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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Überschrift:
Wohin mit den Kindern am Nachmittag?
Zwischenüberschrift:
Atteraner verfolgen den Bau der Ganztagsschule / Bürgerforum diskutiert über ein Haus „In der Strothe″
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Auch in Atter soll eine Ganztagsschule bei der Vereinbarkeit von Familie und Beruf helfen. Darüber diskutierte das Bürgerforum jetzt ebenso wie über einen Schleichweg, über das Busnetz und über ein Haus, das Anstoß erregt.

Osnabrück Gute Aussicht für junge Familien in Atter: Die Grundschule an der Leyer Straße soll zur Ganztagsschule werden. Aber wie genau sieht der Plan für den Aus- und Umbau aus? Das wollte Anwohner Haye Aulfes wissen. Stadtbaurat Frank Otte berichtete, dass die Verwaltung inzwischen mit der Schule ein Raumprogramm abgestimmt hat und der Vorentwurf stehe. Jetzt würden die Kosten für das Bauvorhaben ermittelt. Anschließend würden die politischen Gremien sich damit beschäftigen. Der Baubeginn ist demnach für Sommer 2020 geplant. Zwei Jahre später soll die Ganztagsschule öffnen.

Haye Aulfes wünscht sich, dass bis dahin die Verwaltung in jedem Atteraner Bürgerforum über den Stand der künftigen Ganztagsschule berichtet. Diesen Wunsch will ihm die Verwaltung erfüllen. Der CDU-Politiker Fritz Brickwedde, der das Bürgerforum leitete, berichtete, dass die Stadt das Tempo bei der Umwandlung von herkömmlichen Grundschulen in Ganztagsschulen verdoppele.

Sanierung für einen Schleichweg: Im Westen der Stadt führt der Weg von Nordrhein-Westfalen nach Niedersachsen in vielen Fällen über Schleichwege und das offenbar in vielen Fällen zu schnell. Deshalb sind Anwohner der Straßen Hehekamp und Am Kronenpohl nicht gerade hellauf begeistert von Sanierungsplänen der Stadt. Aber Schlaglöcher sind kein Mittel zur Verkehrsberuhigung″, erwiderte Fritz Brickwedde, und Stadtbaurat Otte erläuterte, die Stadt müsse sicherstellen, dass keine Schäden durch schadhafte Straßen″ entstünden. Dass der Durchgangsverkehr aber nach der Sanierung des Hehekamps an Geschwindigkeit eher zunehmen könnte, nahm Otte als berechtigte Befürchtung″ auf und versprach, dass die Bauverwaltung den Fall prüfen wird.

Die Anwohner Erik Hanstein und Birgit Wöste-Hanstein wünschten sich mehr Informationen über die Sanierung. Detlef Schnier vom Osnabrücker Servicebetrieb (OSB) kündigte an, dass sie für den Spätsommer oder Herbst geplant ist und zwischen der Bahnhofstraße und Am Kronenpohl etwa eine Woche in Anspruch nehmen wird. Die Anlieger würden nicht zur Kasse gebeten.

Busse in Atter: Ein knappes halbes Jahr noch, dann fahren die Busse auf neuen Wegen durch Atter. Im vergangenen Jahr hatte sich während der Bürgerversammlungen gezeigt, dass Anwohner teils gegenläufige Anforderungen stellen. Der Plan der Stadtwerke steht, und deren Chef Stephan Rolfes stellte nun unter anderem die neue Metrolinie in das Baugebiet Landwehrviertel vor, die Anbindung zur Strothesiedlung sowie die Linie über Atterfeld und Hellern in die Stadt. Manche Anwohner sehen dabei den Atteraner Ortskern mit zwei Verbindungen pro Stunde benachteiligt. Da sieht Rolfes die Grenzen der Finanzierbarkeit bei weniger Fahrgästen in entlegeneren Gebieten. In Atter bestehe nicht die große Nachfrage″. Die künftigen Umstiegsmöglichkeiten in die Metrolinie machten es aber möglich, schnell in die Innenstadt zu kommen. Nur bei der Rückfahrt nach Atter könne der Umstieg länger dauern: Sie müssen in den Fahrplan gucken.″

Ärger In der Strothe″: Vier Themen, die der Verein Bürgerforum für Umwelt und Soziales Atter″ angemeldet hatte, drehten sich um ein Haus, dass an der Straße In der Strothe″ gebaut wird. Anwohner können sich mit dem Anblick des Flachdachgebäudes offensichtlich nicht anfreunden. Annette Niemann meint: Es passt nicht in das Ensemble″ damit meinte sie die Spitzdächer in der Siedlung. Eine Anwohnerin wünscht sich gar den Abriss des neuen Hauses. Doch dazu dürfte es kaum kommen. Stadtbaurat Otte berichtete, dass eine Baugenehmigung vorliegt. Einen Abriss können Sie nur gerichtlich erwirken.″ Aber was ist mit den Schuttcontainern? Der Verein fragte nach, wie lange die Behälter auf öffentlichem Grund stehen dürfen. Der Stadtbaurat zitierte aus dem Regelwerk des Fachbereichs Bürger und Ordnung″, stellte aber auch fest: Wir haben keine Kapazitäten, alle Container zu kontrollieren″ und fügte hinzu: Wir sind auf die Anregungen von Anwohnern angewiesen.″ Aber vor dem besagten Haus befinde sich kein Container mehr.

Aber hat der Hausbau nicht ein Naturdenkmal beschädigt? Vor zwei Jahren wurde auf dem Grundstück des Hauses die wohl älteste Eiche des Stadtteils gefällt. Der Verein Bürgerforum für Umwelt und Soziales Atter″ wollte wissen, ob für den Baum während der Bauarbeiten an dem kritisierten Haus ein Schutzzaun aufgestellt worden ist. Ein Anwohner meinte, es habe sich wohl nur um einen Bauzaun gehandelt. Frank Bludau vom Fachbereich Umwelt und Klimaschutz berichtete, dass die Stieleiche bereits vor 40 Jahren einen schweren Sturmschaden erlitten hatte. Das war der Ursprung für das Absterben.″ Und in den Stammkörper seien Pilze eingewachsen. 2017 sei dann die Entscheidung gefallen, den Baum zu fällen. Ein vielleicht nicht geeigneter Zaun habe keinen Einfluss auf das Absterben des Baumes gehabt.

Was ist mit Falschparkern? Der Verein wünscht sich regelmäßige Kontrollen an der Ecke In der Strothe/ Landrat-von-Ostman-Straße. Stadtbaurat Otte stellte fest, dass Autos dort am rechten Fahrbahnrand parken dürfen nur nicht in der Kurve. Bei einer Kontrolle habe die Stadt keine Verstöße feststellen können.

Bildtext:
Auf dem Weg zur Ganztagsschule: Die Grundschule Atter soll bis 2022 umgebaut werden.
HAUS DES ANSTOSSES: Über den Neubau ärgern sich Nachbarn.
Fotos:
Jörn Martens
Autor:
Jann Weber


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