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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Überschrift:
Niedliche Kinderstube am Schölerberg
Zwischenüberschrift:
Nachwuchs bei den Tieren im Zoo: Baumstachler, Totenkopfaffen und Rentiere haben Junge bekommen
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Osnabrück Stacheln oder flauschiges Fell? Eher gemütlich liegen oder gemütlich getragen werden? Die Kinderstube bei verschiedenen Tierarten sieht ganz unterschiedlich aus. Das können zurzeit auch die Besucher im Zoo Osnabrück beobachten, denn in vielen Tierwelten gibt es Nachwuchs zu vermelden.

Junge gibt es nach Angaben des Zoos beispielsweise bei den nachtaktiven Baumstachlern in der Nordamerika-Tierwelt Manitoba″. Im dunkel gehaltenen Stall der Tiere können Besucher seit Kurzem den am 27. April geborenen Matthias entdecken, der meistens schlummernd auf einer Baumwurzel liegt. Das dunkle Stachelkleid des Jungtieres steht in alle Richtungen ab, er hat kleine schwarze Augen und eine große Nase.

Das Jungtier sieht sehr niedlich und fluffig aus man möchte ihn am liebsten knuddeln. Das geht aber natürlich nicht. Denn das, was aussieht wie ein wuscheliges Fell, sind tausende Stacheln, die bereits jetzt unangenehm pieksen würden″, wird Revierleiterin Tanja Boss in einer Mitteilung des Zoos zitiert. Direkt nach der Geburt sind die Stacheln noch etwas weicher, härten aber schnell aus. Daher müssen Tierarzt und Pfleger den Nachwuchs möglichst früh untersuchen und das Geschlecht ermitteln bevor es zu unangenehm wird. Matthias ist der erste Baumstachler-Nachwuchs in Osnabrück.

Ein paar Ecken weiter im Südamerika-Areal″ kam am 16. April ein weiterer neuer Zoobewohner auf die Welt: Mit großen Augen schaut sich der kleine Totenkopfaffe um und greift mit seinen langen dünnen Fingern nach allem, was ihm interessant erscheint. Die Jungtiere sind neugierig und wollen ihre Umwelt kennenlernen, deshalb ertasten sie die verschiedenen Materialien um sich herum und lernen zum Beispiel, was essbar ist und was nicht″, so Tierpflegerin Anja Leimkuhle. Im Gegensatz zu den Baumstachlern kümmern sich die Totenkopfaffen sehr intensiv um ihren Nachwuchs. Das Jungtier ist immer auf dem Rücken mit unterwegs und klammert sich dabei fest mit Armen, Beinen und Schwanz an den Bauch seiner Trägerin.

Nachwuchs bei den Totenkopfaffen könnte es am Schölerberg bald mehr geben, verrät Tierpflegerin Anja Leimkuhle: Wir rechnen mit weiteren Jungtieren, sodass wir hoffentlich bald einen kleinen Kindergarten bei den Totenkopfaffen beobachten können. Darüber freuen wir uns ganz besonders, da das Männchen Tatti erst 2018 zu uns kam und dies sein erster Nachwuchs ist.″

Trotz wackeliger Beine wird der Nachwuchs im nordischen Kajanaland″ nicht getragen, sondern musste direkt nach der Geburt selbst laufen: Am 1. Mai wurde hier ein kleines Rentierweibchen geboren und von den Tierpflegern auf den Namen Nala getauft.

Wenn Nala nicht gerade auf wackeligen Beinen der Herde hinterherstakst, liegt sie oft in einer geschützten Ecke und schläft. Die Mutter ist dann meist nicht weit entfernt, um den Nachwuchs im Auge zu behalten und ihn zu säugen″, wird Tierpflegerin Melanie Marks vom Zoo zitiert. Mit der Zeit wird Nala aktiver, läuft immer häufiger mit der Gruppe mit und wird sich an der ersten festen Nahrung versuchen.

Besucher, die noch mehr über die Tiere und ihren Nachwuchs erfahren wollen, können die kommentierten Fütterungen der Zoopädagogen an den Wochenenden und Feiertagen besuchen: Um 12.15 Uhr berichten diese an der Totenkopfaffenanlage über das Familienleben und um 14.45 Uhr bei den Rentieren. Alle weiteren Programmpunkte und Zeiten sind online unter zoo-osnabrueck.de zu finden.

Bildtexte:
BABY AN BORD: Der junge Totenkopfaffe wird noch von seiner Mutter und anderen Weibchen auf dem Rücken getragen.
Noch ganz schön tapsig ist das Rentierweibchen Nala, das am 1. Mai geboren wurde
Sieht zum Knuddeln aus, piekst aber: der kleine Baumstachler Matthias.
Fotos:
Zoo Osnabrück/ Svenja Vortmann
Autor:
Sebastian Philipp


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