User Online: 2 | Timeout: 16:22Uhr ⟳ | Ihre Anmerkungen | NUSO | Info | Auswahl | Ende | AAA  Mobil →
Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Datensätze des Ergebnis
Suche: Auswahl zeigen
Treffer:1
Sortierungen:
Anfang der Liste Ende der Liste
1. 
(Korrektur)Anmerkung zu einem Zeitungsartikel per email Dieses Objekt in Ihre Merkliste aufnehmen (Cookies erlauben!)
Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Überschrift:
Wartehäuschen begrünen ist gut, mehr Wartehäuschen bauen ist besser
Zwischenüberschrift:
Leserbrief
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Zum Artikel BOB schlägt vor: Dächer von Bushaltestellen begrünen Vorbild ist die niederländische Stadt Utrecht″ (Ausgabe vom 10. August).

Wenn das technisch möglich ist, die Dachlast nicht zu groß wird und der Aufwand den Nutzen rechtfertigt, dürfen gern alle Buswartehäuschen begrünt werden. Kleinvieh macht bekanntlich auch Mist.

Viel wichtiger aber wäre es, erst einmal mehr Bushaltestellen überhaupt mit Wartehäuschen zu versehen. Wer nicht im Regen auf den Bus warten muss, lässt vielleicht eher das Auto stehen. Und jedes nicht fahrende Auto ist dem Artensterben, der Feinstaubvermeidung und dem Kleinklima nützlicher als mehrere Haltstellen-Gründächer von gerade mal fünf Quadratmeter Fläche.

Es bräuchte also (zusätzlich) einen Ratsantrag, der ein Wartehäuschenkataster verlangt, und dann eine rasche Abarbeitung der Mängel.

An den Haltstellen Moorlandstraße und Am Bürgerpark (stadtauswärts) stehen die Fahrgäste seit Jahren im Regen auch noch, nachdem im Juni 2015 der damalige Stadtwerkevorstand Hülsmann beim Bürgerforum Abhilfe versprach. Und dann wäre da außerdem noch die Busbeschleunigung, die wesentlich wichtiger ist als Minigründächer. Die steht zwar seit Jahrzehnten als Forderung in allen Nahverkehrsplänen und vielen Parteiprogrammen, aber es tut sich so gut wie nichts. Wer aber mit dem Bus im Stau stecken wird, steigt eher nicht um.

Der BOB, der die Gründächer will, will keine Busbeschleunigung. Angeblich gebe das noch mehr Staus. Mitnichten: Mit intelligenter Ampelschaltung ist allen gedient; die Wartezeiten verringern sich für den Bus um 80, für alle anderen um bis zu 40 Prozent, wie ein Beispiel aus Dresden zeigt. Nachzulesen hier: stefanlaemmer.de.

Nicht zu vergessen: Wer den Bus schnell macht, macht ihn auf doppelte Weise preiswert. Man spart Wagenumläufe, und ein schneller Bus wird stärker nachgefragt: Mehr Fahrgäste, mehr Einnahmen. Das ist dringend nötig, wenn sich das Busnetz 2019 (ab Februar 2020) rechnen soll. Immerhin hat der Rat dafür mehr als zwei Millionen Euro bereitgestellt, um Metrobuslinien, Ringlinien und größere Bedienungsqualität anzubieten. Steckt der Bus weiterhin im Stau, versanden diese Millionen.′′

Thomas Polewsky
Osnabrück
Autor:
Thomas Polewsky


Anfang der Liste Ende der Liste