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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Überschrift:
380-kV-Leitung: Landkreis und BI bestehen auf Erdkabel
Zwischenüberschrift:
Nach Trassenänderung in Voxtrup / Heute Bürgerversammlung
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Bissendorf/ Osnabrück Auch nach der Abkehr des Netzbetreibers Amprion von der bislang favorisierten Erdkabel-Trasse durch Voxtrup bleiben der Landkreis Osnabrück und die Bürgerinitiative (BI) Keine 380-kV-Freileitung am Teuto″ bei ihrer Forderung, die geplante Leitung unterirdisch zu verlegen.

Aufgrund der erheblichen Raumwiderstände ist auf allen Trassenvarianten in der Gemeinde Bissendorf eine Vollerdverkabelung zwingend″, bekräftigt der Bissendorfer BI-Sprecher Christian Bräke die Haltung der Initiative. Nachdem Amprion den bislang einzigen eingeplanten Teilerdverkabelungsabschnitt auf der Trasse von Osnabrück-Lüstringen nach Gütersloh verworfen hatte, stehen nun zwei alternative Trassenkorridore durch Bissendorf im Fokus. Hinzu kommen drei weitere Trassenvarianten für den nördlichen Abschnitt der 380-kV-Leitung von Bad Essen-Wehrendorf nach Lüstringen, die allesamt ebenfalls durch Bissendorf verlaufen. Die Planungen verdeutlichen, dass mittlerweile nahezu das gesamte Gemeindegebiet mit den Hauptorten Bissendorf, Wissingen und Schledehausen von den Planungen betroffen ist. Die Leitungen werden daher die Entwicklung der Gemeinde Bissendorf noch über Jahrzehnte prägen″, warnt Bräke auf Anfrage.

Unterstützung erhält die Bürgerinitiative aus dem Kreishaus: Der Landkreis Osnabrück steht unverändert zu seiner von Anfang an immer wieder erhobenen Forderung, die vom Gesetzgeber auch aufgrund der Lobbyarbeit des Landkreises geschaffene Möglichkeit von Teilerdverkabelungen im Kreisgebiet offensiv zu nutzen und Kabel überall dort, wo es die gesetzlichen Rahmenbedingungen erlauben, unter die Erde zu bringen″, lässt Landkreis-Sprecher Henning Müller-Detert auf Anfrage wissen.Knackpunkt Trinkwasser

Amprion hatte die ursprünglich favorisierte Trasse durch Voxtrup in der vergangenen Woche aufgegeben, nachdem der Fachdienst Umwelt und Naturschutz der Stadt Osnabrück dem Netzbetreiber signalisiert hatte, dass er ein Erdkabel aus Gründen des Trinkwasserschutzes dort nicht genehmigen werde. Bei einer Trassenführung durch Bissendorfer Gebiet müsste nun der Landkreis die entsprechende Genehmigung erteilen. Hierzu stellt Müller-Detert klar: Natürlich fordert der Landkreis in diesem Zusammenhang in seiner Rolle als Wasserbehörde, dass bei einer Erdverkabelung das Grundwasser vor schädlichen Auswirkungen geschützt werden muss.″ Auch das sei allerdings aus Sicht des Landkreises kein Argument gegen eine Erdverkabelung, sondern nur ein Argument für eine sorgfältige gutachtliche und technische Vorbereitung und Durchführung von Erdverkabelungen″, wie Müller-Detert sagt.

Die Pläne für die 380-kV-Leitung sind an diesem Mittwoch auch Thema einer Bürgerversammlung, zu der die BI ab 16 Uhr in die Oberschule Hilter-Borgloh einlädt. Der CDU-Bundestagsabgeordnete Thomas Bareiß, parlamentarischer Staatssekretär im Bundeswirtschaftsministerium, soll dort Fragen von betroffenen Anwohnern beantworten.

Der Leitungsbau betrifft auf niedersächsischer Seite neben der Stadt Osnabrück vor allem Bissendorf, Georgsmarienhütte, Borgloh und Wellingholzhausen. Im nördlichen Abschnitt werden von dem Vorhaben zudem Bad Essen und Ostercappeln sowie wenn auch nur minimal Bohmte und gegebenenfalls Belm berührt.

Bildtext:
Erdkabel statt Freileitung: Bürgerinitiative und Landkreis fordern weiterhin, für die geplante 380-kV-Leitung mehr Teilerdverkabelungsabschnitte einzuplanen.
Foto:
David Ebener
Autor:
Constantin Binder


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