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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Überschrift:
Otte wirft Steuerzahlerbund schlechte Arbeit vor
Zwischenüberschrift:
Stadtbaurat nach Kritik am Superradweg im Schwarzbuch: Fakten wären leicht recherchierbar
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Osnabrück Frank Otte, grüner Stadtbaurat von Osnabrück, empfiehlt dem Steuerzahlerbund, gründlicher zu recherchieren, bevor Fälle von Steuerverschwendung im Schwarzbuch angeprangert werden. Im Fall des Osnabrücker Superradwegs („ Protected Bike Lane″) haben die Steuerwächter nach Ottes Ansicht wichtige Fakten ignoriert.

Ich kann verstehen, dass das für einen Verein alles nicht leistbar ist″, sagte Otte am Mittwoch unserer Redaktion. Die Fakten wären aber relativ einfach greifbar gewesen, da die Stadt über die Gründe sehr genau aufgeklärt und Medien ausführlich darüber berichtet hätten.

Der Steuerzahlerbund hält der Stadt im jüngsten Schwarzbuch vor, einen überteuerten Radweg am Heger-Tor-Wall gebaut zu haben. Die 168 Meter lange Velospur kostete statt der kalkulierten 275 000 Euro am Ende 430 000 Euro.

Das sind die Fakten, die Otte meint: Anlass für die gesamte Baumaßnahme am Wall war der desolate Zustand der Straße. Mit der Fahrbahnsanierung sollte in einem Rutsch auch der Radweg erneuert werden. Der Rat der Stadt hatte die Wahl zwischen einem zwei Meter breiten Standardradweg (in Fachkreisen ERA+ genannt) und der Protected Bike Lane nach Kopenhagener Vorbild. Der ERA+- Radweg hätte nach der ursprünglichen Planung 180 000 Euro gekostet. Der Rat entschied sich wegen des Modellcharakters für die Protected Bike Lane.

Die hohe Auslastung des Baugewerbes treibt seit Jahren die Preise in die Höhe. Das bekam die Stadt auch bei der Sanierung der Straße zu spüren, deren Kosten im selben Maßstab wie die des Radweges gestiegen sind. Außerdem musste für diesen Radwegabschnitt zum Teil ein neuer Unterbau hergestellt werden, was den Vergleich mit anderen Radwegen schwierig macht, wie Otte sagt.

Der Steuerzahlerbund wirft der Stadt einen teuren Alleingang″ vor, sie hätte sich am gültigen Stand der Technik orientieren sollen das wäre der Standardradweg ERA+ gewesen.

Außerdem sollte über Projekte erst dann abgestimmt werden, wenn die Pläne ausgereift seien und eine verlässliche Kostenkalkulation vorliege, sagt der Steuerzahlerbund. Diese Kritik teilt auch die Politik. Im Stadtrat hatten Ratsmitglieder moniert, dass sie über die Kostensteigerungen im laufenden Prozess nicht informiert worden waren.

Bildtext:
Einfach nur ein überteuerter Radweg? Da macht es sich der Bund der Steuerzahler mit seiner Kritik zu leicht, sagt Stadtbaurat Frank Otte.
Foto:
Jörn Martens
Autor:
Wilfried Hinrichs


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