User Online: 1 | Timeout: 22:59Uhr ⟳ | Ihre Anmerkungen | NUSO | Info | Auswahl | Ende | AAA  Mobil →
Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Datensätze des Ergebnis
Suche: Auswahl zeigen
Treffer:1
Sortierungen:
Anfang der Liste Ende der Liste
1. 
(Korrektur)Anmerkung zu einem Zeitungsartikel per email Dieses Objekt in Ihre Merkliste aufnehmen (Cookies erlauben!)
Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Überschrift:
Indoorfarm mit Dachplantage
Zwischenüberschrift:
Hochschule Osnabrück baut Agrar-Forschungszentrum am Campus Haste
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Osnabrück Millioneninvestition am Campus Haste: Die Hochschule Osnabrück plant den Neubau eines Forschungszentrums, in dem Agrarsysteme der Zukunft″ entwickelt werden. Hauptbestandteile sind eine doppelstöckige Indoorfarm sowie ein Gewächshaus auf dem Dach.

Wie die Hochschule auf Anfrage unserer Redaktion erklärt, sollen Wissenschaftler in dem Forschungszentrum herausfinden, wie Menschen in Städten auch künftig mit regional erzeugten Lebensmitteln versorgt werden können Klimawandel, Urbanisierung und Umweltverschmutzung zum Trotz.

Entwürfe zeigen ein dreistöckiges, annähernd würfelförmiges und nahezu fensterloses Gebäude mit Fassaden aus Holz und Beton sowie einem gläsernen Dachgeschoss. In seinem Inneren befindet sich eine sogenannte Indoor-Vertical-Farm: zweigeschossige Flächen zum versuchsweisen Pflanzenbau, die sich aus mehreren separat klimatisierbaren Anzuchtkammern, Kulturräumen sowie einem Labor zusammensetzen. Auf dem Gebäude thront überdies ein 160 Quadratmeter großes Gewächshaus. Insgesamt verfügt das Forschungszentrum Agrarsysteme der Zukunft″ über gut 340 Quadratmeter Nutzfläche.

Die Gesamtkosten für den Neubau betragen den Angaben zufolge rund vier Millionen Euro. Etwa 700 000 Euro bringt die Hochschule selbst auf. 1, 9 Millionen Euro stammen aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (Efre).

Weitere 1, 4 Millionen Euro steuert das Land Niedersachsen bei. Ein entsprechender Beschluss sei vor wenigen Tagen im Haushaltsausschuss des Landtages gefasst worden, berichtet der Osnabrücker Abgeordnete Frank Henning (SPD). „ Mit der Investition ebnen wir den Weg für einen wichtigen Forschungsbereich und stärken Osnabrück als innovativen Wissenschaftsstandort.″

Entstehen soll das Forschungszentrum am westlichen Rand des Campus Haste, wo die Fakultät Agrarwissenschaften und Landschaftsarchitektur mit ihren gut 2800 Studenten sitzt. Ein Lageplan aus der Beschlussvorlage verortet es an einer Weggabelung nahe der Oldenburger Landstraße.

Andreas Ulbrich, Professor für Gemüseproduktion und - verarbeitung an der Hochschule Osnabrück, beschreibt die Vorteile der vertikalen Indoorfarm: Neben der effizienten Flächennutzung in der Höhe bietet sie eine verlässliche, wetterunabhängige Produktqualität, da ganzjährig die gleichen Temperaturen, die gleiche Lichtintensität und Luftfeuchtigkeit sowie die gleiche Nährstoff- und Wasserversorgung gewährleistet werden können.″ Darüber hinaus seien Gebäude und Dachplantage über ein intelligentes Kreislauf-Management-System miteinander verbunden. Dies ermögliche eine effiziente Nutzung aller Ressourcen. Konkret heißt das zum Beispiel, die überschüssige Wärme von LEDs in den Indoorkammern zur Beheizung des Gewächshauses zu verwenden und dort neue Kulturarten speziell für die Region anzubauen.″Praxisnah und nachhaltig

Um möglichst praxisnah forschen zu können, setzt die Hochschule auf eine enge Zusammenarbeit mit heimischen Partnern aus der Agrar- und Gartenbaubranche. Hochschulpräsident Andreas Bertram: Wir wollen unseren Beitrag leisten, um zukunftsfähige und nachhaltige Lösungen zu finden.″ Mit dem geplanten Forschungszentrum reagiere die Hochschule auf bestehende und kommende globale Herausforderungen der Agrarproduktion.

Da die Efre-Fördermittel für das Projekt noch nicht bewilligt sind, bleibt zunächst offen, wann mit dem Bau begonnen werden kann. Die Hochschule hofft auf Herbst 2020. Bei einer veranschlagten Bauzeit von 17 Monaten wäre dann mit einer Fertigstellung im Frühjahr oder Sommer 2022 zu rechnen.

Bildtexte:
Unten Holz, oben Glas und am Rand Beton: So stellt sich die Hochschule Osnabrück das neue Forschungszentrum am Campus Haste vor, in dem Agrarsysteme der Zukunft entwickelt werden sollen.
Der Campus Haste aus der Vogelperspektive: Das rote Viereck am unteren Bildrand markiert in etwa die Stelle, wo die Hochschule Osnabrück das Forschungszentrum für Agrarsysteme der Zukunft errichten will.
Fotos:
Hüdepohl Ferner Architektur- und Ingenieur GmbH
Google Maps/ Geobasis-DE/ BKG
Autor:
Sebastian Stricker


Anfang der Liste Ende der Liste