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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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aus Zeitung:
Überschrift:
Warum die Uni Nitrat-Teststäbchen verteilt
Zwischenüberschrift:
Bürger können beim Monitoring mitmachen und selbst Gewässerproben nehmen
Artikel:
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Originaltext:
Osnabrück Wer immer schon mal wissen wollte, wie hoch die Nitratwerte in seinem Brunnen oder im nächsten Bach sind, kann auch gleich an einem Forschungsprojekt der Osnabrücker Universität teilnehmen. Dazu gehört es, alle zwei Wochen eine Wasserprobe zu ziehen, mit einem Teststäbchen den Nitratwert zu bestimmen und das Ergebnis über eine App hochzuladen.

Die Nitratbelastung ist ein großes Thema in Norddeutschland, und das nicht erst, seit die Europäische Union droht, die Bundesrepublik wegen zu lascher Bestimmungen zu verklagen. Die Universitäten in Osnabrück und Oldenburg hoffen auf möglichst viele Interessierte, die sich an ihrem gemeinsamen Monitoring-Projekt beteiligen wollen. Es läuft vom September 2019 bis zum Februar 2021, also über eineinhalb Jahre. Ab sofort ist die Internetseite nitrat. uos.de freigeschaltet, über die weitere Informationen und ein Anmeldeformular zugänglich sind.

Teilnehmen können Bewohner der Landkreise Osnabrück (Nord), Cloppenburg, Vechta und Emsland und der Stadt Osnabrück. Wer sich angemeldet hat, bekommt von einer der beiden Universitäten kostenlos alle Materialien zur Messung der Nitratkonzentrationen in einem beliebigen Gewässer der Region.

Wir hoffen auf 1000 Teilnehmer, sagt Marco Beeken, der das Monitoring-Projekt für die Universität Osnabrück koordiniert. Dem Professor für Chemiedidaktik ist bewusst, dass die Landwirtschaft eine wichtige Rolle spielt, wenn es um Nitrat im Wasser geht. Er betont jedoch, dass es nicht beabsichtigt sei, die Bauern an den Pranger zu stellen. Vielmehr solle versucht werden, gemeinsam Lösungen zu finden.

Das Projekt mit dem vollständigen Namen Schüler und Bürger forschen zusammen mit Wissenschaftlern zum Thema Stickstoffbelastung von Gewässern″ wird von der Deutschen Bundesstiftung Umwelt mit 300 000 Euro unterstützt. Begleitet werden die teilnehmenden Bürger-Wissenschaftler von Schülerinnen und Schülern aus der Region, die ein Seminarfach zum Thema Nitrat belegen und Fragen zum Nitrat-Monitoring beantworten können.

Zwischenergebnisse und weitere Erkenntnisse werden demnächst als Wanderausstellung in den Regionalen Umweltzentren in der Region ausgestellt. An der Universität Osnabrück laufen die Fäden für das Nitrat-Monitoring bei der wissenschaftlichen Mitarbeiterin Frauke Brockhage zusammen. Sie will dem Thema ihre Doktorarbeit widmen. Beim Ortstermin an der Hase zeigte sie schon einmal, wie gemessen wird.

Am Ende ergab der Teststreifen eine Nitratkonzentration von 25 Milligramm pro Liter Wasser. Brockhages Kommentar: Eigentlich ein ganz guter Wert.″

Die Nachwuchswissenschaftlerin steht zur Verfügung, wenn Projektteilnehmer oder Interessierte Fragen haben. Ihre Mailadresse: frauke.brockhage@ uos.de.

Mit ihrem Citizen-Science″-Ansatz wollen die beiden Universitäten die Wissenschaft auf eine breite Basis stellen und Verständnis für ihre Arbeit wecken. Der Chemiedidaktiker Marco Beeken verspricht sich aber auch von einem Vergleich mit den vom Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN) erhobenen Daten interessante Erkenntnisse: Vielleicht finden wir ja auch neue Hotspots!

Bildtexte:
Wie viel Nitrat ist im Hasewasser? Frauke Brockhage (rechts) und Johann Schmidt nutzten den Ortstermin, um auf das Nitratprojekt aufmerksam zu machen, das die Universitäten in Osnabrück und Oldenburg veranstalten.
Frauke Brockhage will sich mit dem Projekt ihren Doktortitel verdienen.
Fotos:
Michael Gründel
Autor:
Rainer Lahmann-Lammert


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