User Online: 4 | Timeout: 23:21Uhr ⟳ | Ihre Anmerkungen | NUSO | Info | Auswahl | Ende | AAA  Mobil →
Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Datensätze des Ergebnis
Suche: Auswahl zeigen
Treffer:1
Sortierungen:
Anfang der Liste Ende der Liste
1. 
(Korrektur)Anmerkung zu einem Zeitungsartikel per email Dieses Objekt in Ihre Merkliste aufnehmen (Cookies erlauben!)
Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Überschrift:
Es läuft auf Osnabrücks Schulbaustellen
Zwischenüberschrift:
Grundschule Hellern wird pünktlich fertig
Artikel:
Kleinbild
 
Kleinbild
 
Kleinbild
 
Kleinbild
 
Kleinbild
 
Kleinbild
Originaltext:
Osnabrück Nur noch wenige Tage, dann werden fröhlich kreischende Kinder den Lärm hässlich kreischender Kreissägen vergessen machen. Pünktlich zum Schuljahresbeginn ist die Grundschule Hellern bezugsfertig. Das verspricht Bauleiter Ralph Siebert vom Fachbereich Immobilien Schülern, Eltern und Lehrern.

Der Schimmel ist vergessen, die Feuchtigkeit ist verbannt, das Asbest aus allen Räumen entfernt die Grundschule Hellern ist fast bezugsfertig. Ein paar Tage bleiben den Bauarbeitern und Möbelpackern noch bis zum Schuljahresbeginn.

Dann können die Schüler ihre neuen, hellen und freundlichen Klassenräume beziehen. Vom alten Schulgebäude ist lediglich der zweigeschossige Teil stehen geblieben. Er wurde komplett entkernt und neu aufgebaut. Für den abgerissenen eingeschossigen Gebäudetrakt hat die Grundschule Hellern einen zweigeschossigen Neubau erhalten, der mittels eines Lifts sämtliche Baukörper barrierefrei erschließt.Ganztag

Die Wurzeln der Bauplanungen in Hellern lagen in fast schon grauer Vorzeit im Wunsch der Schule, zur Ganztagsschule zu werden. Damit wurden eine Mensa und Räume für die Nachmittagsbetreuung fällig. Im Verlauf dieser Planungen zeigte sich aber, dass der Zahn der Zeit vor allem dem eingeschossigen Teil der Schule dermaßen zugesetzt hatte, dass der Schimmel fröhliche Urständ feiern konnte. Sanierungsversuche schlugen fehl. Kaum hatten die Sanierer die Schule verlassen, überzog wieder ein unappetitlicher Flaum Wände und zum Beispiel Musikinstrumente.

Das alles ist nun Geschichte, auch dank des Einsatzes der gesamten Schulgemeinschaft, die zu guter Letzt erheblichen Druck auf Rat und Verwaltung machte, die Probleme im Kern anzugehen. Jetzt kann die Schule auch endlich als Ganztagsschule fungieren. Die neue Mensa macht es möglich. Siebert zeigt sich zufrieden mit dem Verlauf der Baumaßnahme, für die Rat und Verwaltung etwa sieben Millionen Euro lockergemacht haben.

Wir sind knapp dran, aber wir schaffen das″, versichert Ralph Siebert, der vor allem auch die gute Zusammenarbeit der Handwerker unterstreicht, während in der Mensa noch die Beleuchtung eingebaut wird und auch der Maler an dieser Stelle ganz offensichtlich noch einige Liter Farbe wird verteilen müssen. Die Küchenbauer fangen nach Sieberts Worten noch in dieser Woche mit den Einbauten an, sodass der Verpflegung der Kinder im neuen Schuljahr nichts mehr im Wege stehen dürfte. Die Küche grenzt direkt an Pausenhalle und Eingangsbereich, wobei sich dieser großzügige Raum durch eine mobile Trennwand teilen lässt. Die Wand kann für größere Veranstaltung geöffnet werden, wird aber im Alltagsbetrieb vor allem für den Mensabetrieb wohl überwiegend geschlossen sein″, meint Siebert.

Neubau und Renovierung schaffen Luft und Raum im wahrsten Sinne des Wortes, denn fortan wird es zu den Klassenzimmern auch Gruppen- bzw. Differenzierungsräume geben. Das Ganze gestaltet in hellen Farben, ebenso wie die Räume für den Ganztagsbetrieb.

