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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Überschrift:
Hochschule kauft alte Villa am Westerberg
Zwischenüberschrift:
Verkehrswert beträgt über eine Million Euro
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Osnabrück Die Stiftung Fachhochschule Osnabrück hat eine 120 Jahre alte Villa im Stadtteil Westerberg gekauft. Das denkmalgeschützte Gebäude gehörte zuvor dem Land Niedersachsen und ist mehr als eine Million Euro wert.

In dem 1899 errichteten Haus Blumenthalstraße 32 waren zuletzt staatliche Studienseminare untergebracht, in denen Gymnasial- und Berufsschullehrer ausgebildet werden. Ende Juni zogen beide Einrichtungen in den Stadtteil Hafen (Winkelhausenstraße 6) um. Seitdem steht das Gebäude leer.

Das Land Niedersachsen als Eigentümerin hatte für das Baudenkmal am Westerberg offenbar keine Verwendung mehr. In einem Antrag des Finanzministeriums an den Landtag heißt es, die Liegenschaft werde für Zwecke des Landes nicht benötigt″ und unterliege damit dem Verwertungsgebot. Im Klartext: Die alte Villa am Westerberg sollte verkauft werden.

Den Angaben zufolge verfügt das dreistöckige, einst als Hotel errichtete Verwaltungsgebäude über rund 1100 Quadratmeter Nutzfläche. Allein das Grundstück ist 966 Quadratmeter groß. Der gutachterlich festgestellte Verkehrswert beträgt 1, 086 Millionen Euro.

Mit der Stiftung Fachhochschule Osnabrück stand bereits seit 2017 eine potenzielle Käuferin bereit. Jetzt hat sie vom Land den Zuschlag bekommen. Wiso-Fakultät erweitern

Auf Anfrage unserer Redaktion teilte Hochschulsprecher Ralf Garten mit: Die Verträge sind unterzeichnet, das Land hat dem Verkauf zugestimmt.″ Das Eigentum wechsele am 15. Oktober. Und wozu braucht die Hochschule die alte Villa? Wir wollen das Gebäude zur Erweiterung der Fakultät Wirtschafts- und Sozialwissenschaften nutzen, die sich in unmittelbarer Nachbarschaft am Caprivi-Campus befindet.″

Ein Direktverkauf des Gebäudes ohne Marktbefassung war nach Angaben des Finanzministeriums möglich, da die Stiftung Fachhochschule Osnabrück als Trägerin öffentlicher Belange als bevorrechtigte Erwerberin gilt. Grundlage seien die Richtlinien zu Grundstücksveräußerungen.

Angesichts der Top-Lage des Hauses in Osnabrücks vornehmstem Stadtteil sicherte sich das Land bei dem Deal jedoch finanziell ab. So enthält der Kaufvertrag eine sogenannte Mehrerlösklausel mit einer Laufzeit von zehn Jahren. Sie verpflichtet die Stiftung, den von ihr erzielten Gewinn abzüglich Investitionen an das Land abzuführen, wenn sie das Grundstück im genannten Zeitraum ab der Beurkundung weiterveräußert.

Bildtext:
Im Haus Blumenthalstraße 32 waren zuletzt staatliche Studienseminare untergebracht.
Foto:
Michael Gründel
Autor:
Sebastian Stricker


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