tauchte vor rund drei Jahren plötzlich bei einer Pariser Modenschau auf.

Später ließ sich ein US-amerikanischer Künstler mit einem entsprechenden T-Shirt ablichten. Und eine Urlauberin schoss auf ihrer Reise durch Südkorea ein Foto eines jungen Mädchens mit einem Glücks-Shirt aus Osnabrück.

Zuletzt zeigte auch Oberbürgermeister Wolfgang Griesert Interesse an einem Comeback der Kampagne, wie Jürgensen im Gespräch mit unserer Redaktion erläutert. In Zusammenarbeit mit der OMT haben wir dann entschieden, den Slogan wiederzubeleben″, sagt der Sprecher. Die Agentur Hagenhoff, die die Gestaltung der Kampagne einst übernahm, habe der Stadt freundlicherweise die Grundlagen der Gestaltung überlassen, teilt Jürgensen mit.

Die Osnabrücker Glücks-Kampagne″ hat ihren Ursprung im Jahr 2003. Seinerzeit hatte das Hamburger Magazin Stern″ gemeinsam mit T-Online, dem ZDF und der Unternehmensberatung McKinsey in seiner repräsentativen Umfrage Perspektive Deutschland″ festgestellt, dass in Osnabrück die zufriedensten Deutschen leben. Nicht weniger als 87 Prozent der Osnabrücker meinten, dass es sich in ihrer Stadt und der Region gut oder sehr gut leben lässt.

Schnell nahm das Thema Fahrt auf: Zahlreiche Werbemittel wurden auf den Markt geworfen, die sich durchaus großer Beliebtheit erfreuten. Später schalteten einige Osnabrücker Unternehmen großflächige Anzeigen im Stern, um auf die Wirtschaftsregion aufmerksam zu machen.

In den kommenden Tagen will die Stadtverwaltung gemeinsam mit der Osnabrück Marketing und Tourismus (OMT) die neue Kampagne vorstellen.

Bildtext:
Wiederbelebt: Postkarten der Glücks-Kampagne gibt es schon bald weitere Werbemittel sollen folgen.
Foto:
Michael Gründel

Kommentar
Warum sollen wir denn glücklich sein?

Neumarkt-Chaos, Streit zwischen Autofahrern und Radfahrern, Zoff im Rat, zu wenig Parkplätze, schlechter Einzelhandel und sowieso: In Osnabrück gibt es immer etwas zu meckern. Wäre ja auch langweilig, wenn es nicht so wäre. Was erlaubt sich die Stadt denn dann eigentlich, eine Kampagne wiederaufleben zu lassen, die doch das genaue Gegenteil vom gefühlten Jetzt propagiert?

Ganz einfach: Natürlich können die Osnabrücker glücklich sein, in ihrer Stadt zu leben. In einer Stadt, in der Gott sei Dank nicht alles perfekt ist. In einer Stadt, in der man streiten kann und doch abends beim Bier zusammenkommt. Wir Osnabrücker haben vieles, um das uns andere Städte beneiden: einen starken Mittelstand, Menschen, die sich ehrenamtlich für andere einsetzen und natürlich den VfL. Wir haben Justus Möser, Robin Schulz und Daniel Thioune. Sie, liebe Leser, können diese Liste gerne fortführen. Und glücklich sein, aus Osnabrück zu kommen. s.philipp@ noz.de
Autor:
Sebastian Philipp


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