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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Überschrift:
Neue Kita für Lüstringen
Zwischenüberschrift:
Kirchengemeinde stellt Architektenpläne vor
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Der erste Schritt ist getan: Der Gewinner des Architekturwettbewerbs für eine Kita auf dem Grundstück der Kirchengemeinde Maria Hilfe der Christen″ in Lüstringen steht fest. 2022 könnte sie öffnen.

Osnabrück Es ist ein Schritt gegen den derzeitigen Mangel an Kita-Plätzen. 680 Osnabrücker Kinder, die ab August in eine Krippe oder einen Kindergarten gehen sollen, sind momentan noch ohne Platz. Bis Mitte April sollen zwar weitere Plätze vergeben werden, langfristig bleibt der hohe Bedarf an neuen Kita-Plätzen aber bestehen. Entlastung soll es zukünftig im Stadtteil Darum/ Gretesch/ Lüstringen geben.

Auf dem Grundstück der Lüstringer Gemeinde Maria Hilfe der Christen″ zwischen der Mindener Straße und dem Stadtweg könnte 2022 eine neue Kita öffnen. Die katholische Gemeinde in Lüstringen gehört zu der Pfarreiengemeinschaft St. Joseph, an die die Stadtverwaltung im vergangenen Jahr bezüglich ihrer Kita-Planungen herantrat. Nach jetzigem Planungsstand könnte der Bau 2021 beginnen.

Auf die Bitte der Stadt wollten wir eingehen″, sagte Pfarrer Ulrich Müller von der Kirchgemeinde St. Joseph unserer Redaktion. Allerdings müsse auch gewährleistet sein, dass das Gemeindeleben durch den Neubau nicht beeinträchtigt werde, betonte er. In der Gemeinde habe es zunächst Diskussionen gegeben, da der Bibelgarten auf dem Gelände in seiner jetzigen Form nicht weiter bestehen könne. Sara Pohlmann, Referentin für Bauangelegenheiten des Bistums, bestätigte unserer Redaktion, dass der Bibelgarten im Zuge des Kita-Neubaus verlegt werden müsste.

Für das bestehende Gebäude an der Mindener Straße 337 werde indes die Abrissbirne kommen. Noch ist dort die Bunte Beratungsstelle″ der Gemeinde ansässig. Zurzeit sei ein Umzug in das Pfarrhaus im Gespräch, teilte Pohlmann mit. Auch die dort ansässige City-Fahrschule″ rechnet zurzeit damit, dass der Mietvertrag ausläuft und ein Umzug bevorsteht, berichtete Geschäftsführer Simon Michalowski.Architektenwettbewerb

Im vergangenen Jahr verständigten sich das Bistum und die Stadt Osnabrück darauf, einen Architektenwettbewerb für den Neubau auszuschreiben. Das Wettbewerbsverfahren mit sechs Teilnehmern sei vom Bistum betreut und durchgeführt worden, berichtete Baureferentin Sara Pohlmann. Der Jury gehörten unter anderen Pfarrer Ulrich Müller, Oberbürgermeister Wolfgang Griesert und Ralf Schlüter, Diözesanbaumeister des Bistums, an.

Am meisten überzeugten die Jury die Pläne des Osnabrücker Architekturbüros Reinders BDA. Auf zwei Etagen könnten sich vier Betreuungsräume erstrecken, zwei für eine Kinderkrippe und zwei für die Regelgruppen. Bewegliche Raumtrennwände könnten darüber hinaus die Halle sowie einen Speise- und Bewegungsraum unterschiedlich nutzbar machen. Zum Gemeindebereich hin soll es Ruhebereiche und im Außenbereich genügend Spielfläche geben.

Alle Wettbewerbsarbeiten werden bis zum 14. April in der Kirche Maria Hilfe der Christen″ für die Öffentlichkeit ausgestellt. Den zweiten Platz belegte das Architekturbüro Mutert aus Bramsche, den dritten das Architekturbüro B-Werk aus Spelle.

Da der Gewinnerentwurf die Jury einstimmig überzeugte, ist dies nun die Grundlage, um mit dem Preisträger die weiteren Schritte zu erarbeiten″, betonte die Baureferentin des Bistums Sara Pohlmann. Aus dem Wettbewerbsprotokoll geht hervor, dass unter anderem Bedenken hinsichtlich der Ein- und Ausblickmöglichkeiten an der Mindener Straße geäußert wurden. Problematisch seien diese wegen der Privatsphäre der Kinder und der Ablenkung durch den Straßenbetrieb.

Ein vorhabenbezogener Bebauungsplan werde zurzeit von der Stadt Osnabrück erstellt, teilte Pohlmann mit. In der Wettbewerbsauslobung sei das Budget für den Neubau mit 2, 6 Millionen Euro beziffert worden. Eine aktuelle Kostenschätzung für das Gesamtprojekt liege jedoch noch nicht vor. Zunächst müsse aufseiten der Stadt über das weitere Vorgehen und die Finanzierung entschieden werden.

Laut Ratsbeschlussvorlage aus Oktober vergangenen Jahres stünden die notwendigen Haushaltsmittel im Rahmen des Ausbauprogramms bis Ende 2022 zur Verfügung. Die Kirchengemeinde werde laut jetziger Planung die Trägerschaft der Kindertagesstätte übernehmen.

Bildtexte:
2022 könnte die neue Kita öffnen. Über ein Bällebad würden sich die Kinder mit Sicherheit freuen.
Foto:
Archiv/ Friso Gentsch/ dpa
Autor:
Felix Westhoff


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