User Online: 1 | Timeout: 15:49Uhr ⟳ | Ihre Anmerkungen | NUSO | Info | Auswahl | Ende | AAA  Mobil →
Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Datensätze des Ergebnis
Suche: Auswahl zeigen
Treffer:1
Sortierungen:
Anfang der Liste Ende der Liste
1. 
(Korrektur)Anmerkung zu einem Zeitungsartikel per email Dieses Objekt in Ihre Merkliste aufnehmen (Cookies erlauben!)
Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Überschrift:
Bunte Vielfalt gegen rechts
Zwischenüberschrift:
Straßenfest im Zeichen des Friedens
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Osnabrück Im Rahmen der Sommerkulturtage wurde am Sonnenhügel in der Moorlandstraße zum ersten Mal ein Friedensfest veranstaltet. Gemeinsam mit der Matthäusgemeinde soll damit ein Zeichen für Vielfalt und ein friedliches Miteinander gesetzt werden. Anlass des Festes waren vermeintlich rechtsgerichtete Aktivitäten in der Nachbarschaft.

Unter dem Motto Bunte Vielfalt″ sollte das Fest Menschen jeder Konfession und Hautfarbe zusammenbringen. Den entscheidenden Anstoß für diese Friedensbekundung gaben drei Frauen aus dem Stadtteil Sonnenhügel. Im Oktober 2018 beobachteten sie verfassungsfeindliche rechte Aktivitäten. Eine riesige, völlig überdimensionale″ Reichsflagge wurde gehisst, berichtete eine der Frauen. Sie sahen Hitlergrüße und hörten, wie rechtsgerichtete Lieder lauthals gesungen wurden. An diesem Tag entwickelten sie die Idee des Straßenfestes: Wir wollten das so nicht hinnehmen, und das ist unsere Antwort darauf.″ Also wandten sie sich unter anderem an Osnabrücker Politiker und den Kirchenvorstand der Matthäusgemeinde, um gemeinsam das Fest zu organisieren.

Ganz im Sinne ihres Mottos wurde es ein buntes und vielfältiges Fest. Die Seebrücke, Exil, Fokus und viele weitere Vereine und Privatpersonen gaben ihre Unterstützung, um die positive Botschaft zu vermitteln, denn es hat ein anderes Gewicht, für etwas zu sein, als gegen etwas zu demonstrieren″, sagte Gunther Bretz, Mitinitiator und Kirchenvorstand. Deswegen sollte ein Zeichen für gegenseitige Akzeptanz und Respekt, für Vielfalt und Gleichheit gesetzt werden. Die teilnehmenden Organisationen boten an ihren Ständen im Rahmen der Sommerkulturtage zudem zusätzliche Informationen zu den Themen Flüchtlingshilfe, Migration und Nachhaltigkeit an.

Für kulinarische Vielfalt sorgte Mosa Adam Mosa, der vor fünf Jahren aus dem Sudan nach Deutschland kam. Er kochte für die Besucher des Festes eine typisch sudanesische Suppe, die nach nur einen halben Stunde vergriffen war.

Während des Festes wurden zudem Spendengelder gesammelt. Diese sowie der Erlös aus dem Kaffee- und Kuchenverkauf kommen dem Abseitschor zugute, der auch das Fest mit einigen Liedern beendete.

Bildtext:
Hobbykoch Mosa Adam Mosa bereitete für die Besucher eine typisch sudanesische Suppe vor.
Foto:
André Havergo
Autor:
Viktoria Koenigs


Anfang der Liste Ende der Liste