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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Überschrift:
„Umweltkinder″ eröffnen Ausstellung
Zwischenüberschrift:
Klimawandel in der Elisabethschule veranschaulicht
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Osnabrück Unsere Erde hat Fieber″ heißt eine Ausstellung, mit der die Umwelt-AG der Osnabrücker Grundschule Elisabethschule auf Ursachen und Folgen des Klimawandels aufmerksam machen möchte. Im Zentrum steht ein von den Umweltkindern″ selbst gebautes Modell von der Erde″.

Es gibt etwas Neues vor dem Musikraum der Elisabethschule: Dort, wo in der Adventszeit ein Tannenbaum steht, sieht man nun dauerhaft eine Art Käseglocke, unter der eine Miniaturlandschaft aufgebaut ist mit Häusern und einer Straße, über der ein Flugzeug schwebt und auf der Menschen, von einem Polizeiauto geschützt, demonstrieren. Es handelt sich um ein Modell von der Erde″, das Schüler der hauseigenen Umwelt-AG gebaut haben, um den Klimawandel zu veranschaulichen auch zur Nutzung im Unterricht. Gleichzeitig ist es Bestandteil einer Ausstellung zum Thema, die entlang des Schulflures auch Infotafeln, Plakate, Fotos und Statements der jungen Eli-Umweltschützer″ zeigt und einen Büchertisch zum Thema bereithält. Sogar einen kleinen Film, in dem die globalen Ursachen und Folgen des Klimawandels kindgerecht erklärt werden, haben die Schüler gedreht.

Den Eindruck, dass sie wissen, wovon sie reden, erweckten die Umweltkinder″ auch bei der offiziellen Ausstellungseröffnung auf dem Schulhof. Mit für Grundschüler erstaunlichem Fachvokabular über chemische Verbindungen und Reaktionen lasen sie Texte über Erderwärmung und Treibhausgase ab, anhand derer sie ihre Lehrer und Mitschüler darüber belehrten, was es mit dem Klimawandel auf sich hat. So abstrakt das klang, so konkret waren die unterschiedlichen Schlussfolgerungen, die von den Schülern daraus gezogen wurden. Angesichts dessen, dass die Erde als Gottes Schöpfung″ nun Fieber″ habe und wir keinen Ersatzplaneten″ hätten, sei es wichtiger, schnell etwas gegen den Klimawandel zu tun, als in den Urlaub zu fliegen oder immerzu Neues zu kaufen″, mahnte der zehnjährige Manasseh. Plastik vermeiden″ und verhindern, dass Bäume gefällt werden, wollen nicht nur die beiden Zweitklässler Silas und Ela.

Ab der zweiten Jahrgangsstufe leistet sich die Elisabethschule pro Klasse zwei Umweltsprecher″, die kontinuierlich an den Aktionen der Umwelt-AG mitarbeiten, die sich auch bereits für abfallfreies Frühstück″ und abfallfreie Geburtstagsgeschenke″ starkgemacht hat. Geleitet wird sie von Grundschullehrerin Ulrike Winkler und fachlich begleitet und betreut von Henrik Peitsch vom städtischen Klimalab″. Hintergrund ist neben der frühzeitigen Sensibilisierung für Umweltprobleme auch eine Bewerbung der Elisabethschule um den Titel Umweltschule in Europa″. Passend zur aktuellen Thematik, wurde auch ein schulinterner Ideenwettbewerb gegen den Klimawandel″ ausgerufen, bei dem die Verfasser der besten Klimatipps eine Fahrt mit der Umwelt-AG zum Klimahaus nach Bremerhaven gewinnen können. Die Ausstellungseröffnung endete mit einem Aufruf an alle potenziellen jungen Klimaaktivisten, am Freitag nach der Schule an der Demonstration Fridays for Future″ teilzunehmen. Dafür könne man sich beim jeweiligen Klassenlehrer anmelden.

Bildtext:
Selbst gebaut: Ein Modell der Erde, das den Klimawandel veranschaulichen soll, enthüllten die Umweltkinder″ der Elisabethschule vor ihrem Musikraum.
Foto:
David Ebener
Autor:
Matthias Liedtke


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