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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Überschrift:
Wer hat hier das Sagen?
Zwischenüberschrift:
Leserbriefe
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Zum Artikel Mehr Geld für den Zoo″ und dem Kommentar Zoo nicht im Stich lassen″ von Dietmar Kröger (Ausgabe vom 6. September).

Wenn der Kommentator schreibt, dass sich die Zoogesellschaft in der letzten Mitgliederversammlung selbst zerlegt hat, ist das für die über 2000, zum Teil langjährigen Mitglieder ein Schlag ins Vereinsgesicht. Wer für die entstandene Misere nur den Verein und vor allem die ehrenamtlich Tätigen im Präsidium verantwortlich zeichnet, macht es sich sehr einfach, zu einfach.

Fakt ist: Vor 20 Jahren war es die Zoogesellschaft, die den heute noch hauptamtlich tätigen kaufmännischen Geschäftsführer ins Zoo-Boot holte. Dies geschah in dem guten Glauben, mit einer hauptamtlichen Zooleitung und einer hauptamtlichen kaufmännischen Geschäftsführung zukünftig zwei starke Akteure zum Wohle des tierischen Lebens am Schölerberg zu haben. Doch leider weit gefehlt. Im Laufe der Zeit wurden bis dato alle drei zoologischen Leitungen in der Führungsebene verschlissen […]. Ein Zufall? Die (Macht-) Ansprüche der kaufmännischen Leitung wurden meines Erachtens auch aufgrund der zweifelsohne beachtlichen Marketingerfolge immer größer.

Die Vereinsmitglieder waren und sind bei vielen Entscheidungen oft nur Mittel zum Zweck, so unter anderem auch bei der Gründung der Zoo gGmbH. […] Stellt sich dem Außenstehenden die berechtigte Frage: Wer hat eigentlich das Sagen am Schölerberg? Das ehrenamtlich besetzte Präsidium und der Aufsichtsrat oder der hauptamtlich Beschäftigte? […] Noch hat die Zoogesellschaft, eine Bürgerinitiative mit sehr vielen engagierten und tierisch denkenden Mitgliedern, die Mehrheit im Aufsichtsrat. Möge dies auch zukünftig so bleiben!

Burkhard Fromme
Georgsmarienhütte

Zur Beurteilung der Vorkommnisse im Zusammenhang mit der letzten Mitgliederversammlung der Zoogesellschaft Osnabrück e. V. müssen meines Erachtens folgende Perspektiven berücksichtigt werden:

Der Zoo in Form der Zoo Osnabrück gGmbH steht auch nach Erhöhung der Beteiligung der Stadt Osnabrück auf 25 Prozent mehrheitlich im Eigentum der Zoogesellschaft Osnabrück e. V. und ist somit keine Gesellschaft im Eigentum der Stadt Osnabrück. Die Zoo Osnabrück gGmbH und damit deren Geschäftsführer Busemann werden vom Aufsichtsrat unter bisheriger Führung von Reinhard Sliwka , beaufsichtigt′, der damit das Recht und die Pflicht hatte, Entwicklungen in der operativen Führung des Zoos kritisch zu begleiten. […]

Entgegen der Behauptung des Kommentators Dietmar Kröger, , der Verein Zoogesellschaft e. V. habe sich selbst zerlegt′, muss doch einmal klar benannt werden, was es nach meiner Einschätzung war: eine organisierte Revolte der Geschäftsführung gegen Präsidium und Zoopräsident. […]

Reinhard Sliwka ist seit 25 Jahren Mitglied im Präsidium der Zoogesellschaft und war seit Jahren ihr Präsident. Er hat sich in dieser Zeit und vor allem auch während seiner 20-jährigen Arbeit als Dezernent der Stadt Osnabrück davon lange Zeit sogar in Doppelfunktion als Kultur- und Sozialdezernent ein hohes Ansehen in der Stadt und auch unter den , Alt′-Mitgliedern der Zoogesellschaft erworben.

Das Ehrenamt als Zoopräsident verlangt inhaltlich und zeitlich ein hohes Engagement. Wie der neue Zoopräsident Fritz Brickwedde dies neben seinen zahlreichen Ämtern als Vorsitzender der CDU-Fraktion im Rat der Stadt Osnabrück, Aufsichtsratsvorsitzender des Klinikums Osnabrück und Vorsitzender diverser Stiftungen umsetzen kann, bleibt mehr als fraglich, zumal im Zuge der vorgesehenen Großinvestitionen wichtige Entscheidungen anstehen.

Eines ist auf jeden Fall sicher: dieser respektlose und undankbare Umgang mit verdienten Personen im Ehrenamt ist nicht dazu angetan, Freiwillige ohne Profilneurose für neue Ehrenamtsaufgaben zu gewinnen.″

Hans-Jürgen Goldkamp
Wallenhorst

Bildtext:
Dicke Luft am Schölerberg: Der Streit bei der Mitgliederversammlung der Zoogesellschaft beschäftigt unsere Leser.
Foto:
Gert Westdörp
Autor:
Burkhard Fromme, Hans-Jürgen Goldkamp


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