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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Überschrift:
Es soll rote Rosen regnen
Zwischenüberschrift:
91-jährige Osnabrückerin freut sich über Wiederbelebung des Rosenplatzes – Neues unbekanntes Foto vom Wochenmarkt
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
OSNABRÜCK. Als Elisabeth Wenner am vergangenen Samstag die Zeitung gelesen hat, freute sie sich. Denn sie sah nicht nur ein Foto des Rosenplatzes in alter Pracht auch stand dort geschrieben, dass am Rosenplatz im Zuge der Umgestaltung 400 rote Rosen gepflanzt werden sollen. Die 91-Jährige hat ihre Kindheit an dem Ort verbracht, dessen blumige Vergangenheit nun wieder belebt werden soll.
Meine Eltern haben das Quartier gesucht und gefunden″, sagt Wenner. Um zur Schule zu kommen, mussten sie und ihre Geschwister nicht weit, sondern einfach über die Straße gehen. Das war damals noch problemlosmöglich. Autos gab es in den Zwanzigerjahren des vorigen Jahrhunderts nur selten.Und die Pferdekutschen, die über den Rosenplatz fuhren, waren schon von Weitem zuhören, erinnert sich die rüstige Osnabrückerin.
Damals hat Elisabeth Wenner mit ihren Freundinnen auf dem Platz gespielt. Der Verkehr spielte keine Rolle. Trubel und Hektik waren dem Rosenplatz abe rauch schon vor mehr als 80Jahren nicht fremd. Jeden Donnerstag fand dort der Wochenmarkt statt. Das warfür uns Kinder ein Vergnügen erster Klasse″, erinnert sie sich.
Gewohnt hat die Familie im dritten Stock des Mietshauses mit der Nummer 3. Wenn wir aus dem Fenster des Wohnzimmers guckten, hatten wir den schönen Platz unter uns, den vollen Überblick über einen schön gestalteten Rosengarten mit gepflegten Rasenflächen und Ruhebänken″, beschrieb Elisabeth Wenner den Rosenplatz in einem von ihr verassten Aufsatz. Damals sei der Platz noch nicht vom Verkehr zur Rennstrecke degradiert″ worden, schrieb sie.
Heute meidet sie den Ortihrer Kindheit, so gut sie kann. Der ist so hässlich, da läuft man ja weg″, sagt sie erzürnt und lässt durchblicken, wie viel Temperament in ihr steckt. Umso erfreuter ist sie über die Nachricht, der Rosenplatz solle seinem Namen jetzt wieder alle Ehre machen und mit Rosen bepflanzt werden. Das ist eine Riesenfreude für mich″, sage sie. Im Frühjahr 2012 möchte sie wieder an den Ort ihrer Kindheit zurückkehren. Dann setze ich mich dort hin und denke an meine lieben Eltern.″
Erinnerungen weckte das historische Foto auch bei Ursula Kupke, die sich in der Internetgemeinschaft OS-Nachbarn.de zu Wort meldete: Ich bin 75 Jahre alt und kann mich noch sehr gut anden Rosenplatz erinnern. Bis März 1945 war der Hängebunker unter dem Roseplatz mein zweites Zuhause. Der Bunker hatte drei Eingänge. Der vordere Eingang war der Eingang Rosenplatz, der zweite hieß Sutthauser Straße und der dritte hieß Koksche Straße. Nachts war es besonders schwer, zum Bunker zu gelangen, da wir uns an den Häusern entlangschleichen mussten, da über uns die Tannenbäume′ leuchteten (Tannenbäume = abgeschossene Leuchtkugeln). Gewohnt habe ich im Elternhaus meiner Mutter an der Sutthauser Straße 39 von 1937 bis 1945. [...] Beim letzten Angriff auf Osnabrück am 25. 3. 1945 wurde der Rosenplatz in Schutt und Aschegelegt. Vermutlich sollten die Eisenbahnschienen getroffen werden. Das Haus wurde wieder aufgebaut und von meinem Onkel bewohnt.″
Zum sogenannten Skandalhaus, das wir in einer Bildergalerie auf OS-Nachbarn.de zeigten, schrieb der Nutzer A.K.: In den 50er-Jahren wurde das heutige Skandalhaus als , Wohn- und Geschäftshaus Emil Krone′ erbaut. Die Aufnahme ist nach 1964 entstanden, denn in diesem Jahr wurde das obere (vierte) Stockwerk errichtet. Im Erdgeschoss befanden sich die Schuhhandlung Runnebaum sowie der Supermarkt Eklöh.″
Um die Dinge des täglichen Bedarfs geht es auch auf unserem neuen unbekannten Foto. Es zeigt den Wochenmarkt an der Großen Domsfreiheit doch wann? Helfen Sie uns und erzählen Sie Ihre Wochenmarktgeschichte auf OS-Nachbarn.de.

Bildtexte:
Der Rosenplatz um 1930 inalter Pracht,
In ihrer Kindheit war der Rosenplatz noch bepflanzt, erinnertsich die 91-jährige Elisabeth Wenner.
Der Wochenmarkt an der Großen Domsfreiheit,
Fotos:
Wilhelm Eggert, Gert Westdörp, Emil Harms
Autor:
tw, cbi


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