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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Wenn Schüler mehr wissen als Lehrer
 
Geht nicht gibt´s doch!
Zwischenüberschrift:
Junge Forscher und ihre Projekte
 
Energie ist sein Thema: Joshua ist beim Wettbewerb "Schüler experimentieren" dabei
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
OSNABRÜCK. Die Mitglieder der Jugend forscht AG des Gymnasium Carolinum sind bei dem Nachwuchswettbewerb in den vergangenen Jahren Dauergast. Unter der Leitung von Dr. Ansgar Striethorst und Kai Crystalla entwickeln die Schüler neue Ideen, die dann vor einer Fachjury Bestand haben müssen.
Der Startschuss wird jedes Jahr beim Landeswettbewerb in Lingen gegeben. Die Sieger in den verschiedenen Kategoriendürfen dann am Bundeswettbewerb teilnehmen und ihre Entwicklungen auf großer Bühne präsentieren.
Die betreuenden Lehrkräfte nehmen eher eine indirekte Rolle bei der Entwicklung der Projekte ein. Wir begleiten die Schüler und geben ihnen an den Stellen Tipps, wo sie nicht mehr weiterkommen″, erklärt Ansgar Striethorst. Die Schüler sollen ihre eigenen Pläne entwerfen und nicht nach den Vorgaben der Lehrer arbeiten. Da passt es auch ins Bild, dass bei den Entwicklungsprozessen sehr viel Wert auf Eigenständigkeit gelegt wird. Natürlich müsse man den jüngeren Teilnehmern der AG noch mehr Hilfestellungen geben, damit deren ersteIdeen am Ende auch zu einem realisierbaren Projekt werden. Bei den älteren Jahrgängen sind die Lehrer hingegen eher als Diskussionspartner gefordert. Teilweise wissen die Schüler dann sogar mehr über ihr Themengebiet wie wir als Lehrer″, so Striethorst. Auch der Zweitplatzierte beim Bundeswettbewerb 2009, Ben Heuer, ist immer noch begeistert bei der Sache. Mit seinem erfolgreichen Projekt tourte″ er eine Zeitlang auf verschiedenen Veranstaltungen und Preisverleihungen. Da tut man sich schon schwer, solch ein Projekt aufzugeben″, gibt Ben zu. Im Moment habe er noch kein neues Projekt, mit dem er am diesjährigen Wettbewerb teilnehmen könnte.
Ein langfristiges Projekt haben sich Jan Vornhülz und Jan-Hendrik Aling zusammen mit Maximilian Terveer vom Technischen Gymnasium aufgebaut. DasTrio will einen Roboter entwickeln, der in ein Maisfeldfährt und dann individueller kennt, was eine Maispflanze benötigt. Mithilfe ihrer Entwicklung können die Landwirte dann eine bessere Preiseinschätzung abgeben. Einen ersten Roboter haben sie in den vergangenen vier Jahren schon entwickelt, allerdings entspreche der nicht mehr den technischen Anforderungen, und so arbeiten sie zurzeit an einem weiterentwickelten Modell.
Auch die Schule profitiert von den Entwicklungen der jungen Forscher, denn wenn diese kompatibel″ sind, stellen sie ihre Erfindungen zur Verfügung.

Jugend forscht
Jugend forscht ist ein Nachwuchswettbewerb in Naturwissenschaften, Mathematik und Technik, der von Bundesregierung, stern, Wirtschaft und Schulen gefördert wird. Die Jungforscher treten in der 46. Runde des Wettbewerbs im Februar zunächst bei einem der 78 Regionalwettbewerbe an. Die Besten qualifizieren sich für die Landeswettbewerbe im März und April. Den Abschluss bildet der Bundeswettbewerb vom 19.bis 22. Mai 2011 in Kiel.

OSNABRÜCK. Das funktioniert sehr gut, aber es fährt nicht schnell genug! Joshua Sangmeister 13) überlegt gemeinsam mit Gunnar Söhlke in der Jugend forscht AG, wie dieses Problem behoben werden kann. Joshua ist nun seit eineinhalb Jahren in der AG des Ratsgymnasiums. Hier können er und andere interessierte Schüler an ihren Projekten arbeiten, sich über ihre Ideen austauschen und sich Tipps und Ratschläge holen.

