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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Überschrift:
Der Laden an der Ecke ist wieder da
Zwischenüberschrift:
Warum ein Osnabrücker Paar sein Haus besprühen ließ
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Osnabrück Sie hatten die Fassade ihres Hauses in der Wüste neu streichen lassen. Vier Tage später war die Wand wieder großflächig mit Graffiti besprüht. Cornelia Fröhle und Michael Rahe zogen die Konsequenzen und holten Profi-Sprayer.

Das Haus an der Ecke Wiesenbachstraße/ Heinrichstraße in der vorderen Wüste war schon oft Spielfläche illegaler Sprayer. Mindestens zehn verschiedene Tags haben sich im Laufe der Jahre angesammelt″, sagte Rahe im November nach der nächtlichen Farbattacke auf sein Haus. Ein Tag (gesprochen: Täg) ist das Markenzeichen eines Sprayers, seine persönliche Handschrift.

Im November letzten Jahres ließen Rahe und seine Frau Cornelia die Hausfront im Erdgeschoss neu streichen. Das frische Grau übte allerdings eine große Anziehungskraft auf einen illegalen Sprayer aus, der großflächig seine Handschrift hinterließ. Auch an anderen Häusern in der Gegend tobten sich in jener Nacht unbekannte Maler aus. Die Polizei registrierte mehr als zehn Fälle.

Was tun? Michael Rahe und Cornelia Fröhle engagierten die Bunten Hunde″: Marcel Ostendorf, Max Fuhrmann und Christian Aretz sind Profis an der Spraydose. Der Gedanke dahinter: Wo kunstvolle Bilder Fassaden schmücken, ist kein Platz für gesprühte Sachbeschädigung.

Die Hausbesitzer besprachen ihre Ideen mit den Bunten Hunden″. Gemeinsam entwickelten sie die Motive weiter. Eine sehr angenehme, professionelle Zusammenarbeit″, sagt Rahe, der mit dem Ergebnis sehr zufrieden″ ist.

Das jetzt fertiggestellte, 32 Meter lange Wandbild an der Wiesenbachstraße greift die Geschichte des Hauses und der Familie Fröhle auf, die dort in den Fünfzigerjahren einen kleinen Lebensmittelladen betrieb. Ein typischer Tante-Emma-Laden jener Zeit mit der Tür in der Hausecke.

Christian Aretz, einer der Bunten Hunde″, versteht sich als Botschafter einer neuen Szene″, die künstlerisch mit der Sprühdose arbeitet. Es greife zu kurz, diese Bilder nur als ein Mittel gegen illegale Sprayattacken einzuordnen. Wir malen für die Menschen, nicht gegen Graffiti″, sagt Aretz.

Bildtexte:
An der Wiesenbachstraße gab es bis in die Sechzigerjahre einen Tante-Emma-Laden. Die Hausbesitzer lassen ihn künstlerisch wiederaufleben.
Illegale Sprayer hinterließen im Herbst ihre Handschrift auf der frisch gestrichenen Fassade.
Schöpfer der Graffiti sind drei Profi-Sprayer, die unter dem Namen Die Bunten Hunde″ arbeiten.
Fotos:
Jörn Martens, Swaantje Hehmann
Autor:
Wilfried Hinrichs


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