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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Überschrift:
Wie geht es weiter mit dem Cinestar?
Zwischenüberschrift:
Im Juni ist Schluss / Vorerst kein neuer Betreiber in Sicht
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Osnabrück Seit die Cinestar-Gruppe Anfang vergangener Woche bekannt gab, ihr Lichtspielhaus am Theodor-Heuss-Platz am 23. Juni schließen zu wollen, droht dem Kinostandort am Osnabrücker Hauptbahnhof ein vorläufiges Ende.

Dabei entspricht die Leinwand-Geschichte im Bahnhofsumfeld keineswegs der eines Film-Epos: Erst seit November 2001 laufen in den insgesamt sieben Sälen Filme. Zunächst betrieb die Ufa Theater GmbH das Kino, nach deren Insolvenz übernahm im April 2003 die Cinestar-Gruppe.

Seither hat sich in der gesamten Osnabrücker Kinolandschaft einiges getan: Mittlerweile sind neben dem Cinestar noch das Cinema- Arthouse, das Filmtheater Hasetor und die Filmpassage an der Johannisstraße übrig geblieben. Verabschieden mussten sich die Osnabrücker hingegen von so manch lieb gewonnenem Lichtspielhaus: Anfang der 2000er ging beispielsweise der Spielbetrieb im Rosenhof und im Cinema an der Pagenstecherstraße zu Ende.

Nun droht auch dem mit rund 2000 Sitzplätzen größten Kino in Osnabrück das Aus für den Standort könnte dieser Umstand zum Problem werden. Denn von vornherein war der zum Wall gerichtete Teil des Gebäudes als Kino geplant worden. Alternative Nutzungen sind schon alleine aus baulicher Sicht aktuell nur schwer vorstellbar. Ein Leerstand an dieser exponierten Stelle aber würde den Theodor-Heuss-Platz gewiss nicht aufwerten.

Wer kommt für einen Weiterbetrieb des Standortes als Kino rein theoretisch überhaupt infrage? Der deutsche Kinomarkt wird im Grunde von drei großen Unternehmen bestimmt. Einer dieser Spieler ist Cineplex, ein Verbund unabhängiger, mittelständischer Kinounternehmen, der jedoch bislang in Norddeutschland kaum vertreten ist. Die Ereignisse in Osnabrück habe man durch die Presse mitverfolgt, sagt Sprecher Detlef Bell. Ohne näher auf den Kinostandort Osnabrück einzugehen, spricht er über veränderte Rahmenbedingungen″ für große Kinos: Der Trend geht mehr und mehr hin zu kleineren Einheiten mit individuellem Charakter.″ Vor dem Hintergrund sinkender Besucherzahlen seien neue, gute Konzepte gefragt.

Unterdessen vermuten Brancheninsider, dass die Schließung des Osnabrücker Standorts auch mit der Fusion der Cinestar-Kinos mit denen der Cinemaxx-Gruppe zusammenhängen könnte: Kürzlich hatte der Cinemaxx-Eigentümer, das Unternehmen Vue Entertainment aus England, die Cinestar-Gruppe erworben. Das Bundeskartellamt muss dem Kauf allerdings noch zustimmen, momentan befindet sich das Vorhaben in einem Hauptprüfverfahren. Aus Branchenkreisen heißt es, dass sich der künftige Kino-Riese womöglich gezielt von Standorten beziehungsweise Marktanteilen trennt, damit das Kartellamt sein Einverständnis erteilt.

Das ist ein laufendes Verfahren, daher können keine Angaben gemacht werden″, teilt der Sprecher des Bundeskartellamtes auf Nachfrage unserer Redaktion mit. Und aus der Cinemaxx-Pressestelle heißt es lediglich zur Schließung des Standortes Osnabrück: Der Sachverhalt ist uns aus den Medien bekannt. Wir haben hierzu aber keinen Standpunkt.″

Bildtext:
Bald ist Schluss für das Cinestar″-Kino am Hauptbahnhof. Da der rechte Gebäudeteil von vorneherein als Kino geplant war, ist eine andere Nutzung schwierig.
Foto:
Jörn Martens
Autor:
Sebastian Philipp


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