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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Überschrift:
Baurecht und Flächen: Wie die Stadt aufgestellt ist
Zwischenüberschrift:
Wo könnte eine mögliche Wohnungsgesellschaft bauen?
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Osnabrück Wie viele freie Flächen hat die Stadt überhaupt zur Verfügung? Und wie viel wird bislang gebaut? Diese Fragen stellt sich unweigerlich, wenn es darum geht, ob Osnabrück eine kommunale Wohnungsgesellschaft gründen soll oder nicht. Ein Überblick.

Baurecht: Die CDU-Ratsfraktion, die zusammen mit dem Bund Osnabrücker Bürger (BOB) und der FDP gegen die Gründung einer Wohnungsgesellschaft ist, nennt auf Handzetteln unter anderem das Ziel: 5000 neue Wohneinheiten bis 2020 zusammen mit WGO, Heimstättenverein, Stephanswerk und privaten Investoren.″ Erreichbar ist dieses Ziel bis 2020 allerdings nicht.

Beschlusslage ist seit einigen Jahren, dass Osnabrück bis 2020 Planungsrecht für 3000 neue Wohneinheiten schaffen soll. Bislang gibt es laut Franz Schürings, Fachbereichsleiter Städtebau, Planungsrecht für circa 1600 Wohneinheiten dazu zählen auch die Wohnungen, die im Landwehrviertel in den kommenden Jahren entstehen, dem größten Neubaugebiet Osnabrücks. Zwischen der Schaffung von Planungsrecht und der Fertigstellung neuer Wohnhäuser vergeht Zeit: Bauflächen müssen erschlossen werden, Grundstücke gehen in die Vermarktung, dann werden einzelne Häuser geplant, genehmigt und erst zum Schluss gebaut. Aufgrund der dafür erforderlichen Zeiträume ist nicht davon auszugehen, dass mehr als die Hälfte der Wohnungen, für die seit 2016 Planungsrecht geschaffen wurde, inzwischen fertiggestellt ist″, sagte Schürings unserer Redaktion auf Anfrage.

Städtische Flächen: Osnabrück ist bereits dicht besiedelt. Sollte eine Mehrheit der Osnabrücker für die Gründung einer Wohnungsgesellschaft stimmen, was ist dann überhaupt noch möglich? Wo könnte so eine Gesellschaft Wohnungen bauen?

Insgesamt sind laut Schürings circa 52 Hektar im Besitz der Stadt. Sollten diese Brutto-Flächen beplant werden, müssen noch Verkehrs-, Grün- und andere nicht bebaubare Flächen abgezogen werden. Die 52 Hektar potenzielles Bauland befinden sich in unterschiedlichen Planungsstadien.

Vier Grundstücke, in Summe 0, 46 Hektar, verfügen bereits über Baurecht, könnten also sofort bebaut werden. Eines davon ist das 1700 Quadratmeter große Grundstück an der Kokschen Straße, auf dem die Stadt mit ihrem Eigenbetrieb Immobilien ein Mehrfamilienhaus mit Sozialwohnungen errichten will. Ein anderes ist ein 900 Quadratmeter großes Grundstück an der Josefstraße, das die Stadt vor einiger Zeit an den Meistbietenden verkauft hatte - zum Unmut des Stephanswerks. Die Wohnungsbaugesellschaft des Bistums Osnabrück wollte dort günstige Wohnungen bauen, unterlag jedoch im Bieterverfahren. Mittlerweile ist der Investor zurückgetreten und eine erneute Ausschreibung geplant. Zwei weitere Flächen sind 300 Qudratmeter am Blumenmorgen auch dort ist laut Stadt der Bauherr zurückgetreten und eine erneute Ausschreibung geplant, das Gleiche gilt für 1700 Quadratmeter in der Erdbrinkstraße.

Acht städtische Flächen, zusammen circa 20 Hektar, befinden sich laut Schürings aktuell im Bebauungsplanverfahren (siehe Box).

Und weitere fünf Areale sind in der Konzeptphase, zusammen circa 32 Hektar. Eines davon sind die etwa 16 Hektar Land östlich des Schinkeler Friedhofs, die die Stadt vor einem Jahr erworben hat. Noch ist unklar, wieviel davon bebaut werden kann, da eine der Grünschneisen durchschnitten würde, die die Stadt mit Frischluft versorgen. Über die restlichen drei Areale, auf denen sich die Stadt offenbar weitere 16 Hektar Land gesichert hat, ist öffentlich bislang nichts bekannt.

Was ist noch im Landwehrviertel möglich? Das mit 37 Hektar größte Neubaugebiet der Stadt in Atter gehört zwar dem Konzern Stadt, formal jedoch der Stadtwerketochter Esos. Einen mittleren zweistelligen Millionenbetrag hätten die Stadtwerke für die Entwicklung des Quartiers gezahlt, sagt Marcel Haselof, Esos-Prokurist und Leiter der Geschäftseinheit Immobilien der Stadtwerke. Im nördlichen Bereich sind die Teilflächen teilweise schon an Investoren verkauft, teilweise laufen die Ausschreibungen gerade dem Ende zu. Im südlichen Bereich wäre allerdings noch Potenzial. Nach heutigem Stand sagt Haselof, die Flächen stünden nicht für eine mögliche Wohnungsbaugesellschaft zur Verfügung″. Doch je nachdem, wie der Bürgerentscheid ausgeht und wie die Stadt sich dann aufstellt, könnte sich das noch ändern.

Bildtext:
Das Grundstück Koksche Straße 75 gehört der Stadt und soll mit Sozialwohnungen bebaut werden.
Foto:
Michael Gründel

Städtische Flächen

Mit Baurecht:

Koksche Straße 75 (circa 1700 Quadratmeter), Josefstraße (circa 900 Quadratmeter), Blumenmorgen (circa 300 Qudratmeter), Erdbrinkstraße (circa 1700 Quadratmeter)

Im Bebauungsplanverfahren:

Große Eversheide (circa 4, 5 Hektar Nettobauland), Kampweg (circa 2, 2 Hektar Bruttobaulandfläche, hier hat sich die Stadt die Verfügbarkeit gesichert, ist aber noch nicht im Besitz der Fläche), Johann-Domann-Straße I (circa 1 Hektar Nettobaulandfläche), Johann-Domann-Straße II (circa 0, 3 Hektar Nettobaulandfläche), Weberstraße/ Tannenburgstraße (circa 0, 4 Hektar Nettobaulandfläche), Mittlere Verbindung Ost (circa 1, 2 Hektar Bruttobaulandfläche), Am Hirtenhaus (circa. 5, 8 Hektar Bruttobaulandfläche), Südlich Am Heger Holz (circa 4, 6 Hektar Bruttobaulandfläche)

In der Konzeptphase:

Fünf Grundstücke (insgesamt circa 32 Hektar), darunter 16 Hektar östlich des Schinkeler Friedhofs
Autor:
Sandra Dorn


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