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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Überschrift:
Anwohner müssen es ausbaden
Zwischenüberschrift:
Leserbrief
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Zum Artikel Stadt macht Weg frei für Baumarkt in Hellern″ und dem Kommentar Kein guter Start″ von Rainer Lahmann-Lammert (Ausgabe vom 25. April).

Neun Jahre sind eine lange Zeit, und da kann man schon mal etwas vergessen. Als Anwohner der Kleinen Schulstraße in Hellern werden meine Nachbarn und ich die großen Überschwemmungen in Hellern im Jahre 2010 sicher nicht vergessen.

Schaut man sich die größeren Bauprojekte und die damit zusätzlich versiegelten Flächen in und um Hellern seit 2010 einmal an (Cordes & Gräfe, Kibek, McDonald′s, Total), zählt die geplanten Projekte (neues Baugebiet , Kampweg′, neues Gewerbegebiet , An der Blankenburg′), so verwundert es schon, dass das Thema zusätzliche Flächenversiegelung in der an sich schon langen , Knackpunktliste′ der städtischen Planer fehlt. Dass das Verkehrsaufkommen in Hellern zu den Hauptverkehrszeiten schon jetzt die vertretbaren Grenzen erreicht und beim kleinsten Problem auf der A 30 überschritten hat, ist nun auch kein Geheimnis mehr.

Ich kann mich dem Kommentar von Herrn Lahmann-Lammert und seiner Schlussfolgerung nur anschließen. Auch ich finde es schade, dass es seit der Insolvenz des Bahr-Baumarktes keinen Baumarkt mehr in der unmittelbaren Nähe gibt, aber aufgrund der bekannten , Knackpunkte′ und des aus meiner Sicht wichtigsten Arguments, des Flächenversiegelungsproblems, wäre die Ansiedlung des Globus-Baumarktes in Hellern ein fataler Fehler, den am Ende die Bewohner von Hellern ausbaden müssten.″

Hartmut Drescher
Osnabrück

Ich kann es nicht fassen. Wozu braucht Osnabrück einen noch größeren Baumarkt? Wie im Artikel richtig dargelegt wird, bedeutet großer Baumarkt großes Einzugsgebiet, also viele Menschen wollen von weit her zum Einkaufen mit dem Auto fahren. Nur sind die Autobahnabfahrten Hellern und Gaste heute schon überlastet, und die Rheiner Landstraße und die Blankenburg werden mit dem geplanten Gewerbegebiet noch mehr belastet werden. Es braucht keine Gutachten, um zu erkennen, dass die Osnabrücker bald gar nicht mehr ohne Stau nach Hellern oder aus Hellern herauskommen können.

Dafür gibt es in Hellern immer mehr Verkehr.

Eine weitere Fläche wird versiegelt. Es wird weniger Wald und Wiese und weniger Wildtiere, Rehe, Störche und Insekten geben. Spätestens seit , Fridays for Future′ sollte doch jeder davon gehört haben, dass mehr Verkehr auch mehr CO2 verursacht und den Klimawandel beschleunigt.

Wozu mache ich mir eigentlich Gedanken über ein E-Auto oder mehr Fahrradfahren? Wieso schafft sich Osnabrück Elektrobusse an? Die Fassadenbegrünung des Baumarkts wird nichts wieder gutmachen. Wann hören wir endlich damit auf, unsere Umwelt und unsere Zukunft dem , Immer mehr und immer größer′ zu opfern?

Andreas Sensse
Osnabrück

Industrie- und vor allem Bauland in Osnabrück sind knapp. Da muss die Stadt genau abwägen, was wichtig ist und wofür die Ressourcen verwendet werden. Ein weiterer Baumarkt gehört sicherlich nicht dazu! In Hellern und auch in anderen Stadtteilen sind Baumärkte in der Vergangenheit in Konkurs gegangen, weil die Nachfrage für entsprechende Angebote zu gering war. Wenn die Stadt nun Platz schafft für einen neuen Baumarkt, dann werden dafür an anderer Stelle Mitbewerber weichen müssen auf Kosten der Mitarbeiter und des Steuerzahlers. Die Arbeitsplätze, die neu (und wahrscheinlich vom Steuerzahler bezuschusst) geschaffen werden, fallen an anderer Stelle weg. Was soll das?

Da braucht man sich nicht zu wundern, wenn die nachfolgende junge Generation das Vertrauen in Politik (Politiker) verliert und sozialistische Gedanken äußert. Wärend andere Städte bereits den Klimanotstand ausrufen, versiegelt Osnabrück grundlos wertvollen Boden!

Jochen Gratzke
Osnabrück

Bildtext:
Auf dieser Fläche an der Rheiner Landstraße könnte ein Baumarkt entstehen.
Foto:
David Ebener
Autor:
Hartmut Drescher, Andreas Sensse, Jochen Gratzke


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