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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Überschrift:
„Tag der offenen Grabung″ an der Johannisstraße
Zwischenüberschrift:
Archäologen geben Einblick in ihre Arbeit
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Osnabrück Seit Anfang März untersucht ein Archäologie-Team der Stadt- und Kreisarchäologie Osnabrück das Grundstück gegenüber der Johanniskirche. An diesem Wochenende können sich die Osnabrücker ein eigenes Bild von den Grabungen machen.

Nein, Skelette wie im September 2014 bei Grabungen am Neumarkt sind im Erdreich gegenüber der Johanniskirche, die korrekt St. Johann heißt, nicht gefunden worden. Dafür aber eine Menge Gruben, wie Grabungsleiterin Sara Snowadsky ausführt: Im feinen Sandboden sind diese etwas dunkleren Ablagerungen besonders gut zu erkennen.″

Der Inhalt der Gruben ist unterschiedlich: Zumeist beinhalteten sie Speisereste wie Knochen, aber auch eine als Ringfibel bezeichnete Kleiderspange und Gürtelschnallen aus dem Mittelalter wurden gefunden. Zudem könnte der feine, helle Sand auch zum Bau der Johanniskirche oder anderer Kirchen genutzt worden sein.″

Seit Anfang März wurde auf drei Flächen gebuddelt, gehackt und gesucht, ein Zelt wurde aufgestellt, ein Bagger trug die obersten Schichten ab dann machten sich die Archäologen ans Werk. Denn bevor das marode Haus Nummer 90 A im Sommer 2019 abgerissen und mit einem Neubau ersetzt wird, sollte geklärt werden, ob es an dieser prominenten Stelle in der Osnabrücker Neustadt stadtgeschichtlich wertvolle Dinge zu entdecken gibt.

Die Anfang März noch vermuteten Stiftsgebäude hätten sich jedoch nicht gefunden, sagt Snowadsky. Vermutlich befanden die sich dort, wo heute die Drei-Religionen-Schule steht. Wir nehmen an, dass dieser Platz für diverse Aktivitäten offen gehalten wurde, also für Marktstände, Handwerksarbeiten oder als Lagerplatz.″ Damit wäre auch die Blickachse auf die heute noch sehr imponierende St.-Johannis-Kirche bewusst frei gehalten worden.

Der größte Teil der Ausgrabungen wird zum 1. Mai beendet sein, danach wird nur noch an zwei kleineren Stellen direkt am Haus Nummer 90 A bis Mitte Mai gebuddelt. Dann geht es an die Auswertung″, so Snowadsky.

Damit sich die Osnabrücker selbst ein Bild von den Arbeiten machen können, wird der Bauzaun am kommenden Sonntag, 28. April, geöffnet. In Führungen wird über die Ergebnisse der Grabungen berichtet. Außerdem können die schönsten Fundstücke betrachtet werden. Die Führungen finden ab 11 Uhr jeweils zur vollen Stunde statt. Die letzte Führung startet um 16 Uhr.

Bildtext:
Sara Snowadsky (in Orange) inmitten der Ausgrabungsfläche.
Foto:
Corinna Berghahn
Autor:
Corinna Berghahn


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