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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Überschrift:
Zu groß, zu eng?
Zwischenüberschrift:
Nachbarn kritisieren Wohnprojekt in der Dodesheide
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Osnabrück Im Stadtteil Dodesheide soll auf einer Obstbaumwiese ein Wohnquartier mit 72 Wohneinheiten entstehen. Die Nachbarn sind alarmiert: Das Projekt sei für diese Ecke überdimensioniert und schaffe neue Probleme.

Die Grünfläche am Icker Weg 144 (Ecke In der Dodesheide/ Walter-Haas-Straße) ist Teil einer alten Hofstelle und gehört der Niedersächsischen Landgesellschaft (NLG). Diese will dort drei Mehrfamilienhäuser mit jeweils 20 Wohneinheiten und Tiefgarage sowie zwölf Reihenhäuser entstehen lassen. Ende 2017 beschloss der Rat, einen vorhabenbezogenen Bebauungsplan aufzustellen.

Inzwischen liegen konkrete Entwürfe vor, die in der Nachbarschaft allerdings auf breite Ablehnung stoßen. In der vierwöchigen Öffentlichkeitsbeteiligung gingen 43 Anregungen und Bedenken ein, alle von Anliegern der Walter-Haas-Straße und umliegender Straßen. Nach Meinung der Beschwerdeführer ist die geplante Bebauung für für den Stadtteil eine Nummer zu groß.

Die Schule In der Dodesheide″ und die Kindertagesstätten im Quartier seien schon heute überlastet und kaum in der Lage, weitere Kinder aufzunehmen. Der Parkdruck werde in dem Viertel noch weiter zunehmen. Schon heute herrsche an den Wochenenden Parkanarchie″, wie es ein Anwohner unserer Redaktion sagte. Auch die geplante Tiefgarage unter den Mehrfamilienhäusern werde die Parksituation nicht entspannen, so seine Warnung. Mehrere Beschwerdeführer weisen darauf hin, dass der Nahverkehr in der morgendlichen Hauptverkehrszeit an seine Grenzen stoße. Unzählige Male habe ich erlebt, wie der Busfahrer keine Fahrgäste mehr wegen Überfüllung des Busses aufgenommen hat″, schreibt ein Anlieger über die Bushaltestelle In der Dodesheide″. Andere beklagen den Verlust der Streuobstwiese als grüner Oase und Rückzugsgebiet für Tiere.

Auch ist der Sozialbrennpunkt in diesem Stadtteil sehr hoch und wird dadurch noch gesteigert. Schon jetzt gibt es mehr wilden Müll und Sperrmüllansammlungen″, heißt es an anderer Stelle.

Das Sozialmonitoring von 2015 hat den östlichen Teil des Stadtteils Dodesheide in die Kategorie sehr niedriger″ sozialer Status eingestuft. Darüber hinaus stellte die Studie eine negative Dynamik″ zur weiteren sozialen Entwicklung fest. Das geplante Bauprojekt soll mit qualitativ hochwertigen Wohnungen diesem Trend entgegenwirken. Außerdem wird die Quote der Wohnungen mit Sozialbindung, die nach dem Willen des Rates in neuen Baugebieten üblicherweise bei 30 Prozent liegt, in diesem Fall auf zehn Prozent reduziert. Das diene der sozialen Stabilisierung, heißt es in der Vorlage des Bauamtes für den Stadtentwicklungsausschuss.

Der Ausschuss hat sich in seiner jüngsten Sitzung noch nicht inhaltlich mit den Beschwerden auseinandergesetzt. In diesem Stadium der Bauleitplanung geht es darum, die Entwürfe mit allen Anregungen und Bedenken noch einmal der Öffentlichkeit vorzulegen. Die Träger öffentlicher Belange das sind zum Beispiel Energieversorger, Umweltverbände, Nachbargemeinden werden um Stellungnahmen gebeten. Am Ende des Verfahrens ist es Aufgabe der Ratsmitglieder, alle Bedenken und Anregungen abzuwägen und einen Satzungsbeschluss zu fassen. Die Satzung ist gleichsam ein Gesetz auf kommunaler Ebene.

Bildtext:
Ein Blick in die Zukunft: So soll das Neubaugebiet aussehen.
Grafik:
NLG
Autor:
Wilfried Hinrichs


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