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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Überschrift:
Jungzebra Franz entzückt Besucher im Zoo
Zwischenüberschrift:
Erstes Fohlen seit mehr als 20 Jahren kam für die Tierpfleger völlig überraschend
Artikel:
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Originaltext:
Osnabrück Das kam unerwartet: Ende Mai hat die Osnabrücker Zebrastute Jule zur Überraschung aller einen kleinen Hengst zur Welt gebracht. Franz″ ist das erste Zebrafohlen im Osnabrücker Zoo seit mehr als 20 Jahren.

Dabei hatte der Zoo gar nicht mit Zebranachwuchs gerechnet. Wegen der Bauarbeiten für die geplante afrikanische Tierwelt Mapungubwe″ verkleinerte sich zwischenzeitlich das Nashorn-Gelände, auf dem sich auch die beiden Chapman-Zebras Jule und Django befinden. Wie der wissenschaftliche Kurator des Zoos, Tobias Klumpe, erklärte, beobachteten er und die Tierpfleger zwar eine zunehmende Rundung des Bauches der Stute. Weil die Tiere sich in letzter Zeit aber weniger bewegen konnten, haben wir bei Jule nicht auf eine Trächtigkeit geschlossen″, erklärte Klumpe.

Franz-Josef Schelshorn, Tierpfleger und Revierleiter im Nashornrevier, staunte deshalb nicht schlecht, als sich der als Hüftgold″ vermutete dicke Bauch der Stute eines Morgens als unangekündigter Nachwuchs entpuppte. Die Geburt bei Zebras dauert meist nicht länger als zehn Minuten″, so Klumpe. Außerdem bekämen sie ihre Fohlen meist nachts. Das Zoopersonal habe deshalb erst Wind von Franz′ Geburt bekommen, als das Spektakel längst vorbei gewesen sei.

Franz kam auch deshalb unerwartet, weil Jule, das einzige Zebraweibchen im Zoo, bereits zwölf Jahre alt ist und vorher noch keinen Nachwuchs hatte. Sie hat ihr erstes Fohlen damit sehr spät bekommen″, stellte Klumpe fest. Bisher sei sie jedoch eine Zebra-Mama wie aus dem Bilderbuch: Jule meistert die Mutterrolle ganz hervorragend.″ Dem pflichtete auch ihr Tierpfleger Schelshorn bei: Sie macht das super.″ Nach Pfingsten kommt auch Papa Django zu Mutter und Kind. Der Hengst hat in der Natur wenig mit der Geburt zu tun. Erst in den Wochen danach nähert er sich langsam wieder der Mutter an″, erklärte Klumpe die Familiendynamik der Zebras.

Bis dahin soll Franz noch die Möglichkeit erhalten, sich mit dem Gelände ausreichend gut vertraut zu machen, um notfalls vor Django davonlaufen zu können. Später, so Klumpe, kämen dann auch die Nashörner wieder in ihr Revier. Es kann gut sein, dass die Stute den Nashörnern dann zeigt, wo es langgeht″, stellte sich Klumpe schmunzelnd das Aufeinandertreffen der Tiere vor.

Da Franz′ Geburt zufälligerweise auf den Geburtstag von Franz-Josef Schelshorn fiel, wurde diesem die Ehre zuteil, dem Jungtier einen Namen zu geben. Er entschied sich kurzerhand für seinen eigenen. Franz, das Zebra″ habe doch einen schönen Klang, befand er.

Franz soll dem Schölerberg noch eine Weile erhalten bleiben. Wir wollen ihn auf jeden Fall mit ins kommende Jahr nehmen″, kündigte Tobias Klumpe an. 2020 soll er dann, wie es für Jungtiere in zoologischen Einrichtungen üblich ist, an einen anderen Tierpark vermittelt werden.

Bildtext:
Kleiner Wirbelwind: Franz erkundet die Anlage.
Foto:
Gert Westdörp
Autor:
Leon Walter


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