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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Überschrift:
Osnabrück führt im Januar die gelbe Tonne ein
Zwischenüberschrift:
Der gelbe Sack hat ausgedient / Drei Varianten für unterschiedlich große Hausgemeinschaften
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Osnabrück Der Sack kommt in die Tonne: Osnabrück verabschiedet sich Ende des Jahres vom gelben Sack und führt die gelbe Tonne ein, die alle zwei Wochen abgeholt wird. Eine Wahl bleibt den Bürgern nicht.

An den Müllgebühren ändert sich durch die Umstellung nichts. Standardmäßig bekommen die Haushalte die großen, schwarzen 240-Liter-Behälter mit gelbem Deckel vor die Tür gestellt. Hausgemeinschaften mit weniger als fünf gemeldeten Bewohnern können eine kleinere 120-Liter-Variante bestellen und Gemeinschaften mit mehr als 20 Bewohnern einen 1100-Liter-Container anfordern, wie der Osnabrücker Servicebetrieb (OSB) mitteilt.

Die gelbe Tonne wird im vierzehntägigen Rhythmus abgeholt. Am Piesberg und auf den drei Recyclinghöfen in der Stadt sind Sammelstellen vorgesehen, wo Bürger zusätzlichen Verpackungsmüll kostenlos abliefern können.

Jahrelang wurde in der Stadt um Sack und Tonne gerungen. Die Sack-Gegner ärgern sich über die dünnen Tüten, die leicht aufreißen und bei starkem Wind ihren Inhalt der Straße überlassen. Außerdem sehen sie kritisch, dass ständig neue Plastiksäcke produziert werden müssen, nur um darin Abfall zu sammeln. Die Tonnen-Gegner haben meist mit dem Problem zu tun, dass neben der schwarzen, brauen und blauen Tonne auf dem Hof oft kaum noch Platz für eine vierte Farbe ist.

Der Stadtrat durchschlug im Dezember vergangenen Jahres den Knoten und gab dem OSB den Auftrag, den Systembetreibern die Tonne als Maß der Dinge vorzugeben.

Die Systembetreiber das sind die neun Unternehmen in Deutschland (zum Beispiel Der Grüne Punkt″ oder Interseroh), die den Auftrag haben, die von den Herstellern in Verkehr gebrachten Verpackungen zurückzunehmen. Damit beauftragen sie wiederum Unternehmen, die den Verpackungsmüll von den Haushalten einsammeln. In Osnabrück erledigt das zurzeit die OAG (Osnabrücker Abfallwirtschaftsgesellschaft), eine Tochterfirma von Meyer-Entsorgung. Ende 2019 läuft der Vertrag aus. Der Sammelauftrag wird neu ausgeschrieben.

Die Ausschreibung ist im April verschickt worden. Darin wird das Behältersystem als einzige Sammelform vorgeschrieben. Die Systembetreiber hätten gegen diese Klausel klagen können, haben das aber nicht getan. Deshalb ist jetzt klar, dass die Tonne kommt, wie OSB-Abfallchef Detlef Schnier dem Betriebsausschuss am Donnerstag mitteilte. Das Behältersystem ist bei den Systembetreibern eher unbeliebt, weil es höhere Kosten verursacht.

Ein Vorteil der Tonne ist, dass tendenziell die Quote der sogenannten Fehlwürfe zurückgeht: Tonnen können jeweils einem Grundstück eindeutig zugeordnet werden. Enthält eine Tonne zum Beispiel Restmüll, kann der Verursacher ermittelt und mit Tonnenanhängern informiert werden. Vor allem aber: Die falsch befüllte Tonne bleibt stehen. Falsch befüllte Säcke dagegen lassen die Sammelunternehmen nicht liegen, weil sie den Verursacher nicht identifizieren können und sich ansonsten in vielen Fällen niemand zuständig fühlen würde, den Müll wieder einzusammeln.

Der OSB bewirbt sich um den Auftrag zur Sammlung des Verpackungsmülls für die Jahre 2020 bis 2022. Der OSB sagt, aufgrund seiner Kompetenz bei der Behältersammlung und der detaillierten Kenntnis des Osnabrücker Stadtgebietes″ ließen sich Startprobleme vermeiden, wie sie bei ortsfremden Entsorgungsunternehmen oftmals vorkämen. Wir drücken dem OSB die Daumen″, sagte Ausschussvorsitzender Heiko Panzer (SPD) in der Sitzung.

Bildtext:
Die gelbe Tonne kommt. Das Bild entstand im Jahr 2009, als der Landkreis Osnabrück umstellte und 57000 gelbe Tonnen an die Haushalte auslieferte.
Foto:
Gert Westdörp
Autor:
Wilfried Hinrichs


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