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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Überschrift:
Die geplanten Maßnahmen sind nur Symbolpolitik
Zwischenüberschrift:
Leserbrief
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Zum Artikel Das Klimakabinett steht in den Startlöchern″ (Ausgabe vom 4. September).

Seit Monaten streiken Kinder und Jugendliche weltweit jeden Freitag für Ihre Zukunft. Die Forderungen der Bewegung , Fridays for Future′ haben zum Ziel, durch substanzielle Veränderungen in nahezu allen Politikbereichen [...] eine Klimakatastrophe zu verhindern. Große Teile der Bevölkerung haben sich mittlerweile ihren Forderungen angeschlossen [...].

Nun also die Vorschläge der Großen Koalition für das am 20. September tagende , Klimakabinett′. Die Ideen beschränken sich ausschließlich nur auf Maßnahmen zur Reduzierung des Verbrauchs fossiler Energieträger. Diesel und Benzin sollen teurer werden, ebenso das Heizen mit Öl oder Gas, billige Flugtickets sollen höher besteuert werden, dafür wird das Bahnfahren etwas günstiger und so weiter. Unklar ist, ob diese Maßnahmen irgendetwas bewirken. Wird zum Beispiel ein Autofahrer auf Bus und Bahn umsteigen, nur weil der Sprit zehn Cent pro Liter mehr kostet? Die vor Jahren eingeführte Ökosteuer beweist das Gegenteil. Die geplanten Maßnahmen sind aus meiner Sicht nur Symbolpolitik, Kosmetik. Wo bleiben beispielsweise die Maßnahmen zur dringend erforderlichen Agrarwende (Massentierhaltung, Überdüngung etc.), wo doch jeder weiß, dass diese Art des Wirtschaftens absolut klimaschädlich ist.

Wo bleibt der Wirtschaftsboykott gegen Brasilien, dessen Präsident zurzeit seelenruhig zusieht, wie die Amazonas-Urwälder abbrennen? Stattdessen wird weiter an dem geplanten Freihandelsabkommen festgehalten. Es genügt nicht, die Bevölkerung mit vagen Versprechungen zu vertrösten. Die Forderungen der , Fridays for Future′-Bewegung werden leider nicht einmal ansatzweise von der Großen Koalition aufgegriffen. Diese zum Einlenken zu bewegen, wird noch viele Aktionen wie zum Beispiel den Streiktag am 20. September und die anschließende Streikwoche erforderlich machen.″

Marita Thöle

Osnabrück
Autor:
Marita Thöle


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