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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Überschrift:
Gigantische Fundgrube für Familienforscher
Zwischenüberschrift:
Bistum stellt Kirchenbücher aus 145 Gemeinden online
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Osnabrück Wer seine Familiengeschichte erforschen will, kann jetzt auf einen große Fundus zugreifen: Das Bistum Osnabrück hat die Kirchenbücher von 145 Pfarrgemeinden digital aufbereitet und ins Internet gestellt. Damit können Ahnenforscher und Historiker Tauf-, Trau- und Sterbedaten online einsehen.

Wer den Spuren seiner Vorfahren folgen will, sollte in der Lage sein, die Sütterlinschrift zu entziffern. Und Forschungseifer ist gefragt, denn: Suchmaschinen, die die dicken Bücher nach bestimmten Namen abscannen, gibt es nicht. Die Nutzung ist kostenlos. Es erübrige sich jetzt ein Besuch im Lesesaal des Bistumsarchivs in Osnabrück oder der Forschungsstelle in Meppen, teilte das Bistum mit. Dort konnten die Kirchenbücher bisher exklusiv eingesehen werden.

Das Angebot sei eine Fundgrube für Familienforscher″, sagt Georg Wilhelm, der das Bistumsarchiv betreut. Das Bistum komme damit zahlreichen Anfragen vor allem aus den USA und den Niederlanden entgegen, wo heute noch viele Nachfahren von Auswanderern aus dem Bistum Osnabrück leben. Im vergangenen Jahr erreichten allein 50 Anfragen aus den USA das Bistumsarchiv.

Bis 1875 sind nach seinen Angaben die Aufzeichnungen in den Kirchenbüchern oft der einzige Nachweis, dass eine Person überhaupt existiert hat: Kirchenbücher liefern demografische Daten, geben Auskunft über gesellschaftliche Zusammenhänge, über Zuwanderung, aber auch Wegzug oder Auswanderung, Todesursachen, Todesalter, welchen Beruf jemand ausgeübt hat und wie seine gesellschaftliche Stellung war″, so Wilhelm. Aber die Kirchenbücher bilden nicht die gesamte Gesellschaft ab. Denn erfasst wurden nur Menschen, die der katholischen Kirche angehörten.

Aufgrund von kirchenrechtlichen Schutzfristen sind die ins Internet eingestellten Daten mindestens 100 Jahre alt. Die ältesten Kirchenbücher stammen aus der emsländischen Gemeinde St. Nikolaus in Groß Hesepe und gehen zurück bis ins Jahr 1612. Insgesamt hat das Bistum 220 000 Seiten erfassen lassen. 1200 Seitenaufrufe werden täglich registriert.

Die Kirchenbücher sind einsehbar über www.bistum-osnabrueck.de/ familienforschung/

Bildtext:
Die Einträge in Kirchenbüchern aus 145 Pfarreien im Bistum Osnabrück können jetzt im Internet eingesehen werden. Georg Wilhelm, Joachim Herrmann und Maria Rehnen (von links) von Osnabrücker Bistumsarchiv haben sich um die digitale Aufbereitung der Seiten gekümmert.
Foto:
Hermann Haarmann
Autor:
Wilfried Hinrichs


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