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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Überschrift:
Wie verändern zwei Baugebiete Voxtrup?
Zwischenüberschrift:
Diskussionen im Bürgerforum über „In der Steiniger Heide″ und „Grüner Garten″
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Osnabrück Viele neue Wohnungen für Voxtrup: Im Bürgerforum diskutierten Anwohner über die geplanten Baugebiete In der Steiniger Heide″ und Grüner Garten″.

Voxtrup in Zahlen: Horst Klecker interessiert sich seit Jahren für die Entwicklung in seinem Stadtteil und bittet daher regelmäßig die Verwaltung, im Bürgerforum die neuesten Daten zu präsentieren. Dieses Mal berichtete Rita Hoffmann vom städtischen Referat Strategische Steuerung und Rat″ dass Voxtrup mehr Bürger verliert als neue gewinnt es gebe mehr Wegzüge als Zuzüge″. SPD-Ratsfrau Kerstin Lampert-Hodgson sieht es so: Wenn wir nicht dafür sorgen, dass Familien hier hinziehen, stirbt der Stadtteil aus.″ Zwei geplante Baugebiete nähren die Hoffnung, dass Voxtrup während der kommenden Jahre mehr Einwohner bekommt und gleichzeitig die Wohnungsnot in Osnabrück gelindert wird.

Auf der östlichen Seite der Straße In der Steiniger Heide″ befindet sich zwischen der Heinrich-Riepe-Straße und der Autobahn 30 ein zehn Hektar großes Gelände für 200 bis 250 Wohnungen. Der Stadtentwicklungsausschuss hat inzwischen über die Art der Bebauung diskutiert und auch darüber, ob nicht zu viel Fläche für zu wenige Wohnungen verschenkt wird.Maximal drei Geschosse

Dem Anwohner Timo Knauer liegt der spezielle Charakter Voxtrups″ am Herzen. Er fragte, wie die neue Siedlung dort aussehen wird: Sind dort Hochhäuser mit drei, vier oder fünf Geschossen geplant? Doch so hoch hinaus soll es offenbar nicht gehen. Der Fachbereich Städtebau spricht von einer Mischung aus verschiedenen Häusertypen und von einem Geschosswohnungsbau mit maximal drei Vollgeschossen in einigen Bereichen des Gebiets″ mit zusätzlichen Staffel- oder Dachgeschossen. Die umliegende Bebauung werde berücksichtigt und einbezogen. Darauf besteht auch UWG-Ratsherr Wulf-Sigmar Mierke: Es müsse auch Rücksicht auf die bestehende Nachbarschaft genommen werden. CDU-Ratsfrau Anette Meyer zu Strohen meinte, grundsätzlich könne Voxtrup das neue Baugebiet gut vertragen″.

Stadtplaner Franz Schürings kündigte eine frühzeitige Beteiligung der Öffentlichkeit″ an zunächst mit einem Planaushang ab Dienstag, 2. September, im Dominikanerkloster und mit einer Info-Veranstaltung am Mittwoch, 11. September, um 19 Uhr in der Grundschule Voxtrup. Bürger können sich außerdem im Internet auf der Seite osnabrueck.de/ buergerbeteiligung informieren. Bis jetzt gebe es zwar ein Konzept, aber ganz viele Aspekte″ seien noch nicht geklärt etwa, was das Stadtklima und den Lärmschutz betrifft, wie es mit der Entwässerung aussieht und welcher Ausgleich erforderlich ist. Ein Anwohner wollte wissen, weshalb die Verwaltung noch nichts Genaueres sagen kann. Das hänge mit der frühen Phase zusammen, antwortete Stadtplaner Schürings: Das ist solchen Planungen immanent.″

Einigen Anwohnern erscheint angesichts der offenen Fragen die frühzeitige Beteiligung der Öffentlichkeit dann doch etwas zu früh angesetzt und sie wollten wissen: Warum? Schürings antwortete: Wir wollen mit den Anwohnern ins Gespräch kommen und sie nicht vor vollendete Tatsachen stellen.″ Bürgermeisterin Strangmann meinte, gerade die ungeklärten Fragen sprächen für die frühzeitige Beteiligung der Öffentlichkeit zumal es sich auch um ein extrem wichtiges Baugebiet″ handele. Auch diese Position fand Zustimmung bei Anwohnern.Neues Altenheim

Was das geplante Baugebiet Grüner Garten″ an der Ecke Meller Landstraße/ Am Gut Sandfort betrifft, hat die Stadt bereits die Bürger beteiligt und will dies im vierten Quartal dieses Jahres fortsetzen, wie Schürings ankündigte. Die Evangelischen Stiftungen wollen dort auf 1, 7 Hektar Häuser mit etwa 80 Wohnungen sowie ein neues Altenheim als Ersatz für das Haus am Ledenhof bauen.

Anwohner Wolfgang Düsing zeigte sich misstrauisch: Das Gelände war einmal geschützt!? Warum steht es jetzt in der Diskussion für eine Bebauung? Der Fachbereich Städtebau wies darauf hin, dass ökologische und stadtklimatische Aspekte″ berücksichtigt würden.

Unter anderem werde auch ein möglicher Einfluss auf die Trinkwassergewinnung untersucht. Schürings erläuterte, dass sich der Grüne Garten″ nicht in einem grünen Finger″ der Stadt befinde, sondern im Ergänzungsraum″ eines solchen. Da sei eine Abwägung bei genauerer Betrachtung″ erforderlich.

Eine Anwohnerin sprach sich gegen die Verlegung des Altenheims vom Ledenhof nach Voxtrup aus: Das Heim müsse doch stadtnah″ bleiben.

Der Voxtruper Timo Knauer wollte wissen, ob für den Grünen Garten″ eine zusätzliche Ampel an der Mindener Straße geplant ist. Diese Möglichkeit sei wegen des zusätzlichen Verkehrs angedacht″, heißt es in der Antwort der Verwaltung. CDU-Ratsfrau Eva-Maria Westermann bat die Verwaltung, eine weitere Zuwegung zu prüfen vielleicht mit einer Abbiegespur auf der Meller Landstraße. Schürings sagte zu, diese Möglichkeit einzubeziehen.

Wie sich Voxtrup in Zahlen″ tatsächlich entwickeln wird, dürften die Anwohner um Horst Klecker im Laufe künftiger Bürgerforen mit Spannung verfolgen.

Bildtext:
Für das zehn Hektar große Baugebiet an der Straße In der Steiniger Heide″ beginnt demnächst die Bürgerbeteiligung.
Foto:
Jörn Martens
Autor:
Jann Weber


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