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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Überschrift:
Sammlung wird nicht zerschlagen
Zwischenüberschrift:
VW kauft Karmanns Oldtimer
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
OSNABRÜCK. Die Entscheidung ist ein Paukenschlag für Osnabrück und für die gesamte Oldtimer-Szene. Der Karmann-Gläubigerausschuss hat sich gestern Abend entschieden, die historische Fahrzeugsammlung als Ganzes zu erhalten. Alle 137 Ausstellungsstücke gehen damit in das Eigentum von Volkswagen über.

Diese einmalige Sammlung soll als Ganzes erhalten bleiben. Das war für die Mitglieder das wichtigste Argument.″ Mit diesen Worten bilanzierte gestern Abend Pietro Nuvoloni, Sprecher von Insolvenzverwalter Ottmar Hermann, das Ergebnis der wenige Minuten zuvor geschlossenen Sitzung. Die Entscheidung ist überraschend, da VW bisher stets erklärt hatte, dass sich der Konzern nur für jene Fahrzeuge der Ausstellung interessiere, die einen Bezug zum Konzern haben. An 73 Autos, die diesen Anspruch nicht erfüllten, hatte Volkswagen kein Interesse. Aus diesem Grund wollte sie der Insolvenzverwalter meistbietend verkaufen. Die Gesamt-Sammlung spiegelt nahezu die gesamte, mehr als 100-jährige Firmengeschichte des Osnabrücker Traditionsunternehmens. Das älteste Auto der Ausstellung stammt aus dem Jahr 1909. Die komplette Sammlung wird von Experten auf einen Wert von mindestens fünf Millionen Euro geschätzt. Wie viel Volkswagen tatsächlich gezahlt hat, ist allerdings ein streng gehütetes Geheimnis der Vertragsparteien. Das Nachsehen hat damit der Solinger Unternehmer Siegfried Lapawa. Dieser hatte bereits vor Monaten ein Angebot für die 73 Autos abgegeben und sich damit in einem Bieterverfahren von seinen Mitbewerbern abgesetzt.Lapawa beruft sich auf eine Zusage des Insolvenzverwalters, der ihm bereits den Zuschlag für die Exponate signalisiert habe. Einen rechtsverbindlichen Vertrag habe Ottmar Hermann mit Lapawa allerdings nicht unterzeichnet, betonte gestern Hermanns Sprecher. Lapawa hatte angekündigt, die Sammlung in der Autostadt Köln″ öffentlich präsentieren zu wollen. Er habe dazu bereits weitgehende Gespräche″ mit der Stadt und einem größeren Kölner Kreditinstitut″ geführt. Die Stadt Köln wollte sich auf Nachfrage allerdings nicht zu Gesprächen mit dem Unternehmer äußern. Die Entscheidung für Volkswagen ist allerdings nicht zwingend eine Entscheidung für den Standort Osnabrück. Bereits jetzt nutzt Volkswagen einige der historischen Karmann-Autos auf Oldtimer-Rallyes oder zeigt sie in der Firmenzentrale Wolfsburg. Ob die in Osnabrück stehenden Fahrzeuge künftig öffentlich ausgestellt werden sollen, ist ebenfalls noch ein Geheimnis des Autobauers. Bisher hatte VW sich nicht einmal zu dem Bieterwettstreit geäußert.
Autor:
Stefan Prinz


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