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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Überschrift:
Entweder unsicher oder verboten
Zwischenüberschrift:
Fahrspur zu eng, Busspur tabu: Radfahrer haben es am Neumarkt nicht leicht
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Osnabrück Seit Wochen haben Radfahrer am Neumarkt und Neuen Graben in Richtung Berliner Platz keinen Platz mehr zumindest keinen halbwegs sicheren. Auch nach Abschluss der erneuten Fahrbahnmarkierungen hat sich daran nichts geändert. Der Platz bleibt eine Gefahr für Radler.

Erst kürzlich waren mal wieder Fahrbahnmarkierungen durchgeführt worden. Denn die Umgestaltung des Neumarkts zwischen Hasehaus und Ledenhof verzögert sich. Der Platz sollte Betondecken erhalten, ähnlich wie am Rosenplatz. Doch weil sich dort schon nach wenigen Jahren Risse in den Platten gebildet haben, liegt die Gestaltung des Neumarktes auf Eis. Also mussten erneut die Fahrbahnmarkierungen geändert und Bussteige verlegt werden.

Die Arbeiten sind nun abschlossen, und Radfahrer suchen vergeblich nach ihrem Weg. Ursprünglich sollte die Busspur am Neumarkt zu einer Umweltspur werden, die sich Radfahrer und Busse teilen sollten. Doch die Spur ist weiterhin den Bussen vorbehalten, folglich müssen sich Radfahrer die linke Fahrbahn mit Autos und Lkw teilen. Nicht wenige Autofahrer überholen Radfahrer sehr dicht auf der Fahrbahn. Ab der Stadthalle bis zum Landgericht fehlt ein Radweg. Hat die Stadt die Gefahr nicht auf dem Schirm?

Doch, versichert Verwaltungssprecher Gerhard Meyering auf Nachfrage. Das Problem ist die Rechtslage: Damit Busse an Radfahrern vorbeifahren können, muss eine gemeinsame Umweltspur mindestens viereinhalb Meter breit sein. Und die haben wir da derzeit nicht″, sagt Meyering. Ab der Osnabrück-Halle ist die Busspur lediglich drei Meter breit, erst am grünen Kachelhaus am Neumarkt werden die viereinhalb Meter erreicht. Es bleibt also bei einer reinen Busspur, die Radfahrer nicht mitnutzen dürfen.

Die Stadtverwaltung erarbeite derzeit ein Konzept, wie das Problem gelöst werden könnte, so Meyering weiter. Wie auch immer dieses letztlich aussieht in der Woche ab dem 4. November soll es in die Praxis umgesetzt werden. Klar sei allerdings jetzt schon: Die Lösung sei ein Kompromiss für alle Verkehrsteilnehmer am Neumarkt, stellt der Sprecher in Aussicht.

Übrigens: Die erste Umweltspur führte die Stadt 1992 an der Natruper Straße ein. Bis heute teilen sich dort Busse und Radfahrer die rechten Spuren.

Bildtext:
Kein Platz für Radfahrer: Viele weichen daher auf die Busspur aus das ist allerdings verboten.
Foto:
Michael Gründel
Autor:
Jörg Sanders


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