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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Überschrift:
Naturpark erneut international ausgezeichnet
Zwischenüberschrift:
Terra-Vita im Osnabrücker Land bleibt Unesco-Geopark / Auf einer Stufe mit den Azoren
Artikel:
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Originaltext:
Osnabrück Bei den Verantwortlichen herrscht große Freude: Der Naturpark Terra-Vita, der weite Teile des Landkreises Osnabrück umfasst, wird auch in Zukunft das Gütesiegel eines Unesco-Geoparks tragen dürfen. Es bleibt aber einiges zu tun.

Im Juli waren internationale Experten zu Besuch in der Region, um sich ein Bild von der Entwicklung des Parks zu machen. Bereits damals bestand berechtigter Anlass zur Hoffnung, denn Yuanyuan Zheng (China) und Alberto Gil Toja (Spanien) äußerten sich geradezu begeistert über Terra-Vita. Nun ist es offiziell: Das Prädikat wird um vier Jahre verlängert, wie die Deutsche Unesco-Kommission in Bonn jetzt mitteilte. Diese Entscheidung hat der Internationale Rat für Unesco-Geoparks auf seiner Sitzung in Indonesien im September getroffen.

Wir freuen uns sehr″, sagt dazu Sabine Böhme, stellvertretende Geschäftsführerin des Parks. Die Vergabe der sogenannten Grünen Karte″ bedeutet auch eine Anerkennung ihrer Arbeit und der ihrer Kollegen: Ohne Fleiß kein Preis″, wie Böhme es ausdrückt. Als Terra-Vita 2015 erstmals als Unesco-Geopark ausgezeichnet wurde, hatte die UN-Organisation einige Aufgaben hinterlassen: Mehrsprachige Informationstafeln etwa oder einen Ausbau der Kooperation mit Kommunen und Bildungseinrichtungen in der Region. Dem ist man rechtzeitig nachgekommen. Wir haben diese Maßnahmen behutsam umgesetzt″, so Böhme.

Für die nächste Periode haben die Parkmanager noch keine offiziellen Empfehlungen bekommen, konnten aber schon im Gespräch mit Zheng und Toja heraushören, was wohl auf sie zukommen wird. So bereitet man sich darauf vor, die landschaftliche Vielfalt (Mittelgebirge im Süden, Eiszeitmoränen im Norden) stärker in den Mittelpunkt zu rücken. Auch das Thema Regionalität, also regionale Produkte und handwerkliche Traditionen, dürfte in Zukunft größeres Gewicht erhalten. Des Weiteren müssen die Folgen des Klimawandels bedacht werden. Wir haben ein Problem mit Bodenerosion″, erklärt Böhme. Auch beim Landkreis Osnabrück, der die Geschäftsstelle des Trägervereins stellt und sich nach eigenen Angaben in hohem Maße finanziell und ideell″ für Terra-Vita engagiert, ist die Genugtuung über die Statusverlängerung groß. Für die Region bedeutet der bestätigte Status die höchste international erreichbare Auszeichnung″, hebt Sprecher Henning Müller-Detert hervor. Man fühle sich in seinem besonderen Engagement bestätigt″. Um die gute Basis, die der Park für den Tourismus in der Region biete, weiter auszubauen, sehe man steigerungsfähiges Potenzial, etwa auf dem Feld der Geschichte. Aktuell stehe eine siebenstellige Summe aus Fördermitteln der Euregio zur Verfügung, die gemeinsam mit dem niederländischen Unesco-Geopark De Hondsrug genutzt werden kann. Daraus wird unter anderem ein Imagefilm finanziert, um die Bekanntheit der Parks weiter zu erhöhen.

Auch das Land Niedersachsen hilft mit, etwa durch Hinweisschilder an den Autobahnen. Um den langfristigen Erhalt des Unesco-Prädikats zu sichern, strebt der Landkreis Osnabrück eine dauerhafte und länderübergreifende Unterstützung durch die zuständigen Ministerien in Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen an.

In Deutschland gibt es insgsamt sechs Unesco-Geoparks. Weltweit sind es 147, darunter der berühmte Ngorongoro-Krater in Tansania, die Azoren im Atlantik und die Karawanken in Kärnten und Slowenien.

Bildtexte:
Der Hüggel zwischen Hasbergen und Hagen mit seinen Felswänden, Schluchten und dem Silbersee gehört zu den Top-Attraktionen des Geoparks Terra-Vita, der erneut das Unesco-Siegel erhalten hat.
Die gute Ausschilderung der Wege ist ein Markenzeichen des Terra-Vita-Geoparks.
Fotos:
David Ebener/ Frederik Tebbe

Terra-Vita

Der Naturpark Terra-Vita hieß von 1962 bis 2002 Naturpark nördlicher Teutoburger Wald Wiehengebirge. Er umfasst etwa 1500 Quadratkilometer. Dazu gehören Teile des Wiehengebirges, des Teutoburger Waldes und des Osnabrücker Landes. Terra-Vita ist bereits seit 2001 Europäischer und seit 2008 Nationaler Geopark. Im Süden findet sich eine typische Mittelgebirgslandschaft mit interessanten geologischen Verwerfungslinien, im Norden Endmoränen der Saale-Eiszeit. Moore und Waldflächen komplettieren die landschaftliche Vielfalt. Zahlreiche Wanderrouten sind in dem Gebiet ausgewiesen. Zu den Top-Attraktionen des Geoparks zählt der Hüggel in Hasbergen. Unter dem Motto Eine Wattwanderung im Mittelgebirge″ bietet hier der Geopark regelmäßig Führungen an, unter anderem wieder am Sonntag, 27. Oktober Anmeldung unter Tel. 0541 501-4217, Internet: www.geopark-terravita.de.
Autor:
Raphael Steffen


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