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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Überschrift:
Wirken die Symbole?
Zwischenüberschrift:
Warten auf die Analyse für die Piktogramme an der Lotter Straße / Gefahr an der Ecke zur Bergstraße
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Osnabrück Konflikte zwischen Autofahrern und Radfahrern auf der Lotter Straße: Das Bürgerforum für die Stadtteile Westerberg und Weststadt diskutierte unter anderem über die Zukunft der Sharrows.

Die Sharrows auf der Lotter Straße verblassen. Vor etwa drei Jahren hat die Stadt weiße Piktogramme auf den Asphalt aufgetragen. Seitdem befinden sich zwischen der Bergstraße und der Straße Am Kirchenkamp 52 Fahrradsymbole, die Autofahrer darauf hinweisen sollen, dass sie die Straße mit Fahrrädern teilen.

Das Wort Sharrow stammt aus dem Amerikanischen. Es setzt sich aus den Wörtern Teilen (share) und Pfeil (arrow) zusammen wobei die Osnabrücker Variante auf die Pfeile verzichtet, um Missverständnissen vorzubeugen. Osnabrück ist eine von zehn Städten in Deutschland, die mit ihren Sharrows an einem Forschungsprojekt der Technischen Universität Dresden und der Bergischen Universität Wuppertal teilnehmen.

Manfred Haubrock, Vorsitzender des Bürgervereins Katharinenviertel, fragte im Bürgerforum, ob in der Zwischenzeit Ergebnisse vorlägen und ob geplant sei, die Piktogramme zu erneuern zumal sie nicht mehr erkennbar″ seien.

Wie Stadtbaurat Frank Otte berichtete, wartet er händeringend auf die Ergebnisse″ und damit auf die Analysen darüber, welche Auswirkungen die Sharrows darauf haben, welche Abstände Autofahrer beim Überholen einhalten und wie dazugehörige Befragungen ausgefallen sind. Der Fachbereich Städtebau rechne im Laufe des Sommers mit ersten Untersuchungsergebnissen darüber, ob sich die Sharrows positiv auswirkten. Falls ja, sollen die Piktogramme nicht mehr wie bisher nur einfach auf den Asphalt gemalt, sondern als fester Belag aus Kunststoff aufgetragen werden.

Gleich am Anfang der Lotter Straße kommt es offenbar zu Konflikten zwischen Radfahrern und Autofahrern, die aus der Bergstraße einbiegen. Anwohner Werner Röwer beobachtet, dass manche Autofahrer beim Abbiegen aus der Bergstraße immer wieder Radfahrer aus Richtung Heger Tor kaum wahrnehmen oder gar übersehen: Die Situation wird noch verschärft durch das Gefälle der Bergstraße in Richtung der Lotter Straße. Was tun? Röwer plädiert für ein Stoppschild sowie für Buckel oder Linien.

Doch der Fachbereich Städtebau hat offenbar noch mehr vor. Wir planen den gesamten Bereich um″, kündigte Stadtbaurat Otte an. Demnach will die Verwaltung die Situation auch am Wall zwischen dem Heger Tor und dem Rißmüllerplatz verbessern. Nach einer Verkehrsschau soll noch in diesem Jahr ein Planungsauftrag vergeben werden. Damit sind Werner Röwers Vorschläge nicht vom Tisch: Um sie soll es in einer Verkehrsbesprechung gehen.

Hans-Jürgen Wilkening, Besucher mehrerer Bürgerforen, brachte angesichts der Konflikte zwischen Autofahrern, Radfahrern und Anwohnern auch in anderen Stadtteilen diese Idee ein: Wie wäre es mit einem Tag des Osnabrücker Verkehrsfriedens? Die Anspielung auf die Friedensstadt kam im Bürgerforum an es gab Applaus.

Bildtexte:
Hier kommt es mitunter zu gefährlichen Situationen: die Kreuzung Lotter Straße zur Bergstraße.
Verblasst: Die Sharrows auf der Lotter Straße sind kaum noch zu erkennen. Sollten Forschungsergebnisse für die Wirkung der Piktogramme sprechen, werden sie erneuert.
Fotos:
Michael Gründel
Autor:
Jann Weber


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