Joshua hat schon 2009 zum Thema Energie beim Wettbewerb Schüler experimentieren″ mitgemacht einer Sparte von Jugendforscht. Dieser Wettbewerb ist für Kinder und Jugendliche, die mindestens die vierte Klasse besuchen und maximal vierzehn Jahre alt sind. Die Älteren nehmen dann am Wettbewerb Jugend forscht teil. Auch dieses Jahr befasst sich Joshuas Projekt mit Energie. Autos brauchen viel Energie″, darum möchte der Siebtklässler den Fahrtwind nutzen, um einen Teil der Energie durch umweltfreundliche Energie zu ersetzen. Aus Lego-Technik hat Joshua ein Modellauto möglichst wirklichkeitsgetreu nachgebaut. Seine Idee ist, nun Propeller zu montieren, die sich durch den Fahrtwind anfangen zu drehen und schließlich einen Generator betreiben. Die Anfahrt soll aber durch eine Batterie erfolgen.
Doch Joshua hat ein Problem: Das Auto fährt zwar, aber es ist zu langsam, um später die Propeller anzutreiben. Nun gilt es, der Ursache des Problems auf den Grund zu gehen. Denn: Wenn wir die halbe Kraft einbüßen, bringt das nichts″, so Gunnar Söhlke. Er runzelt die Stirn und fragt Joshua: Ist der Motor vielleicht einfach zu schwach?
Jetzt muss gebastelt werden: Nach dem Auseinandernehmen des Motors und Bearbeitungen, die die Umdrehungen schneller machen sollen, bleibt nur nochdie Frage, ob das Modellauto nun schnell genug fährt, um später tatsächlich durch den Fahrtwind Energie zu erzeugen. Doch leider fährt es immer noch nicht so schnellwie nötig, aber Joshua bleibt zuversichtlich, denn selbst wenn es nicht funktioniert, ist es ja auch eine Entdeckung″! Bei richtigen Forschern klappt ja auch nicht immer alles.
Bis zum Start des Wettbewerbes ist noch ein bisschen Zeit. Ende November war bereits die Anmeldung zum Wettbewerb fällig natürlich online. Dazu war eine kurze Erläuterung des Projektes erforderlich. Die schriftliche Arbeit über das Projekt muss jetzt eingereicht werden. Im Februar läuft dann der Regionalwettbewerb, wo alle Schülerinnen und Schüler einen Wettbewerbsstand haben, um dort ihr Projekt mit hilfe von Plakaten, Experimenten oder Modellen zu präsentieren.
Am Wettbewerbstag kommen dann die Juroren an den Stand, und die Teilnehmer müssen einen kurzen Vortrag über ihr Projekt halten. Mitmachen lohnt sich, denn neben Spaß und vielen neuen Erfahrungen und Einblicken gibt es für die Sieger der sieben Fachgebiete Geldpreise, Experimentierkästen, Bücher und Reisen zu gewinnen. Zudem dürfen die Sieger am Bundeswettbewerb teilnehmen.
Für Joshua heißt es nun: Gas geben genau wie für sein Modellauto, damit das Experiment funktioniert.

Bildtext:
Tüftelt gerne: Der 13-jährige Joshua Sangmeister möchte sein Modellauto mit Windenergie betreiben– einfach ist das nicht.
Foto:
Friederike Kalkmann

DBU-Spezial Umweltberufe
Unter dieser Rubrik sind Artikel zu finden, die sich mit dem Thema Umweltberufe″ auseinandersetzen. Die Texte werdenmeist von Schüler-Reporterngeschrieben. Dabei geht es unteranderem um neue Berufsfelder, die Vorstellung von Firmen mit innovativen Ideen, Förderung und Ausbildung, Einblick ein Umwelt-Projekte und AGs an Schulen sowie die MINT-Fächer. Denn Umweltbranchen sind Wachstumsbranchen und schaffen neue Arbeitsplätze.
Weitere Infos: Telefon: 05 41/ 310-662, Mail: k.schwarte@ noz.de
Autor:
Natascha Kanke, Friederike Kalkmann


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