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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Überschrift:
Osnabrück „nachhaltigste Großstadt Deutschlands″
Zwischenüberschrift:
Stiftung würdigt Bürgerbeteiligung und Klimaschutz / 30000 Euro Preisgeld
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Osnabrück Die Stadt Osnabrück wird für ihr Engagement für eine gelungene Stadtentwicklung mit dem Deutschen Nachhaltigkeitspreis gewürdigt. Wie die Stiftung Deutscher Nachhaltigkeitspreis am Donnerstag in Düsseldorf mitteilte, wird Osnabrück als Deutschlands nachhaltigste Großstadt 2020 ausgezeichnet. Der Preis ist mit 30 000 Euro dotiert.

Die Stadt habe einen Indikatoren-Katalog entwickelt, der es jedem ermögliche, die Umsetzung strategischer Stadtziele detailliert zu überprüfen, begründete die Stiftung die Entscheidung. Die Stadt hat sich erstmals 2016 acht strategische Entwicklungsziele gegeben. Die Umsetzung wird in einem Datenpaket unter dem Namen Kosmos″ öffentlich dokumentiert. Jeder kann im Internet (osnabrueck. de/ kosmos) Einblick nehmen.

Außerdem würdigt die Stiftung die aktive Bürgerbeteiligung in Osnabrück. So konnten die Menschen ihre Ideen zur nachhaltigen Stadtentwicklung beim Masterplan Innenstadt″ einbringen. Bei diesem Masterplan geht es unter anderem um weniger Platz für den motorisierten Individualverkehr und die Schaffung attraktiver Grünflächen. Die Stadt habe auch etwas für den Klima- und Ressourcenschutz getan, indem sie etwa ökologische Standards in der Bauleitplanung gesetzt, als erste Kommune in Deutschland ein Solardachkataster erstellt, den Bau von Radschnellwegen und Umstellung des Nahverkehrs auf Elektrobusse begonnen habe. Wir freuen uns sehr, dass wir insbesondere für die strategische Verankerung des Themas Nachhaltigkeit die Auszeichnung erhalten″, so Oberbürgermeister Wolfgang Griesert.

Claas Beckord, Abteilungsleiter Strategische Stadtentwicklung und Statistik, sagte: Nachhaltigkeit ist in Osnabrück eine Querschnittsaufgabe, an der alle Fachbereiche und vor allem die Bürgerschaft mitwirken. Wir haben daher nicht mit einem, sondern einer Vielzahl von konkreten Projekten, aber auch der strukturellen Verankerung des Themas Nachhaltigkeit gepunktet.″

Auch unsere vielfältigen Umweltprojekte und unsere Einrichtungen der Bildung wie das Umweltbildungszentrum Museum am Schölerberg tragen zur nachhaltigen Entwicklung bei. Nicht zuletzt sind es auch die vielen engagierten Bürgerinnen und Bürger, die sich für ein nachhaltiges Osnabrück einsetzen″, so Beckord.

Die Grünen gratulierten der Verwaltung: Das ist eine tolle Anerkennung. Der Preis ist zugleich ein Ansporn, in Sachen Klima- und Umweltschutz nicht nachzulassen, um mehr Lebensqualität für die Bürgerinnen und Bürger zu schaffen″, heißt es in einer Stellungnahme von Fraktionschef Volker Bajus. Das Team der Stadt- und Umweltplaner um Stadtbaurat Frank Otte macht offensichtlich einen guten Job. Das wird hier zu Recht gewürdigt″, so Bajus weiter. Gleiches gelte für das Team um Claas Beckord, dem es gelungen sei, den Rat hinter das Zielbündel der Stadt zu bringen und intensiv die Bürgerschaft einzubinden.

Im Herbst wird der Preis offiziell im Friedenssaal im Osnabrücker Rathaus übergeben. Die Auszeichnung ist eine Initiative der Stiftung Deutscher Nachhaltigkeitspreis zusammen mit der Bundesregierung, der Allianz Umweltstiftung, dem Rat für Nachhaltige Entwicklung und anderen Organisationen. Der Preis wird seit 2008 in fünf Kategorien verliehen. Im Herbst findet traditionell eine Abschlussgala mit 2000 Gästen statt.

Ausgezeichnet werden 2020 auch die Städte Aschaffenburg (Bayern) und Bad Berleburg (Nordrhein-Westfalen).

Stiftung Nachhaltigkeitspreis

Die Stiftung Deutscher Nachhaltigkeitspreis e. V. ist von Stefan Schulze-Hausmann, Wissenschaftsjournalist und Rechtsanwalt, ins Leben gerufen worden. Ihr Sitz ist Düsseldorf. Zweck ist laut Satzung, durch die jährliche Vergabe des Preises eine nachhaltige Entwicklung zu fördern. Eine breite Finanzierungsstruktur, die neben Unternehmen auch Verbände, Forschungseinrichtungen und Ministerien einbeziehe, garantiere ihre Unabhängigkeit, sagt die Stiftung über sich selbst. Die Stiftung verleiht den Nachhaltigkeitspreis in verschiedenen Kategorien wie Forschung, Architektur, Wirtschaft, Unternehmen und Kommunen. Partner sind unter anderem die Rewe-Group, Volkswagen, Evonik, Der Grüne Punkt, Henkel und Vaillant. Im Vorjahr wurde Münster ausgezeichnet. Frühere Preisträger sind Hannover, Nürnberg, Karlsruhe und Dortmund.
Autor:
Wilfried Hinrichs


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