User Online: 2 | Timeout: 13:05Uhr ⟳ | Ihre Anmerkungen | NUSO | Info | Auswahl | Ende | AAA  Mobil →
Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Datensätze des Ergebnis
Suche: Auswahl zeigen
Treffer:1
Sortierungen:
Anfang der Liste Ende der Liste
1. 
(Korrektur)Anmerkung zu einem Zeitungsartikel per email Dieses Objekt in Ihre Merkliste aufnehmen (Cookies erlauben!)
Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Überschrift:
So viele wie noch nie
Zwischenüberschrift:
1400 Teilnehmer bei Fridays for Future
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Osnabrück Wir sind hier, wir sind laut, weil man uns die Zukunft klaut.″ Die Sprüche der Demonstranten waren in der ganzen Stadt zu hören. Zum globalen Klimastreik versammelten sich 1400 Demonstranten auf dem Theatervorplatz in Osnabrück. Begleitet wurde die Demo von einem bunten Rahmenprogramm.

In 120 Ländern und mehr als 1660 Städten fanden am Freitag weltweit Fridays-for-Future-Streiks und - Demos statt. Osnabrück war nach Angaben der Stadt mit 1400 Demonstranten dabei. Dabei waren es längst nicht mehr nur Schüler. Quer durch die Gesellschaft haben sich Menschen angeschlossen, um die Initiative der Schüler zu unterstützen. Es gab Infostände und Workshops zu Themen wie Artenvielfalt, Foodsharing, selbst gemachte Putzmittel und nachhaltige Periodenprodukte.

Foodsharing rettet Lebensmittel vor der Tonne. Die Osnabrücker Initiative arbeitet mit Supermärkten zusammen und holt Essen ab, was zum Beispiel das Mindesthaltbarskeitsdatum überschritten hat und deswegen weggeworfen werden würde, obwohl es noch gut ist. Für die Produktion, den Transport und die Lagerung von Essen würden Ressourcen verbraucht, sagte eine Vertreterin der Osnabrücker Foodsharer. Wenn dieses dann im Müll lande, seien diese Ressourcen völlig verschwendet.

Schönheit der Zukunft″ heißt das neue Projekt, über das die Theaterpädagogische Werkstatt Osnabrück informierte. Ein Jahr lang wollen sie zusammen mit Jugendlichen ab 14 Jahren ein Theaterstück entwickeln. Das Thema hangelt sich entlang der Frage: Wie wollt ihr in Zukunft leben? Dabei geht es um das Zusammenleben in einer modernen Gesellschaft und natürlich um Klimaschutz. Unterstützt werden die jungen Visionäre von einem Team aus fünf Künstlern, die unter anderem Videokunst einbringen. Am 13. Juli findet um 19.30 Uhr ein Probetraining statt.

Anna Büschemann, Koordinatorin des Internationalen Jugendnetzwerkes, erklärte die enge Verzahnung von Umweltrechten und Kinderrechten. In den Projektgebieten von terre des hommes seien die Auswirkungen des Klimawandels schon jetzt täglich in Form von Dürren und Überschwemmungen spürbar. Das Jugendnetzwerk der Kinderhilfsorganisation mobilisiert weltweit junge Klimaschützer. Während des Gesprächs mit unserer Redaktion bekam sie ein Video aus Sambia geschickt. Hunderte Jugendliche ziehen dort durch die Straßen von Livingstone, parallel zur Demo in Osnabrück.

Mitorganisator Tobias Buchheister betonte, dass Fridays for Future nicht politisch ist. Keine der etablierten Parteien würde ihre Forderungen voll erfüllen, sodass sie mit keiner kooperieren wollen. Buchheister kritisierte Parteien, die Klimaschutz alleine für den Wahlkampf nutzen, ohne es ernst mit Maßnahmen zu meinen. Außerdem stellte Lars Biesenthal in seiner Ansprache an die Demonstranten klar, dass Fridays for Future mehr ist als Schule schwänzen″. Die Ortsgruppe treffe sich ein- bis zweimal wöchentlich in ihrer Freizeit für Planungen und ist deutschlandweit vernetzt. Das Wichtigste für sie: Präsenz zeigen. Manche von ihnen reisen heute Abend ab, um morgen vor dem Europa-Parlament in Brüssel zu protestieren.

Der Demonstrationszug mit 1400 Beteiligten startete auf dem Theatervorplatz, ging durch die Möserstraße zum Neumarkt, weiter zur Osnabrück-Halle und durch das Heger Tor zurück zum Theater. Der Autoverkehr wurde dabei bewusst blockiert. In einem Sprechchor antworteten die Demonstranten auf die Frage What do we want? mit Climate Justice! (Was wollen wir? Klimagerechtigkeit).

Bildtext:
Voller Theatervorplatz: Rund 1400 Teilnehmer waren bei der Demonstration gegen die aktuelle Klimapolitik.
Foto:
Gert Westdörp
Autor:
Stella Essmann


Anfang der Liste Ende der Liste