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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Überschrift:
Zunächst Oberschulen schaffen
Zwischenüberschrift:
Leserbrief
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Zum Artikel Verwaltung reagiert auf Elternkritik″ erhielten wir folgende Zuschrift von Willi Vennemann, Mitglied des Stadtelternrates (Ausgabe vom 6. September).

Nun sind es also die Eltern beziehungsweise der Stadtelternrat, dem der schwarze Peter zugeschoben werden soll, wenn der überhastet durchgezogene Ratsbeschluss zur grundlegenden Veränderung der Osnabrücker Schullandschaft auf die zu erwartenden und sogar bereits eingeplanten Probleme stößt?

Die Entwicklung beim Thema , Inklusion′ sollte doch zu denken geben! Hier wurde auch zunächst jahrelang nichts getan und dann sollte alles auf einmal durchgezogen werden. Das ist leider gründlich schiefgegangen!

Der Stadtelternrat steht dem Vorhaben, mehr Möglichkeiten für gemeinsames Lernen zu schaffen, grundsätzlich positiv gegenüber! Das hat er auch immer wieder, seit Jahren, in Gesprächen mit den Ratsfraktionen deutlich gemacht. Bis wenige Tage vor der Ratssitzung war es Konsens, dass ein erster Schritt die Umsetzung des Vorhabens , Neue Schule′ in der Innenstadt und die Errichtung einer weiteren Oberschule im Süden der Stadt an dem Standort der ehemaligen , Käthe-Kollwitz-Schule′ sein sollte.

Völlig überraschend und ohne weitere Gespräche, weder mit dem Stadtelternrat noch mit den anderen Ratsfraktionen, haben nun die Fraktionen von CDU, SPD und Grünen beschlossen, diesen Konsens zu verlassen und alle Haupt- und Realschulen in Oberschulen umzuwandeln, ohne die Folgen ausreichend zu bedenken:

mehrjährige Containerlösungen

hohe Kosten (68 Millionen Euro)

15 Millionen Euro teurer als die vom StER favorisierte Lösung

eine seit Jahren nicht ausreichende Personalausstattung (entsprechend ausgebildete Lehrer/- innen stehen nicht zur Verfügung)

begründete Zweifel an der materiellen Ausstattung angesichts des Zustandes der bereits vorhandenen Schulen

Vernachlässigung der bereits geplanten Baumaßnahmen an den vorhandenen Schulen

Ist der weitere Ganztagsausbau an Grundschulen dann noch gewährleistet?

Diese Zustände werden zu einem wachsenden Anmeldedruck auf die Gymnasien führen, mit vielen negativen Folgen: Die Kapazitäten der Gymnasien werden nicht ausreichen, und es wird eine zunehmende Zahl von Abschulungen geben. Warum nicht dem Vorschlag des Stadtelternrates folgen und den ganzen Prozess entschleunigt und achtsamer unter Einbeziehung aller Beteiligten gestalten?

Zunächst die beiden schon lange angedachten Oberschulen schaffen und diese ausreichend mit Personal, Räumlichkeiten und Materialien versorgen. So entstünde ein positives Bild der Oberschulen, und es wäre der Weg frei, um mit diesen Erfahrungen weiterhin an einer guten Schullandschaft für die beteiligten Schüler/- innen, deren Eltern und den Lehrer/- innen zu arbeiten. Weitere Schritte in Richtung gemeinsames Lernen wären dann sehr viel leichter zu vermitteln. Das Thema Bürgerentscheid ist in der letzten StER-Sitzung übrigens von Elternseite und nicht vom StER-Vorstand auf den Tisch gebracht worden.″

Willi Vennemann
Osnabrück
Autor:
Willi Vennemann


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