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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Überschrift:
Der Strom kommt aus der Erde
Zwischenüberschrift:
Fünftklässler entwickelt umweltschonende Energiequelle
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Osnabrück Viele Kinder und Jugendliche gehen momentan jeden Freitag auf die Straße, um für mehr Klimaschutz zu demonstrieren. Der Fünftklässler Tim Kiebert ist auf andere Weise für den Schutz des Planeten aktiv geworden: Er hat eine umweltschonende Energiequelle entwickelt. Damit hat er beim Landeswettbewerb von Schüler experimentieren″ kürzlich den dritten Platz erreicht.

Der Elfjährige geht in die fünfte Klasse des Ernst-Moritz-Arndt-Gymnasiums und weiß eine Menge über Physik. Wenn er erst mal anfängt zu erzählen, hört er so schnell nicht mehr auf. Und wenn er über seine Entwicklung spricht, ist er kaum zu stoppen. Mein Ziel war es, umweltfreundliche Energie zu erzeugen″, erklärt der Schüler. Hergestellt hat er sie zunächst mit einem rostigen Nagel, einem Bleistift und feuchter Erde. Erde gibt es in Massen. Aber damit beschäftigt sich keiner″, sagt er, und sein Erstaunen über diesen Umstand klingt immer noch mit.

Die Idee zu seiner alternativen Energiequelle hatte Tim, als er von einer Rost-Batterie″ gehört hat, die mit Eisen- und Grafit-Elektroden Strom erzeugt. Sein System funktioniert ähnlich. Der Nagel in seinem Experiment hat Elektroden abgegeben, der Grafit im Bleistift hat sie aufgenommen und durch die Feuchtigkeit in der Erde sind sie geleitet worden.

Bei Schüler experimentieren″, das im Rahmen des Wettbewerbs Jugend forscht″ stattfindet und sich an jüngere Teilnehmer richtet, hatte sich Tim beim Regionalentscheid in Lingen für den Landeswettbewerb in Oldenburg qualifiziert. Dort ist er nicht nur mit einem Nagel und einem Bleistift angetreten. Er hat sein System verfeinert und erweitert. Zehn ausgediente Joghurtbecher hat der junge Tüftler mit feuchter Erde befüllt, in der Grafit- und Eisen-Elektroden stecken. Die sind über Drähte mit LED-Leuchten verbunden. Das System produziert zwar nicht so viel Strom, dass alle Lampen leuchten können. Aber für eine ganz kleine Mini-Disco reicht es″, meint Tim.

Insgesamt liefert seine Energiequelle 5, 5 Milliampere Strom, misst Tim nach. Für eine Fahrradlampe, die er ebenfalls auf ein Brett montiert hat, reicht das noch nicht. Aber sein System ist ausbaufähig. Jeder könnte es im Garten im Boden oder zu Hause in Blumenkästen montieren und damit zum Beispiel Strom für die Beleuchtung erzeugen, glaubt er. Na gut, bei meinem Kaktus geht das nicht. Der braucht zu wenig Feuchtigkeit″, merkt Tim mit trockenem Humor an.

Bei seinen Teilnahmen an Schüler experimentieren″ auf der Regionalebene, wo er Platz eins belegt hat, und auf der Landesebene hat Tim insgesamt ein Preisgeld von 150 Euro gewonnen.

Einen Verwendungszweck dafür hat er schon: Er kauft Züge für seine elektrische Eisenbahnanlage, erzählt er und gibt die Antwort auf die sich nun förmlich aufdrängende Reporterfrage vorausschauend gleich selbst: Da kommt der Strom aus der Steckdose.″

Bildtext:
Eine umweltschonende Energiequelle hat der Fünftklässler Tim Kiebert vom EMA entwickelt und damit beim Landeswettbewerb Schüler experimentieren″ den dritten Platz erzielt.
Foto:
Michael Gründel
Autor:
Thomas Wübker


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