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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Überschrift:
Eiche am Tannenkamp fällt Baumfrevlern zum Opfer
Zwischenüberschrift:
Zweiter Anschlag – diesmal Säge statt Säure im Einsatz
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Osnabrück Zum zweiten Mal ist eine Eiche im Osnabrücker Tannenkamp das Opfer von Baumfrevlern geworden. Nach einem Säureanschlag im vergangenen Jahr sägten Unbekannte in der Nacht zu Dienstag den Stamm an, nun musste der Baum endgültig gefällt werden.

Am Mittwochmorgen rückten Mitarbeiter des Osnabrücker Servicebetriebs (OSB) an, um die Eiche zu entfernen. Zu groß war angesichts des aktuellen Windes wohl die Gefahr, dass der Baum umstürzen könnte.

Anwohner berichteten unserer Redaktion, dass sie in der Nacht zu Dienstag gegen 2 Uhr durch ein lautes Motorengeräusch aus dem Schlaf gerissen wurden. Als ein Tannenkamp-Bewohner wenige Momente später aus dem Fenster blickte, sei das Geräusch bereits verstummt gewesen. Allerdings steckte eine Motorsäge noch bis zur Hälfte des Stammdurchmessers im Baum.

Der Anwohner alarmierte die Polizei, die die Säge am nächsten Morgen sicherstellte. Dabei stellte sich heraus, dass der Schnitt so gesetzt wurde, dass die Eiche mitten auf die Straße hätte fallen sollen und nicht auf anliegende Grundstücke oder geparkte Autos. Nach meiner Auffassung war da jemand am Werk, der sein Handwerk versteht. Der Schnitt war professionell angesetzt, und außerdem ging das Sägen offenbar recht schnell″, sagt der Anwohner, der seinen Namen nicht in der Zeitung lesen möchte.

Offenbar verfingen sich die Zähne der Kette beim Sägen in einem Stoff, der zum Schutz des Baumes um den Stamm gewickelt war. Möglicherweise ließ der Täter daher von seinem Vorhaben ab.

Offenbar reichte der Schnitt jedoch insofern, als dass die Eiche nun endgültig entfernt wurde.

Nicht der erste Anschlag

Es ist nicht der erste Anschlag auf den Baum. Im Mai 2018 hatten Unbekannte mehrere Löcher in den Stamm gebohrt und eine unbekannte Flüssigkeit einlaufen lassen möglicherweise Säure oder eine andere schädliche Substanz. Weil diese offenbar nicht bis zum Kern durchdrang, blieb die Eiche relativ unbeschadet. Seinerzeit war in sozialen Medien über mögliche Täter gemutmaßt worden, aber auch darüber, die Bohrungen könnten Teil einer Rettungsaktion für den Baum sein. In der Tat gibt es die Möglichkeit, Bäumen bei dem Befall mit Erregern eine Substanz in den Stamm zu spritzen. Seitens der Stadt habe es eine solche Maßnahme jedoch nicht gegeben, stellte eine Sprecherin damals klar.

Nach dem neuerlichen und diesmal erfolgreichen Baumfrevel hat die Polizei nun Ermittlungen aufgenommen, wie Sprecher Matthias Bekermann auf Nachfrage unserer Redaktion mitteilt. Konkret handelt es sich dabei um eine Sachbeschädigung. Sollte der Täter gefunden werden, drohe ihm möglicherweise eine Geldstrafe. Außerdem könnten ihm die Kosten der Fällung in Rechnung gestellt werden.

Bildtexte:
Nur noch ein Stumpf: Die angesägte Eiche am Tannenkamp wurde mittlerweile gefällt.
Ein Bild aus besseren Tagen: Einen ersten Anschlag überlebte der Baum noch.
Fotos:
Michael Gründel, Archiv/ Gert Westdörp
Autor:
Sebastian Philipp


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