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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Überschrift:
Von Hellern nach Hellern zehn Kilometer Umweg
Zwischenüberschrift:
Hörner Weg wieder gesperrt: Anwohnerunmut über unzureichende Informationen und fehlende Umleitungen
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Osnabrück In Hellern gibt es große Aufregung, weil der Hörner Weg seit Montag wieder voll gesperrt ist. Zum dritten Mal in diesem Jahr, weil nach den Kanalarbeiten die Straßendecke saniert wird. Aber anders als im Juli und August haben viele Anwohner erst beim Anblick der rot-weißen Absperrung gemerkt, dass sie zehn Kilometer Umweg fahren müssen. Jedenfalls mit dem Auto. Einmal nach Hellern zum Arzt, das sind für Elisabeth Gürtler normalerweise zwei Kilometer mit dem Auto. Jetzt muss sie erst über den Hörner Weg nach Sutthausen fahren und von dort zurück über die Autobahn nach Hellern. Zu Fuß oder mit dem Rad käme die Seniorin vielleicht ohne nennenswerte Umwege ans Ziel, aber das ist für die Anwohnerin des Heidkamps keine Option, weil sie gehbehindert ist. Und mit dem Bus geht es auch nicht mehr, denn die Stadtwerke bedienen die Haltestellen am Hörner Weg seit Montag nicht mehr. Ich bin richtig böse″, sagt Elisabeth Gürtler, denn sie fühlt sich über die Sperrung nur unzureichend informiert.

Anderen Anwohnern ergeht es ähnlich. Viele haben sich beim Osnabrücker Servicebetrieb (OSB), beim Oberbürgermeister und in unserer Redaktion beschwert, dass keine Umleitung ausgeschildert wurde. Einige sagen auch, dass die Stadt keinerlei Informationen herausgegeben habe, doch das trifft nicht zu. Unsere Redaktion hat die Meldung am Freitag online und am Samstag in der Printausgabe gebracht.

Katrin Hofmann vom OSB versichert zudem, dass im betroffenen Gebiet eine Anliegerinformation in die Briefkästen gesteckt worden sei, außerdem hätten die Stadtwerke auf den Ausfall der Busse hingewiesen. Die Sprecherin bittet um Verständnis, dass eine halbseitige Sperrung des Baustellenbereichs nicht infrage komme, weil an den Kanalschächten gearbeitet wird. Und die befinden sich zum Teil mitten auf der Fahrbahn.

Zwei Wochen lang gibt es auf dem 280 Meter langen Abschnitt Weg zwischen Lengericher Landstraße und Nordhausweg kein Durchkommen, aber nirgendwo sind Umleitungsschilder zu sehen. Eine Umleitung wird erst bei einer überörtlichen Wegweisung aufgestellt″, sagt Katrin Hofmann dazu. Der OSB vertraut auf die Ortskenntnis der Anwohner. Doch die geraten zuweilen sogar in Gewissenskonflikte, wenn sie, wie von ihnen erwartet, die Umleitung über Sutthausen nehmen.

Inga Börger, die am Tulpenpfad wohnt, muss als Lokführerin Jahr für Jahr unterschreiben, dass sie sich konsequent an die Verkehrsregeln hält. Durch die Umleitung war sie in diesen Tagen jedoch gezwungen, ein Durchfahrtsverbot zu ignorieren. Das gilt morgens zwischen 7 und 8 Uhr für den südlichen Teil des Hörner Weges. Ein kleines Versäumnis, das inzwischen korrigiert wurde, wie OSB-Sprecherin Katrin Hofmann versichert.Kein Ende in Sicht

Die Bauarbeiten sollen am Mittwoch, 16. Oktober, abgeschlossen werden. Aber Achtung: Am Hörner Weg geht es demnächst noch weiter. An einigen Teilabschnitten wollen die Stadtwerke 2020 und 2021 Kanäle erneuern. Auch dafür muss mit Sperrungen gerechnet werden.

Bildtext:
Kein Durchkommen mehr: Für die Anwohner rund um den Hörner Weg bedeutet das einen Umweg in der Größenordnung von zehn Kilometern. Michael Klanke und Elisabeth Gürtler sind deshalb nicht gut auf die Stadt zu sprechen.
Foto:
Jörn Martens
Autor:
Rainer Lahmann-Lammert


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