Im Außenbereich werden wir noch etwas länger zu tun haben″, kündigt Siebert an. Zwar stehen die Pflasterarbeiten kurz vor dem Abschluss, aber vor allem die Grünanlagen werden noch auf sich warten lassen, zumal sich bei den derzeitigen Wetterverhältnissen eine Neuanlage kaum anbietet. Erhalten bleibt den Helleranern zunächst die Mobiklassenkulisse. Die Container wurden während der Bauphase von der Grundschule bewohnt. Mittlerweile hat die Stadt die bislang nur angemieteten Mobilklassen für 1, 7 Millionen Euro gekauft, um sie zur Abdeckung fehlender Kita-Plätze zu nutzen.

Nicht ganz im Plan ist der Turnhallenneubau für das Graf-Stauffenberg-Gymnasium und die Bertha-von-Suttner-Realschule. Ludger Rasche, stellvertretender Leiter des Eigenbetriebs Immobilien und Gebäudemanagement rechnet mit einer Fertigstellung in etwa in den Herbstferien. Anfänglich haben die Bauarbeiter im wahrsten Sinne des Wortes auf Granit gebissen. Der felsige Untergrund stellte Planer und ausführende Gewerke vor große Herausforderungen und bremste die Arbeiten bereits in einem frühen Stadium aus. Hinzu kam nach Rasches Worten ein weit verbreitetes Problem, vor dem auch die öffentliche Hand nicht verschont bleibt: Ausschreibungen blieben unbeantwortet und mussten ein zweites Mal ausgebracht werden, weil sich kein Auftragnehmer fand. Es läuft eben im Handwerk.

Die neue Dreifeldsporthalle, deren Tribüne etwa 200 Personen Platz bietet, ist mit Kosten in Höhe von 6, 12 Millionen Euro veranschlagt. Die neue Sporthalle und sämtliche Funktionsbereiche (Umkleiden, Sanitärräume) sind barrierefrei erschlossen. Im südöstlich gelegenen Treppenraum befindet sich ein Aufzug, der Sporthallenebene (Gottlieb-Planck-Straße) und Tribünenebene (Schulhof) erschließt. Erweitert wird das Raumprogramm durch einen Seminarraum, der direkt von der Sporthalle aus erreichbar ist. Die großflächige Glasfassade in der oberen Ebene öffnet das Gebäude zum neu gestalteten Schulhof und Haupteingang des Graf-Stauffenberg-Gymnasiums. Die semitransparente Glasfassade zur Gottlieb-Planck-Straße ermöglicht ergänzenden Tageslichteinfall und strukturiert den Baukörper.

Im Zuge des Sporthallenneubaus wird der Haupteingang des Graf-Stauffenberg-Gymnasiums von der Gottlieb-Planck-Straße durch eine Freiraumtreppe und Rampenanlage neu erschlossen. Das neue Gebäude ist im Passivhausniveau errichtet. Derzeit werden die Innenausbauarbeiten ausgeführt. Parallel erfolgen die Arbeiten zu den Freiraumanlagen.Fristgerecht

Ein weiterer dicker Brocken, den der Fachbereich Immobilien derzeit zu stemmen hat, ist die Erweiterung des Ernst-Moritz-Arndt-Gymnasiums im Schulzentrum Sonnenhügel. Hier ist der Baukörper bereits zweigeschossig in die Höhe gewachsen. Das Dach ist gedeckt, und wenn die derzeit begonnenen Fensterarbeiten abgeschlossen sind, sind die acht neue n Klassenräume zuzüglich zweier Differenzierungs- bzw Gruppenräume sowie die erforderlichen sanitären Anlagen und die entsprechenden Technikräume winterfest. Rasche rechnet mit einer Fristgerechten Fertigstellung bis zum Schuljahresbeginn 2020/ 21. Das Gebäude wird nun in räumlicher Nähe zum hinteren Eingang des Schulzentrums in einem freien Grundstücksbereich zwischen Schulzentrum und Sporthalle erstellt. 2, 75 Millionen Euro muss die Stadt an dieser Stelle für den kultusministeriellen Beschluss zur Schulzeitverlängerung hinblättern.

Bildtexte:
Der Eingangsbereich der Grundschule in Hellern ist auch durch die Beleuchtung ein Hingucker.
Der Erweiterungsbau für das Ernst-Moritz-Arndt-Gymnasium ist schon aus der Erde gewachsen.
Mensa und Essenausgabe.
Der Bau der Sporthalle an der Gottlieb-Planck-Straße und der Aufgang zu den Schulen nehmen Gestalt an.
Die Außenarbeiten werden sich - bedingt auch durch das Wetter - noch bis in den Herbst hinziehen .
Die Möbel sind schon da, die Schüler können bald kommen.
Fotos:
Michael Gründel, Gert Westdörp
Autor:
Dietmar Kröger


Anfang der Liste Ende der Liste