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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Überschrift:
Im Schlossgarten soll es sprudeln
Zwischenüberschrift:
Wie in Rom und Bad Iburg: Osnabrücker Rat will ein Fontänenfeld
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Osnabrück Ein Hauch von Versailles ging durch den Rat, als der über die künftige Gestaltung des Osnabrücker Schlossgartens diskutierte. Wasserspiele, das zeigte sich deutlich, sind für die große Mehrheit der Politiker unverzichtbar. Und weil es für den zunächst geplanten Brunnen keinen Zuschuss gibt, soll es nun ein multifunktionales, begehbares Fontänenfeld sein.

Ein kreisrundes Wasserbecken mit zwölf Meter Durchmesser war das Kernelement des Entwurfs, mit dem das Berliner Büro Pola Landschaftsarchitekten vor zwei Jahren den freiraumplanerischen Wettbewerb für den Schlossgarten gewann. Nach den Richtlinien für das Förderprogramm Zukunft Stadtgrün″ gilt dieser Springbrunnen jedoch als Kunst am Bau″, und dafür sprudeln die Zuschüsse nur sehr spärlich.

Schlechte Erfahrungen

Für im Boden eingelassene Fontänen sind allerdings deutlich höhere Zulagen zu erwarten, weil sie nach dem Reglement als straßenbegleitende Wasseranlagen″ gelten. Um sich den Zuschuss nicht entgehen zu lassen, sattelt die Stadt jetzt um. Ein Versuch der zweiköpfigen Fraktion vom Bund Osnabrücker Bürger (BOB), das Wasserspiel aus dem Entwurf zu kippen, scheiterte an der Übermacht der Sprudelfreunde.

Die Stadt habe doch schon viele schlechte Erfahrungen mit solchen Anlagen gemacht, meinte der BOB-Fraktionsvorsitzende Ralph Lübbe, etwa am Ledenhof und vor dem Hotel Hohenzollern. Da sei es doch besser, von Anfang an darauf zu verzichten. Einzelkämpfer Nils Ellmers schloss sich mit einem kämpferischen Statement an: Wir als Piraten lehnen die Neugestaltung des Schlossparks grundsätzlich ab!

Dafür gab es Kontra von allen anderen Fraktionen. Rom hat 1000 Brunnen″, erklärte die CDU-Politikerin Anette Meyer zu Strohen, davon könnten wir noch ein paar mehr gebrauchen! Nach ihrer Ansicht gehört sprudelndes Wasser in den Schlossgarten. Bad Iburg mache das vor.

Und die Nachhaltigkeit?

Sebastian Bracke von den Grünen betonte, auch Kühlungsgründe″ sprächen für das Wasserspiel. Deshalb sei das Fontänenfeld auch aus stadtklimatischer Sicht sinnvoll. SPD-Ratsfrau Annette Harding zeigte sich überzeugt, dass mit dem Fontänenfeld ein Anziehungspunkt für viele Menschen geschaffen werde. Wasser ist ein belebendes Element″, befand auch FDP-Mann Oliver Hasskamp und gab die Formel aus: Wir sollten uns nicht kleiner machen, als wir sind!

Bei der Abstimmung votierten die CDU, die SPD, die Grünen, die FDP, die Linke und die UWG für das multifunktionale, begehbare Fontänenfeld. Die Fraktion von BOB enthielt sich.

Bildtext:
Wasserspiele sollen her: Die Stadt will den Schlossgarten teilweise umgestalten.
Foto:
Archiv/ Jörn Martens
Autor:
Rainer Lahmann-Lammert


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