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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Überschrift:
BOB: Verkehrskonzept Westerberg gescheitert
Zwischenüberschrift:
Anwohner ziehen sich enttäuscht vom Runden Tisch zurück
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Osnabrück Enden die Bemühungen, den Westerberg vom Durchgangsverkehr zu befreien, in der Sackgasse? Der Bund Osnabrücker Bürger (BOB) jedenfalls fällt ein vernichtendes Urteil über den Runden Tisch Westerberg. Und Anwohner Johannes Lohmöller kündigt enttäuscht die Mitarbeit auf.

In dieser Woche tagte der Runde Tisch Westerberg zum zweiten Mal nach seiner Wiederbelebung offenbar ohne greifbares Ergebnis. Johannes Lohmöller, der mit seiner Familie an der Gluckstraße wohnt, hat sich in einem Brief an die Stadt frustriert von diesem Gremium abgewandt: Ich habe fest an den Runden Tisch geglaubt und ihm eine echte Chance gegeben, ihn vor allgegenwärtigen Skeptikern aus Nachbarschaft und sozialen Medien verteidigt. Die Meckerfritzen auf ihrem Sofa haben leider Recht behalten. Diese Form der Bürgerbeteiligung ist voll in die Uhr gegangen.″

Lohmöller hat nach eigenen Angaben das Vertrauen in Politik und Verwaltung verloren, den versprochenen Plan B tatsächlich entwickeln und umsetzen zu wollen. Mit dem Abbau der Berliner Kissen auf der Gluckstraße sei die letzte Hoffnung auf eine sofort spürbare, effektive Verkehrsberuhigung begraben worden, so Lohmöller.

Nach dem Nein der Wähler in der Bürgerbefragung 2014 zur Entlastungsstraße West hatte die Politik einen Plan B zur Entlastung der heimlichen Westumgehung (Gluckstraße, Händelstraße, Mozartstraße) in Aussicht gestellt und den Runden Tisch Westerberg mit Vertretern von Interessengruppen, Anliegern, Verkehrsexperten und Politikern ins Leben gerufen. Ein Ergebnis: die Berliner Kissen. Die Bremsbuckel wurden allerdings inzwischen wieder abgebaut, weil die Rettungsdienste damit Probleme hatten.

Der daraufhin erneut einberufene Runde Tisch ist nun nach zwei Sitzungen gescheitert″, wie der Bund Osnabrücker Bürger (BOB) meint. Der Bürgerbund wirft der Stadtverwaltung vor, nichts zur Verkehrsberuhigung unternehmen zu wollen, bis die zweijährige Baustellen-Sperrung der Rheiner Landstraße vorbei ist. Es werde offenbar befürchtet, dass jeder Eingriff in die heimliche Westumgehung die Verkehrslage im Umfeld der Großbaustelle weiter verschärfen würde, heißt es in einer BOB-Mitteilung. Leidtragende sind weiterhin die Anwohner, die im Vertrauen auf die Versprechungen der Politik dort ihre Häuser gebaut und gehofft haben, Politik und Verwaltung würden die schon vor Jahrzehnten getroffenen Zusagen endlich umsetzen.″

In seiner Sitzung im Mai hatte der Runde Tisch verschiedene Ideen diskutiert, darunter ein Nachtfahrverbot (mit Schranke), Ampeln, Aufpflasterungen, Engstellen, Markierungen und zusätzliche Querungshilfen. Ob davon etwas umsetzt wird, ist weiter unklar.

Der Runde Tisch tagt unter Ausschluss der Öffentlichkeit. Die Pressestelle der Stadt kann zu Inhalten der jüngsten Sitzung und dem weiteren Vorgehen nichts sagen. Stadtbaurat Frank Otte ist im Urlaub. Eine weitere Sitzung des Runden Tisches ist nicht geplant.
Autor:
Wilfried Hinrichs


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