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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Überschrift:
Stadt Osnabrück fördert grüne Dächer und Fassaden
Zwischenüberschrift:
Für Privatleute, Institutionen und Unternehmen liegen insgesamt 100000 Euro in einem Fördertopf
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Osnabrück Wer zuerst kommt, darf zuerst begrünen: Die Stadt Osnabrück stellt insgesamt 100 000 Euro für ein Förderprogramm Grün statt Grau″ zur Verfügung, um Anreize für eine Verbesserung des Mikroklimas zu schaffen. Ziel ist es, Dächer und Fassaden dauerhaft zu begrünen oder Flächen zu entsiegeln.

Großflächig versiegelte Räume wie Innenstädte und Gewerbegebiete bekommen die steigenden Temperaturen besonders intensiv zu spüren. An heißen Tagen entsteht eine Hitzeglocke, die Menschen und anderen lebenden Organismen das Leben schwer macht. Um der stark zunehmenden Versiegelung in Osnabrück entgegenzuwirken, hat der Rat der Stadt ein Begrünungsprogramm beschlossen. Ein ähnliches Programm gab es schon einmal in den Achtzigerjahren.

Gefördert wird die dauerhafte Begrünung von Dächern oder Fassaden, außerdem die Entsiegelung und Begrünung gepflasterter, betonierter oder asphaltierter Flächen wie Parkplätze und Innenhöfe. Der Zuschuss wird nur gezahlt, wenn die Begrünung nicht durch einen Bebauungsplan oder eine andere behördliche Auflage vorgeschrieben ist. Private Eigentümer und Institutionen erhalten bis zu 60 Prozent erstattet, kleineren Unternehmen können ebenfalls bis zu 60 Prozent der förderfähigen Kosten erstattet werden, bei größeren ist die Quote etwas geringer. Für Begrünungsprojekte in der Innenstadt wird ein Zuschlag von zehn Prozent gewährt.

Die Stadt Osnabrück weist darauf hin, dass vom Stadtgrün eine positive Wirkung auf das Mikroklima und auf die Luftqualität ausgehe, dass es zugleich aber auch in sozialer, gesundheitlicher, wirtschaftlicher, ökologischer und klimatischer Hinsicht von Vorteil sei.

Grünflächen, Gärten, Bäume, Dach- und Fassadenbegrünungen verbessern die Luftqualität und das Stadtklima. Sie dämpfen Lärm, sind Lebensraum für Tiere und Pflanzen und tragen so zum Artenschutz und zum Erhalt der Biodiversität bei. Sie nehmen Regenwasser auf und vermindern so Überschwemmungen. Sie spenden Schatten an heißen Tagen″, schreibt das städtische Presseamt.

Ob sich das eigene Dach zur Begrünung anbietet, lässt sich im Gründachkataster unter geo.osnabrueck.de/ gruendach für jede einzelne Adresse nachlesen. Die Internetseite gibt einen Überblick, auf welchen von rund 35 000 Haupt- und Nebengebäuden in Osnabrück Blumen, Gräser und Sukkulenten wachsen können.

Zumindest theoretisch denn die Statik müsse immer individuell überprüft werden, heißt es in der Pressemitteilung weiter. Bei einer Gesamtdachfläche von 3, 6 km² in Osnabrück könnten rechnerisch bei Regen bis zu 53 Millionen Liter Wasser pro Stunde zurückgehalten werden, lautet die Überlegung. Gleichzeitig würde Lebensraum für Insekten und andere Arten geschaffen werden.

Die Förderung kann ab sofort online unter osnabrueck. de/ gruen-statt-grau beantragt werden. Allerdings nur, solange noch Geld im Fördertopf vorhanden ist.

Bildtext:
Begrünte Dächer können nicht nur das Mikroklima in der Stadt verbessern, sondern dienen bei entsprechender Ausführung auch als angenehme Aufenthaltsorte (so wie auf diesem in Berlin aufgenommenen Foto).
Foto:
dpa/ Stephanie Pilick
Autor:
rll


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