User Online: 1 | Timeout: 19:09Uhr ⟳ | Ihre Anmerkungen | NUSO | Info | Auswahl | Ende | AAA  Mobil →
Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Datensätze des Ergebnis
Suche: Auswahl zeigen
Treffer:1
Sortierungen:
Anfang der Liste Ende der Liste
1. 
(Korrektur)Anmerkung zu einem Zeitungsartikel per email Dieses Objekt in Ihre Merkliste aufnehmen (Cookies erlauben!)
Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Überschrift:
Von der Hase bis an Galiciens Küste
Zwischenüberschrift:
Osnabrücker Schüler und ihre spanischen Gäste sammeln Müll im Dienst der Forschung
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Osnabrück Eigentlich ist der zunehmende Plastikmüll in unseren Gewässern ja kein schönes Thema. Aber er verbindet auch. Denn er findet sich in der Osnabrücker Hase ebenso wie am Atlantikstrand im spanischen Cangas, wie Schüler der dortigen Schule und deren Partner von der IGS Eversburg jetzt bei einer Müllsammelaktion an und in der Hase festgestellt haben.

Die munter auf Deutsch, Spanisch und Englisch parlierende Gruppe kümmerte sich gemeinsam mit Mitarbeitern des Instituts für Umweltsystemforschung der Universität Osnabrück um den Müll zwischen Pernickelmühle und Alando Palais. Gemeinsam mit ihren Lehrern watete die Gruppe der beiden Unesco-Schulen durch das flache Wasser und pickte am Ufer herumliegenden Müll auf. Die Strecke war in Teilstücke eingeteilt worden. Akribisch wurde jedes Stück Müll aufgelesen und zur Katalogisierung in Säcke sortiert.

Was die deutsch-spanische Gruppe dabei zutage förderte, war nicht gerade ein Augenschmaus. Von mit mehr als zweifelhaften Flüssigkeiten gefülltem Leergut bis hin zu weggeworfenen Spritzen von Drogenkonsumenten fand sich so einiger unappetitlicher Unrat. Vor allem die Kunststoffbestandteile hatten es Schülern und Uniforschern angetan. Letzteren geht es, vereinfacht gesagt, darum, den Weg des Plastiks aus den Binnengewässern bis zum Meer nachzuvollziehen.

Die IGS Eversburg ist wie ihre Partnerschule aus dem in Galicien gelegenen Cangas eine Unesco-Schule. Als solche pflegen die beiden Einrichtungen einen projektgebundenen Austausch. Dabei ist für die spanischen Schüler Plastikmüll kein neues Thema. Das ist auch in Spanien ein Problem″, sagt die junge Spanierin Alina. Regelmäßig fänden am Strand von Cangas Müllsammlungen ihrer Schule statt. Dass sie jetzt an der Osnabrücker Uni noch so einiges vor allem über das Mikroplastik lernen konnte, hat sie begeistert. Ich weiß jetzt, welches Duschgel ich nicht mehr kaufen darf″, sagt die 14-Jährige. Und damit dieses Wissen eine nachhaltige Verbreitung findet, will sie ihren Eltern auch gleich sagen, welche Produkte in Ordnung sind und von welchen sie besser die Finger lassen.

Der Sammelaktion vorausgegangen war ein Institutsbesuch auf dem Campus am Westerberg. Unter der Leitung von Jörg Klasmeier führten die Schüler verschiedene Experimente durch, um vor allem auch die Entstehung von Mikroplastik zu erforschen. Dabei standen unter anderem wissenschaftliche Analyseverfahren im Vordergrund, die von den Schülern im Labor selber durchgeführt werden konnten.

Wenn das Institut für Umweltforschung demnächst einen zweiten Sammelgang an der Hase macht, werden die Schüler aus Cangas nicht mehr dabei sein. Dann geht es den Osnabrücker Wissenschaftlern darum nachzuvollziehen, wie sehr im Besonderen die Maiwoche zur Vermüllung der Hase beigetragen hat, wie Klasmeier sagt. Aber vielleicht werden ja die IGS-Vertreter ihren spanischen Freunden beim Gegenbesuch in Cangas von den Ergebnissen dieser neuerlichen Sammelaktion berichten können.

Bildtexte:
Ausgerüstet mit Wathosen und Gummistiefeln, sammeln die Schüler Plastikmüll in und an der Hase.
Wir kaufen ihr Auto...″ solche Karten, die Händler hinter Scheibenwischer klemmen, sind oft mit Plastik beschichtet und somit haltbarer, als sie sein sollten.
Fotos:
Michael Gründel
Autor:
Dietmar Kröger


Anfang der Liste Ende der Liste