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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Überschrift:
Amprion lässt Arten erfassen
Zwischenüberschrift:
380-kV-Leitung von Lüstringen bis Melle / Untersuchungen dauern bis in den Herbst
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Osnabrück/ Bissendorf/ Melle Der Netzbetreiber Amprion, der zwischen Bad Essen-Wehrendorf und Gütersloh eine 380-kV-Höchstspannungsleitung plant, hat auf dem Trassenabschnitt zwischen Osnabrück-Lüstringen und dem Punkt Königsholz bei Melle mit artenschutzrechtlichen Kartierungen begonnen. Die Untersuchungen sollen bis in den Herbst dauern.

Wie das Dortmunder Unternehmen mitteilte, seien bereits jetzt artenschutzrechtliche Kartierungen notwendig, um die Antragsunterlagen für das nachgelagerte Planfeststellungsverfahren vorbereiten zu können. Dabei handelt es sich um die Erfassung und Bewertung von Arten und Lebensräumen, die von dem Leitungsbauvorhaben berührt sein können.

Die Kartierungsarbeiten werden demnach im Auftrag der Amprion von der Firma die Sweco ausgeführt. Zu begutachtende Gebiete würden dabei nur kurzzeitig betreten, versicherte die Amprion.

Soweit erforderlich, würden nur vorhandene Wege genutzt. Auf Nachfrage bestätigte Amprion, dass sich dabei ein Betreten von Privatgrund zumeist nicht vermeiden″ lasse. Die Berechtigung hierfür ergebe sich aus § 44 des Energiewirtschaftsgesetzes (EnWG). Eigentümer und Nutzungsberechtigte würden vorab über die Presse und durch Bekanntgabe an die Gemeinden informiert, in Einzelfällen nehme Amprion auch direkt mit den Eigentümern Kontakt auf.

Auf Anfrage erläuterte Amprion, dass Arten und Lebensräume bereits bei der Vorplanung und der Trassenfindung berücksichtigt wurden. Hierfür hätten die Planer auf die verfügbaren Daten und Informationen des Landes Niedersachsen sowie des Landkreises und der Stadt Osnabrück abgerufen und diese ausgewertet. Bei der Erarbeitung der Unterlagen stehe das Unternehmen stets in engem Kontakt mit den betroffenen Fachbehörden, versicherte Amprion.

Die bisherigen Planungen für die 380-kV-Leitung waren beim Landkreis bislang allerdings auf deutliche Kritik gestoßen.

Die Amprion GmbH plant als verantwortlicher Übertragungsnetzbetreiber den Neubau der im Energieleitungsausbaugesetz (EnLAG) als Vorhaben 16″ bezeichneten Höchstspannungsleitung zwischen Bad Essen-Wehrendorf und Gütersloh. Der südliche niedersächsische Trassenabschnitt vom Punkt Königsholz bei Melle bis zur Umspannanlage in Osnabrück-Lüstringen befindet sich derzeit im Raumordnungsverfahren. Die Entscheidung über eine raumverträgliche Trasse und weitere raumplanerische Vorgaben bildet die Basis für das nachfolgende Planfeststellungsverfahren″, erläuterte die Amprion GmbH.

Zuständig für das Raumordnungsverfahren ist das Amt für regionale Landesentwicklung Weser-Ems. Dieses hatte kürzlich auch das Raumordnungsverfahren für den nördlichen niedersächsischen Trassenabschnitt zwischen Lüstringen und Wehrendorf eingeleitet.

Bildtext:
Ob Arten vom Bau der 380-kV-Leitung betroffen wären, lässt die Firma Amprion derzeit zwischen Lüstringen und Melle untersuchen.
Foto:
Julian Stratenschulte/ dpa
Autor:
Constantin Binder


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