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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Überschrift:
Tauchgang in der „Zauberwürfel″-Grube
Zwischenüberschrift:
Was ein Taucher am Osnabrücker Neumarkt macht – und was er Erstaunliches findet
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Osnabrück Die Baugrube am Osnabrücker Neumarkt, wo der Zauberwürfel″ entsteht, ist derzeit mit Wasser gefüllt. Am Mittwochnachmittag erkundete ein Taucher die Grube und fand etwas, das dort eigentlich gar nicht sein sollte.

Im Blindflug″ ging Taucher Michael am Nachmittag in das etwa sechs Grad kalte Wasser. Zehn Meter ist das Wasser in der Baugrube tief zu sehen war für den Taucher da unten nichts mehr, berichtete er. Seine Kollegen im Trockenen wiesen ihm den Weg.

Tiefer als Tunnel

Unter Wasser musste er sich auf seinen Tastsinn verlassen. Und was er ertastete und per Mikrofon nach oben meldete, überraschte. Denn eigentlich sollte der Taucher der Hanauer Firma Kerlen Taucher GmbH nur schauen, wie weit der Aushub fortgeschritten ist. Allerdings fand er ein altes Fundament. Und das liegt tief noch unterhalb des einstigen Neumarkttunnels.

Wobei handelt es sich dabei? Das weiß man nicht, sagt Hildegard Sauer vom Bauunternehmen Wittfeld. Das Fundament war uns nicht bekannt.″ – „ Das kann vieles sein″, ergänzt Ingenieur Kai Buhl, etwa ein Bunker oder ein Schacht. Eine erste Anfrage bei der Stadt sei ergebnislos geblieben, berichtet er. Nur so viel steht schon fest: Es ist sehr massiv″, sagt Sauer. Nun müssten die Taucher die Ausmaße herausfinden.

Wirft das die Arbeiten an der Baustelle nun zurück? Nein, das ist ein Problem, mit dem man umgehen kann ein normales Baustellenproblem″, sagt Buhl. Zeitlich ist das keine Katastrophe.″ Die Mitarbeiter von Kerlen Taucher müssen das Fundament nun herausschneiden oder herausstemmen, sagt Inhaber Karl Kerlen womit nun auch das Rätsel des Firmennamens gelöst wäre.

Die Baugrube ist übrigens nicht etwa durch den Regen vollgelaufen, wie einige Osnabrücker vermutet hatten, sondern wurde absichtlich geflutet, damit ein Bagger auf drei Pontons schwimmen und die Baugrube von dort aus weiter ausbaggern kann. Der Aushub kann nur von einer Seite erfolgen, nämlich von dort, wo sich das VGH-Gebäude befindet. Könnte der Bagger von allen Seiten arbeiten, wäre das Fluten nicht nötig gewesen. 30 Tonnen wiegt der Bagger mit seinem 18-Meter-Arm.

Besser als Klärgrube

Wer sich nun um die Gesundheit von Taucher Michael sorgt: Kalt wurde ihm nicht. Sein Anzug ist wasserdicht, entsprechende Unterwäsche schützt vor der Kälte. Gefroren habe er nicht, versicherte er auf Nachfrage. Und: Es gibt immer schlimmere Jobs. Am Dienstag habe der Bautaucher in einem Klärbecken getaucht.

Im Januar hatten die Bauarbeiten für den sogenannten Zauberwürfel begonnen. Es wird ein Drei-Sterne-Hotel mit 80 Zimmern.

Bildtext:
Nach rund einer Stunde unter Wasser: Taucher Michael an der gefluteten Baugrube des Zauberwürfels″.
Unterhalb des ehemaligen Neumarkttunnels hier im Bild im Bau wurde der Taucher fündig.
So soll der Zauberwürfel″ aussehen. Bis Ende 2020 soll das Hotel fertiggestellt sein.
Foto:
Jörg Sanders, Archiv/ Walter Fricke, Centro Hotel Group
Autor:
Jörg Sanders


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