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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Überschrift:
Es geht um 350 000 Euro
Zwischenüberschrift:
Bekommt das Ratsgymnasium einen Anbau oder einen freistehenden Zusatzbau?
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Die Erweiterung des Ratsgymnasiums ist zum Politikum geworden. Jetzt hat die Stadtverwaltung die Detailpläne für die einzelnen Varianten vorgestellt. Es geht um 350 000 Euro Preisunterschied und die Frage der Barrierefreiheit.

Osnabrück Die Schule hat sich festgelegt: Sie will einen freistehenden Zusatzbau, der 350 000 Euro teurer wäre als ein Anbau an den historischen Lehmannbau von 1906. Die CDU-Fraktion hat sich ebenfalls festgelegt: Sie will das, was die Schule will. Und für die SPD-Fraktion ist klar: Es soll der günstigere Anbau werden.

Längst geht es nicht mehr nur um die Vor- und Nachteile der beiden Varianten, sondern vor allem darum, ob die Fraktionen die Wünsche der Schule erfüllen wollen oder nicht. Am 30. April muss der Rat eine Entscheidung treffen, sonst wird es eng mit der Umstellung von G8 auf G9 im Schuljahr 2020/ 21. Sicher ist: Die Container, in denen Klassen seit Jahren untergebracht sind, werden bei beiden Varianten verschwinden, wie Ludger Rasche vom Fachbereich Immobilien bestätigte. Und: Sowohl Anbau also auch Zusatzbau werden vom Schlossgarten aus sichtbar sein.

Stadtbaurat Frank Otte hatte sich schon in einer früheren Ausschusssitzung für einen Anbau ausgesprochen. Eine Außentreppe soll das beengte Treppenhaus im Altbau entlasten. Die Vorteile gegenüber einem Solitärbau aus Sicht der Verwaltung: Ein Anbau nimmt weniger Platz ein, also kann der Schulhof größer bleiben, die jährlichen Unterhaltungskosten sind niedriger als beim Solitär und das gesamte Schulgebäude würde durch den Anbau auch für Rollstuhlfahrer zugänglich werden. Bislang ist die Schule nämlich nicht barrierefrei.

Für CDU-Fraktionschef Fritz Brickwedde ist das kein Argument. Es gibt keine Schüler und keinen Lehrer, die auf eine barrierefreie Erreichbarkeit angewiesen sind. Wir diskutieren hier über ein Scheinproblem, das es gar nicht gibt.″ Seine Meinung: Wenn schon gebaut werden muss, dann ganz modern.″

SPD-Fraktionssprecher Frank Henning wiederum zählte auf, dass für die SPD die Vorteile eines Anbaus auf der Hand lägen: Die Räume seien höher, in den Keller falle Tageslicht, der Altbau werde endlich barrierefrei erschlossen, der Anbau falle von vorne kaum auf, die 350 000 Euro stehen möglicherweise anderen Schulen zur Verfügung″. Henning: Aus unserer Sicht spricht wirklich alles für den Anbau.″

Auch für die Grünen sagte Michael Hagedorn, dass ein Anbau viele Vorteile habe. Und die FDP? Die wollte eigentlich auch die Wünsche der Schule erfüllen, sagte Fraktionssprecher Thomas Thiele, wir müssen aber trotzdem die Kosten im Auge behalten.″ Die FDP wolle noch einmal auf Elternschaft und Schule zugehen und sie fragen, ob ihnen die hohen Mehrkosten bewusst seien.

Verlierer der hitzigen Debatte ist so oder so der Denkmalschutz. Der hat nämlich beiden Varianten seinen Segen gegeben. Daran werden wir den Denkmalschutz messen, wenn es in Zukunft darum geht, auch bei privaten Vorhaben Stellungnahmen abzugeben″, betonte Brickwedde. Da ist er nämlich oft sehr pingelig.″

Bildtext:
Entweder ein Solitärbau wird mittig vor den historischen Altbau gesetzt oder ein Anbau kommt direkt daran.
Foto:
Archiv/ Gert Westdörp
Autor:
Sandra Dorn


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