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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Überschrift:
Enteignung vertagt
Zwischenüberschrift:
Neue Trasse macht 110-kV-Leitung durch Schinkel überflüssig
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Osnabrück Noch in diesem Jahr wollte die Westnetz GmbH eigentlich mit dem Bau der seit Langem geplanten 110-kV-Leitung zwischen der Baumstraße in der Gartlage und dem Umspannwerk Lüstringen beginnen. Doch zwei Enteignungsverfahren verzögern das Projekt. Deshalb wird es wohl noch etwas länger dauern, bis die alte Freileitung verschwindet, die mitten durchs Schinkeler Wohngebiet führt.Letzte Hürden

Am Mittwoch wollte das niedersächsische Innenministerium mit zwei Enteignungsverfahren die letzte Hürde für den Bau der Hochspannungsfreileitung aus dem Weg räumen. Doch beim Termin in Oldenburg gab es noch keine Entscheidung. Das eine Verfahren werde nun in der zweiten Oktoberhälfte fortgesetzt, für das andere stehe noch kein Termin fest, erklärte Ministeriumssprecherin Svenja Mischel.

Die Dreiecksverbindung zwischen der Gartlage, Belm und Lüstringen gehört zum regionalen Verteilnetz, ihr Bau steht nicht im Zusammenhang mit der geplanten 380-kV-Trasse zwischen Nord- und Süddeutschland. Vor mehr als 15 Jahren wurde bekannt, dass die vorhandene Leitung durch einen Neubau ersetzt werden soll.

Die niedersächsische Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr begründet das Vorhaben mit der Absicht, die Versorgungssicherheit durch den gestiegenen und künftig noch weiter ansteigenden Energiebedarf von Industriekunden und der Stadtwerke Osnabrück auch in der Zukunft zu gewährleisten″. Ein Neubau mit leistungsfähigen Leiterseilen sei erforderlich, weil die vorhandene Freileitung aus statischen Gründen nicht aufgerüstet werden könne.

Nach Auskunft von Westnetz ist die Planung Teil eines umfangreichen Gesamtkonzepts zur Neuordnung der Energieversorgung in Osnabrück und Belm. Die neue Trasse verläuft parallel zur Bahnstrecke und zur Autobahn A 33. Bemerkenswert ist, dass sie gegenüber der alten mehr als doppelt so lang sein wird 10, 8 km statt 4, 8 km. Das erklärt sich aus den Mindestabständen zu den größer gewordenen Wohnsiedlungen, auf die vor einigen Jahrzehnten noch keine Rücksicht genommen wurde.

Wenn demnächst der Strom durch die neu errichte Hochspannungsleitung fließt, werde die vorhandene Leitung demontiert, kündigt Westnetz an. Außerdem soll die 18, 2 km lange Freileitung Lüstringen–Schinkel, Schinkel–Powe und Halen–Powe im 30-kV-Mittelspannungsnetz zurückgebaut werden.Entschädigung

Beim Bau der 110-kV-Leitung stützt sich das Unternehmen auf einen Planfeststellungsbeschluss, der bereits seit Oktober 2016 unanfechtbar ist. Drei Eigentümer, deren Grundstücke von der Freileitung überspannt werden sollen, hatten sich gegen den Vollzug gewandt. Westnetz-Sprecher Tobias Muermann bedauerte gegenüber unserer Redaktion, dass es in diesen Fällen nicht gelungen sei, mit den Betroffenen privatrechtliche Vereinbarungen abzuschließen. Deshalb sei das Unternehmen leider gezwungen″ gewesen, bei der zuständigen Behörde Enteignungsverfahren zu beantragen.

Muermann betonte, dass es nicht um eine Übereignung der Flächen gehe, sondern um das Recht, sieben Masten aufzustellen und in einem Fall ein Grundstück zu überspannen. Für diese Nutzungseinschränkung werde den Eigentümern eine einmalige Entschädigung gezahlt.

Bildtext:
Nur eine Frage der Zeit ist es, wann die 110-kV-Leitung durchs Schinkeler Wohngebiet demontiert wird.
Foto:
Michael Gründel
Autor:
Rainer Lahmann-Lammert


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